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Passagiere müssen warten: Warnstreiks bei der Lufthansa

Passagiere müssen warten : Warnstreiks bei der Lufthansa

München/Frankfurt (RPO). Erneute Warnstreiks haben dazu geführt, dass am Dienstagmorgen viele Lufthansa-Flüge auf Deutschlands Flughäfen ausgefallen sind. Auf vielen weiteren Verbindungen sei es zu teils erheblichen Verspätungen gekommen, sagte eine Lufthansa-Sprecherin in Frankfurt am Main.

Insgesamt seien 28 Flüge ausgefallen. Dabei habe es sich vorwiegend um Verbindungen innerhalb Deutschlands und Europas gehandelt. Verzögerungen habe es vorwiegend auf Langstreckenflüge gegeben.

Von den Warnstreiks seien mehrere deutsche Flughäfen betroffen gewesen, sagte die Sprecherin weiter. Schwerpunkt der Arbeitsniederlegungen war demnach der Flughafen Frankfurt. Warnstreiks gab es auch in München, Stuttgart und Köln. Die Beschäftigten waren um vier Uhr morgens in Ausstand getreten und beendeten ihre Warnstreiks um acht Uhr.

Verdi will mit den erneuten Arbeitsniederlegungen vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen für die 60.000 Beschäftigten der Lufthansa am Donnerstag den Druck auf die Airline erhöhen.

Bisher hatten die Tarifparteien keine Einigung erzielt. Die Gewerkschaft fordert 9,8 Prozent mehr Lohn. Die Fluggesellschaft bietet dagegen eine zweistufige Lohnerhöhung von 3,4 Prozent bis Juni 2009 und weiteren 2,1 bis zum Ende des kommenden Jahres.

Unterdessen stehen den Lufthansa-Töchtern Cityline, Eurowings und Germanwings nun ebenfalls unbefristete Pilotenstreiks ins Haus. Bei einer Urabstimmung votierten am Dienstag jeweils 99 Prozent des Cockpitpersonals für einen unbefristeten Ausstand, wie die Vereinigung Cockpit in Neu-Isenburg bei Frankfurt mitteilte. Zuvor hatte der Berufsverband die Tarifverhandlungen für gescheitert erklärt. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi machte am Dienstag Druck gegenüber der Lufthansa selbst: Wegen erneuter Warnstreiks musste die Fluggesellschaft nach Angaben einer Sprecherin 44 Flüge streichen.

(afp)