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Frau war ausgerutscht und hatte geklagt: Kreuzfahrt-Passagiere müssen mit nassem Boden rechnen

Frau war ausgerutscht und hatte geklagt : Kreuzfahrt-Passagiere müssen mit nassem Boden rechnen

Offenbach/Wiesbaden (RPO). Auf Kreuzfahrtschiffen müssen Passagiere auf feuchte Stellen am Boden selbst achten. Ein Warnhinweis am Übergang vom nassen Außen- zum Innenbereich reiche aus. Damit wies das Amtsgericht Offenbach die Klage einer Frau ab, die ausgerutscht und sich die Hand gebrochen hatte.

Der Veranstalter erfüllt mit einem Schild seine Verkehrssicherungspflicht und kann für Unfälle nicht haftbar gemacht werden. So entschied das Amtsgericht Offenbach (Az.: 36 C 477/07), berichtet die von der Deutschen Gesellschaft für Reiserecht in Wiesbaden herausgegebene Fachzeitschrift "ReiseRecht aktuell".

Geklagt hatte eine Passagierin, die auf Deck am Übergang vom Pool- zum Innenbereich ausgerutscht war und sich die rechte Hand gebrochen hatte. Sie forderte Schmerzensgeld - zu Unrecht, wie das Gericht befand.

Ein Warnschild habe auf die Nässe und die damit verbundenen Gefahren aufmerksam gemacht, und nicht jedes Risiko durch feuchte Stellen könne ausgeschlossen werden. Daher habe die Klägerin an Bord des Schiffes damit rechnen müssen, dass der Boden rutschig ist. Die Klage sei deshalb abzuweisen.

(dpa)