Zehn Hamburg-Geheimtipps: "So bunt wie die Container im Hafen"

Zehn Hamburg-Geheimtipps : "So bunt wie die Container im Hafen"

Hamburg ist mehr als "nur" Hafenmetropole, Reeperbahn und Stadt der Musicals. Zwischen Alster und Elbe warten allerhand kulturelle und architektonische Besonderheiten auf Besucher, die mehr erleben wollen als Hafenrundfahrt und Fischbrötchen.

Die Assoziationskette ist klar: Hamburg? Hafen, Speicherstadt, Reeperbahn! Deutschlands Hansestadt ist vor allem für sein maritimes Flair bekannt. Auch "Der König der Löwen", "Tarzan" und seit neustem die "Rocky"-Inszenierung locken jedes Jahr eine große Besucherzahl in die viel umworbenen Musical-Hallen der Stadt - ein Trip in die Hamburger Innenstadt ist für viele Touristen jedoch oft nur Zugabe. Unbegründet, findet Michael Iwanowski. Für den Reisebuchautor ist die Stadt im Norden "so bunt wie die Container" in ihrem Hafen. Sein neuster Reiseführer "101 Hamburg — Geheimtipps und Top-Ziele" zeigt die heimlichen Höhepunkte der Hafenstadt. Wir haben die Top Ten der Hamburg-Geheimtipps für Sie zusammengestellt:

"Eine kleine Oase im lebendigen und lauten Hamburg"

Ein friedvolles Fleckchen Grün zwischen Unigroßbau und den Krawallen der Hafenstraße ist das Schröderstift. Lediglich eine Weißdornhecke begrenzt die Dreiflügelanlage und seine Kapelle aus dem 19. Jahrhundert. Hier leben heute rund 100 Bewohner in "basisdemokratischer Selbstverwaltung" ein alternatives Großstadtleben. Es gibt Blumenrabatte und Grillstellen, die traditionellen Werte der Heimat werden ebenso gepflegt wie das historische Bauwerk selbst.

Kein hanseatischer Dialekt, dafür aber die plattdeutsche Sprache ist Markenzeichen des Ohnsorg-Theatrs am Heidi-Kabel-Platz nördlich des Hauptbahnhofs. "Hamburger Mundart de Luxe" bieten die Schauspieler schon seit 1902, damals von Richard Ohnsorg als Theatergruppe ohne festes Haus gegründet. Auf der Bühne am Heidi-Kabel-Platz stehen die Schauspieler seit 2011, inszenieren fünf bis sechs Komödien sowie ein Weihnachtsmärchen jede Saison. Bekannt geworden ist das Ohnsorg-Theater durch Shakespeares "Sommernachtstraum" auf platt.

Imbiss Delüx und Essen auf Schienen

Auch kulinarisch verstecken sich in Hamburgs Stadtvierteln außergewöhnliche und traditionelle Leckerbissen — fernab vom trotzdem immer guten Kutter-Fisch am Hafen. Der "lütt´n grill" an der Max Brauer Allee ist nicht bloß eine Frittenbude. In Hamburgs berühmtestem "Imbiss Delüx" treffen sich prominente Künstler und Stammgäste, die auf ihren Lieblingssnack nicht mehr verzichten können. Auf der Speisekarte stehen hausgemachte Frikadellen, ein halbes Hänchen mit 16 Kräutern, frische Pommes und Salate.

Im "Schwerelos und Zeitlos" steht weniger das Essen und im Vordergrund, viel mehr das achterbahnähnliche Schienensystem, welches Speisen und Getränke mittels Schwerkraft an den Tisch befördert. "Erlebnis-Gastronomie in einer neuen Dimension", beschreibt Michael Iwanowski das Restaurant in seinem neuen Stadt-Ratgeber.

Was es neben Cocktails am "Strand-Pauli", Gottesdienst in der Flussschifferkirche und skandalträchtiger Kunst sonst noch in Hamburg zu entdecken und erleben gibt, sehen Sie in unserer Bilderstrecke. Aber pssst, sonst sind die Geheimtipps bald nicht mehr so geheim.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Hamburg-Geheimtipps

(anch/das/anch)