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Kuba: Zehn Tipps für eine unvergessliche Karibik-Reise

Beliebtes Urlaubsziel in der Karibik : Kuba — zehn Tipps für die perfekte Reise

Kuba mausert sich immer mehr zu einem der beliebtesten Urlaubsziele in der Karibik. Die Insel birgt dennoch einige Rätsel für Reisende. Damit die Traumreise nicht in einem Desaster endet, haben wir die wichtigsten Tipps zusammengestellt.

Palmen, Strand, Lebenslust und Oldtimer. Alles nur Klischees über Kuba? Bestimmt nicht, das Land hält was es verspricht. Dennoch muss man auch auf der Karibikinsel einiges beachten. Wir gehen für Sie die Traumreise nach Kuba chronologisch durch.

Jeder Tourist, der nach Kuba einreist, muss eine so genannte Touristenkarte besitzen. Dafür muss im Normalfall die kubanische Botschaft kontaktiert werden. Die Kosten betragen dabei 22 Euro (plus 25 Euro), zudem muss eine Kopie des Rückflugtickets und Reisepasses mitgeschickt werden. Zu umständlich? Deutlich einfacher ist es, wenn das jeweilige Reisebüro diese Arbeit übernimmt. Wichtig: Am Abreisetag muss erneut ein Touristenvisum beantragt werden, am Flughafen wird es gegen 25 CUC spontan gemacht.

Eine Besonderheit herrscht in Kuba hinsichtlich der Währung. Touristen bezahlen nicht wie die Einwohner mit kubanischen Pesos, sondern mit CUC ("peso cubano convertible"). Das ist im Grunde genommen eine Touristenwährung, die nur vor Ort eingetauscht werden kann. Dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten, auch Hotels bieten diesen Service an. Aber aufgepasst, zumeist ist der Kurs dort deutlich schlechter. Und noch eine Besonderheit: CUCs dürfen nicht nach Hause mitgenommen werden.

Auf Kuba herrscht keine Armut. Das ist zumindest die Auslegung der Verhältnisse seitens der sozialistischen Regierung. Tatsächlich muss die Mehrzahl der Kubaner mit einem schwindend geringen Lohn auskommen. Dementsprechend niedrig sind die Unterhaltungskosten für Touristen, ein äußerst üppiges Mittagessen sollte nicht mehr als 15 Euro kosten. Recht unerwartete Kosten können hingegen beim Trinkgeld anfallen. Diese fallen nämlich immer und überall an: im Restaurant, beim Parken und nahezu allen anderen "Gefälligkeiten". Üblich ist durchschnittlich ein CUC.

Ebenfalls unerwartete Kosten: Laut Experten hat besonders in den vergangenen Jahren die Korruption im Land, vor allem bei der Polizei, zugenommen. Und so kann es schon mal vorkommen, dass man unerwartet 20 CUCs für ein "defektes" Abblendlicht am Auto bezahlen muss.

Betteln ist auf Kuba eigentlich nicht erlaubt, dennoch wird es gemacht. Aber im Gegensatz zu anderen Ländern zumeist deutlich subtiler. Direkt darauf angesprochen wird man nicht, dafür werden dem Touristen auf sympathische Art und Weise die unterschiedlichsten Tipps gegeben. Daraufhin wird nach Trinkgeld gefragt. Natürlich gibt es in einigen Gegenden auch die direkte Variante.

Kuba hat unter anderem großartige Strände und ein warmes Klima zu bieten. In einem Fünf-Sterne-Hotel kann man diese Vorteile perfekt auskosten. Die Vielfalt des Landes erlebt man hingegen während einer privaten Rundreise, die die meisten Reisebüros anbieten. Mit einem Mietwagen kann man die schönsten Ecken Kubas problemlos abfahren, allerdings sollte ein erfahrener Autofahrer am Steuer sitzen.

Denn das Fahren auf Kuba ist recht abenteuerlich. Hier tummeln sich Pferdekutschen, Oldtimer oder Lkw auf den Straßen, die häufig in relativ schlechtem Zustand sind. Und so wird aus Angst vor Schlaglöchern auch mal gerne die Gegenfahrbahn befahren. Ganz wichtiger Tipp: Das Hupen beim Überholen nicht vergessen — kein Scherz.

Die Top drei unserer Kuba-Rangliste führt natürlich Havanna, insbesondere die Altstadt, an. Das Unesco-Welterbe vereint viele Highlights: Die Lebenslust, die Liebe zur Musik, eine atemberaubende Architektur — aber auch das Vergängliche, was an den zahlreichen verfallenen Barock-Bauten deutlich wird. Ein weiterer Höhepunkt ist der früherer Piratenzufluchtsort Trinidad. Eine alte Kolonialstadt, die mittlerweile auch zum Unesco-Welterbe gehört. Typisch karibisch ist es auf der vorgelagerten Insel Cayo Largo. der Strand Playa Sirena besticht durch einen weiß-pulvrigen Sand und kristallklares Wasser.

Die beiden bekanntesten Exportschlager Kubas. Beides findet man in Mengen auf der Insel, zu vergleichbar kleinen Preisen. Als Zigarrenfan sollte man unbedingt nach Pinar del Rio in den Westen des Landes reisen, dort sind die Tabakplantagen legendär.

Wer denkt, dass Kuba typisch Lateinamerika ist, irrt. Das gesamte Volk pariert aus Angst vor Sanktionen. Dementsprechend sollte man sich als Tourist tunlichst an die Gesetze halten, allzu viel Kulanz wird in ausufernden Fällen nicht gezeigt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das sollten Sie in Kuba gesehen haben

(cfk)