Reisebüro muss nicht über Visa-Vorschriften informieren

Reisebüro muss nicht über Visa-Vorschriften informieren

Leipzig (tmn). Das Reisebüro muss Kunden nicht über Details der Einreisevorschriften für das Urlaubsland informieren. Gibt es wegen eines fehlenden Visums Ärger, haftet es deshalb nicht – der Kunde bekommt keinen Schadenersatz.

Dafür wäre, wenn überhaupt, der Reiseveranstalter der richtige Adressat, urteilte das Amtsgericht Leipzig (Az.: 113 C 6263/10). In dem Fall hatte der Kläger im Reisebüro eine Reise nach Vietnam gebucht, konnte sie aber wegen eines fehlenden Visums nicht antreten. Er verlangte Schadenersatz wegen "Verletzung der Beratungspflicht". Das Reisebüro sei aber nur für die Beratung bei der Auswahl der Reise zuständig, argumentierte das Gericht. Der Veranstalter müsse über Pass- und Visavorschriften informieren. Auch dann, wenn der Kunde zu ihm keinen direkten Kontakt hatte.

(RP)
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