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Handy-Kosten unter Kontrolle halten: Auf Reisen günstig verbunden

Handy-Kosten unter Kontrolle halten : Auf Reisen günstig verbunden

Düsseldorf/Berlin (RPO). "Alles super, gut angekommen"- damit der kurze Anruf zu Hause für Urlauber nicht teuer wird, sollten sich Reisende vor der Abreise über Handy-Gebühren informieren. Nur so kann man sicher sein, dass die Kosten für Telefon und Internet nicht zur Kostenfalle werden.

Zumindest für Telefonate in EU-Ländern hat die Roaming-Verordnung der Europäischen Union ein gewisses Maß an Klarheit geschaffen. Abgehende Gespräche dürfen zur Zeit maximal 55 Cent je Minute kosten. Die Annahme eines Telefonats darf nicht teurer als 26 Cent sein.

Dass mit der Einführung des sogenannten Eurotarifs auch die Kosten für die Internet-Nutzung mit dem Handy reguliert worden sind, ist ein Trugschluss, warnt die in Hannover erscheinende Zeitschrift "c't". Wer die Preise für Datenverbindungen vorher nicht prüft, zahle mitunter "schmerzhaftes Lehrgeld". Bis zu 60 Euro könne der Download eines einzigen Megabytes (MB) Daten kosten. Kunden von Prepaid-Anbietern sind relativ gut vor solchen Überraschungen gefeit, solange sie keine automatische Guthabenaufladung nutzen.

Vor Reiseantritt empfiehlt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf in jedem Fall, beim eigenen Anbieter die Tarife der Netzbetreiber des Ziellandes zu erfragen. Dann sollte die automatische Netzwahl im Handy deaktiviert und der vor Ort preisgünstigste Anbieter ausgewählt und fest eingestellt werden. "In einigen Ländern kann man sogar über die Hälfte der Kosten sparen, wenn man sich in das günstigste ausländische Netz einbucht", haben die Verbraucherschützer ermittelt. Das gelte insbesondere bei Gesprächen, die aus Nicht-EU-Staaten geführt werden.

Vertragskunden können bei Reisen mitunter durch Auslandsoptionen sparen. "Oft lohnen sie sich aber nur bei längeren oder häufigeren Telefonaten, da mitunter Grundgebühren oder zusätzlich zum Minutenpreis einmalige Verbindungsentgelte anfallen", heißt es beim Berliner Telekommunikationsportal teltarif.de in Berlin. Statt eines kurzen Gesprächs sei im Ausland in vielen Fällen der Versand einer einfachen SMS mit maximal 160 Zeichen günstiger.

Wer im Zielland viel telefonieren muss oder regelmäßig dorthin reist, kann sich vor Ort eine Prepaid-SIM-Karte mit eigener Landesnummer kaufen, rät die "c't". Das spart die Kosten für eingehende Gespräche. Vor dem Kauf gilt es aber, die Minutentarife zu vergleichen und einen möglichen Guthabenverfall zu berücksichtigen.

Ob Datenverbindungen im Ausland möglich sind und was sie kosten, muss beim Mobilfunkanbieter erfragt werden. Nicht unerheblich sind die Blockgrößen, in denen abgerechnet wird. Ob das 10 Kilobyte (KB) oder 100 KB sind, macht auf der Rechnung einen großen Unterschied. Spezielle Datenoptionen sind indes oft nur für Vertragskunden buchbar. Sowohl Vodafone als auch T-Online bieten zum Beispiel mit "Websessions International" beziehungsweise "web'n'walk Roaming DayPass" 50 Megabyte (MB) Datentransfervolumen für 15 Euro am Tag.

Grundsätzlich fallen aber die Preise für Mobilfunk-Datenverbindungen im Ausland, hat der Branchenverband BITKOM anhand von Zahlen des europäischen Regulierungsgremiums ERG ermittelt. Allein im Sommer 2007 seien die Preise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum europaweit um zehn Prozent gesunken. Im Durchschnitt kostete das sogenannte Daten-Roaming im dritten Quartal des vergangenen Jahres 5,24 Euro pro MB.

Hier geht es zur Infostrecke: Telefonieren im Urlaub: Worauf Sie achten sollten

(tmn)