Handgepäck Medikamente mit Bescheinigung mitführen

Düsseldorf · Haben Fluggäste Medikamente im Handgepäck, sollten sie vorsichtshalber eine formlose Bescheinigung darüber mitnehmen, dass sie auf die Mittel angewiesen sind. Das gilt auch, wenn es sich nicht um Betäubungsmittel handelt.

Zügig durch die Sicherheitskontrolle - so geht's
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Foto: Achim Berkenkötter, Bundespolizei

"So ein Schreiben auf Englisch ist zwar nicht vorgeschrieben, aber man ist damit auf der sicheren Seite", sagte Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Reisemedizin in Düsseldorf, dem dpa-Themendienst. "Ärzte und Apotheker stellen die Bescheinigung auf Anfrage aus."

Dabei sei unerheblich, ob das Medikament freiverkäuflich oder verschreibungspflichtig sei. Schließlich gebe es Kontrollen aus drei Blickwinkeln: Nicht nur die Bundespolizei bei der Ausreise könne sich querstellen, sondern auch die Behörde im Einreiseland. "Außerdem ist keine Fluggesellschaft dazu verpflichtet, die Passagiere samt Medikamenten an Bord zu lassen."

Gerade in Golfstaaten wie Dubai seien die Kontrollen streng. Besonders Arzneimittel mit stimulierender Wirkung könnten dort zu Problemen führen. "Wer dort hinfliegt und zum Beispiel Ritalin für seine Kinder dabei hat, der kann im Voraus spezielle Formulare ausfüllen, die die jeweiligen Staaten bereitstellen", rät Jelinek. Aus Erfahrung weiß der Facharzt für Reisemedizin jedoch: "Bei üblichen Medikamenten wie Kopfschmerztabletten gibt es so gut wie nie Probleme."

(dpa)
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