Belize: Zwischen Korallen und Maya-Tempeln

Belize : Zwischen Korallen und Maya-Tempeln

Düsseldorf (RPO). Belize bezaubert Taucher mit seinen Korallenriffen. Weltbekannt ist das "Great Blue Hole", eine versunkene, eingestürzte Kalksteinhöhle, die ihren Schlund im blauen Meer auftut. Doch auch an Land hat das kleine Land viel zu bieten.

Der Meeresforscher und Dokumentarfilmer Jacques Cousteau hat einmal gesagt, die Riffe vor Belize seien "einer der vier Tauchplätze auf diesem blauen Planeten, die ein Muss sind". Das Belize Barrier Reef ist das zweitgrößte Riffsystem der Welt nach dem australischen Great Barrier Reef.

Die Tierwelt unter Wasser lockt viele Taucher. 70 Korallen- und 500 Fischarten leben dort. Delphine, Mantas und Meeresschildkröten sind in den Gewässern zu beobachten.

Zu diesem Riffsystem gehört auch das "Great Blue Hole". Jacques Cousteau tauchte Anfang der 1970er Jahre mit seiner Crew 50 Meter tief in das Loch hinab, um aus dem Höhlensystem unter dem Meeresspiegel einen 2,8 Meter langen Stalaktiten heraufzuholen. Die Frenseh-Bilder gingen um die Welt und machten den kleinen zentralamerikanischen Staat Belize weltbekannt.

Nationaldenkmal und Weltnaturerbe

Das "Great Blue Hole" liegt etwa 70 Kilometer von Belize City entfernt. Es ist nahezu kreisrund, misst 318 Meter im Durchmesser und ist 124 Meter tief. Das Loch ist entstanden, als vor etwa 10.000 Jahren der Meeresspiegel stieg und eine Kalksteinhöhle überflutete. Das Dach der Höhle brach ein und so entstand das Loch, welches den Weg zu einem ganzen versunkenen Höhlensystem freigibt.

Der von hellen Korallen gesäumte dunkle Schlund ist auch auf Satelliten-Fotos gut zu sehen. Es ist ein Nationaldenkmal des Staates Belize und gehört seit 1996 zum Unesco Weltnaturerbe, seit 2009 sogar zu den gefährdeten Naturerbe-Stätten. Allerdings ist das "Great Blue Hole" mit seinen Höhlen und Gängen eher ein Revier für versierte Taucher.

Urwald und Maya-Stätten

Auch zu Lande ist Belize reizvoll für Naturliebhaber. Der 22.966 Quadratkilometer kleine Staat hat etwa die Hälfte seiner Fläche als Naturschutzgebiete ausgewiesen. In den tropischen Wäldern gedeihen über 1000 Pflanzenarten, darunter 200 Arten von Orchideen.

Wer historisch interessiert ist, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Belize ist bekannt für seine zahlreichen, gut erhaltenen Bauwerke aus Maya-Kultur. Zwanzig davon sind für Touristen zugänglich.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das Taucherparadies Belize

(RPO/qui)