Fernbusreisen: Günstig und ohne Überraschungen

Fernbusreisen : Günstig und ohne Überraschungen

Keine Überraschungen, aber alles im Lot: Service und Komfort bei den Fernbusanbietern in Deutschland sind laut einer Untersuchung der Stiftung Warentest weitgehend gleich.

Bei einem Vergleich fünf großer Anbieter habe sich gezeigt, dass sich die Ausstattung der Busse der verschiedenen Anbieter ähnele, berichtet die Stiftung in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift "Test".

Der "erste Eindruck" von den Fernbusangeboten sei aber "positiv" gewesen. Die Sitze seien bequem, ließen sich weit verstellen und böten auch größeren Reisenden "ausreichend Beinfreiheit".

Klapptische an den Vordersitzen

Auch sei das Platzangebot groß, weil in den Bussen "oft nicht einmal jeder zweite Platz besetzt" sei, berichtet "Test". Auf Klapptischen an den Vordersitzen könnten Fahrgäste unter anderem Getränke abstellen. Häufig gebe es auch drahtlose Internet-Netzwerke, über welche die Reisenden unterwegs kostenfrei im Internet surfen könnten. Fernbusanbieter ohne WLAN rüsteten nach. Gegenüberliegende Sitze wie in ICE-Zügen seien die Ausnahme.

Teils könnten auf Reisen an Bord keine Getränke gekauft werden. Auf den Toiletten in den Bussen gehe es immer beengt zu.

Bei der Untersuchung seien alle Probefahrten pünktlich gewesen, berichtete "Test". Dies sei jedoch wahrscheinlich "eher Zufall" gewesen. In einem Fall sei der Bus sogar eine Viertelstunde zu früh gewesen. Der Busfahrer habe diese verfrühte Ankunft jedoch als unüblich bezeichnet.

"Freundlich und hilfsbereit"

Die Busfahrer seien bei drei der getesteten Anbieter "ausgesprochen freundlich und hilfsbereit" gewesen, berichteten die Tester. Bei einem Fernbusunternehmen hingegen habe der Fahrer "nicht gerade vor Freundlichkeit" gesprüht. Informationen habe er keine gegeben und den Fahrgästen das Essen an Bord untersagt.

Fernbusverbindungen innerhalb Deutschlands sind auf den meisten Strecken erst seit diesen Jahr erlaubt. Nach der Öffnung des Marktes weiten immer mehr Anbieter ihre Streckennetze aus. Bis Ende des Jahres wollen auch der ADAC und die Deutsche Post gemeinsam auf dem Markt aktiv werden.

(AFP/sgo)
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