Geheimtipp Saarland: Wandern für jeden Geschmack

Geheimtipp Saarland : Wandern für jeden Geschmack

Das kleine Saarland an der Grenze zu Frankreich hat für Wanderer viel zu bieten. Outdoor-Sportler, Kulturinteressierte oder Pilger - alle kommen im Saarland auf ihre Kosten.

Tatsächlich ist im Saarland für jeden etwas dabei. Für sportliche Wanderer, die spektakuläre Landschaften genießen, bietet sich der Saar-Hunsrück-Steig an. Die gesamte Tour geht von Perl nach Grimburg am Keller Steg und verläuft nach der Teilung weiter nach Idar-Oberstein oder Trier. Abwechslungsreich zieht sich der Wanderweg auf verschlungenen Pfaden durch Bachtäler, Wälder, es gibt aber auch steilere Abschnitte über Felsen. Insgesamt wird der Weg in neun bis zwölf Etappen eingeteilt, die man aber natürlich auch einzeln genießen kann.

Landschaftlich besonders beeindruckend ist natürlich die Saarschleife. Der Saar-Hunsrück-Steig führt hier auf seiner zweiten Etappe von Hellendorf nach Mettlach vorbei. Der Abschnitt enthält einen Aufstieg von insgesamt 370, und einen Abstieg von 580 Metern. Damit wird er als mittelschwierig eingestuft. Vor allem am Aussichtspunkt und während des Abstiegs bieten sich beeindruckende Blicke auf das enge Tal. Am Etappenziel Mettlach werden auch Schiffstouren der Saarschleife angeboten.

Auch für Kulturinteressierte und Pilger ist gesorgt.

Touristen, für die der Genuss der Landschaft auch eine spirituelle Bedeutung hat, können im Saarland einen Teil des Jakobswegs von Hornbach nach Metz pilgern. Im Saarland stehen hier eine Nord- und eine Südroute zur Auswahl. Beide Routen sind in einer Woche zu schaffen, die Nordroute hat mit 130 Kilometern sogar nur sechs Etappen. Ein weiterer Abschnitt des Jakobswegs führt von St. Wendel nach Saarbrücken. Er wurde in den letzten Jahren wiederentdeckt, und ist mit 65 Kilometern auch in etwas weniger Zeit zu meistern.

Für Kulturinteressierte gibt es den Skulpturenweg, der 17 Kilometer lang ist und an 40 Bildhauerarbeiten vorbeiführt, die in der Landschaft ausgestellt werden. Dieser Weg startet in St. Wendel und endet am Bostalsee. Für vernarrte Outdoor-Sportler ist dieser Weg allerdings aus sportlicher Sicht womöglich etwas zu entspannt.

Um etwas mehr körperliche Herausforderung mit geschichtlichem Lerneffekt zu verbinden, können Wanderer in die Fußstapfen der saarländischen Grubenarbeiter treten. In der Zeit, bevor es Bahnverbindungen im Saarland gab, mussten sie aus dem nördlichen Saarland den Weg zu den Gruben im Neunkirchen Raum zu Fuß zurücklegen. Vom entsprechenden Schuhwerk der Arbeiter leitet sich auch der Name dieser Themen-Tour ab: Hartfüßlerweg.

(anch/csi)
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