Durch die Hauptstadt Nordkoreas : Waren Sie schonmal in Pjöngjang?

Kaum ein Land sperrt Touristen so systematisch aus wie Nordkorea. Wer dennoch ein Visum bekommt, muss sich auf ständige Begleitung einstellen. Krampfhaft wird das Land in alten kulturellen Traditionen gehalten. Ein Highspeed-Film verschafft nun dennoch Zutritt zur Hauptstadt Pjöngjang, und zeigt bisher unbekannte Bilder.

Vor allem Wegen seinem Machthaber Kim Jong Un ist Nordkorea immer wieder in den Schlagzeilen. Über den Alltag oder gar Sehenswürdigkeiten des Landes dagegen, ist kaum etwas zu lesen. Wie normal das Leben aber auch dort zugeht, zeigt ein Highspeed-Film des Produzenten JT Singh und dem Filmemacher Rob Whitworth.

In Zusammenarbeit mit der Nationalen Touristenzentrale durften sie mit der Kamera durch die nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang und zeigen, wie das Leben dort verläuftt: Menschen fahren mit der U-Bahn zur Arbeit, sitzen aufgereiht in Großraumbüros, Kinder und Jugendliche lachen beim Skateboard fahren durch die Halfpipe. Die Stadt ist weitläufig, ihr Panorama über den Fluss Taedong hinweg, wirkt schlicht und erstaunlich modern.

Die Kamera flitzt weiter. Vorbei am Rugyong-Hotel, einer riesigen gläsernen Pyramide, die alle Hochhäuser überragt. Vorbei am höchsten Triumphbogen der Welt - denn er ist drei Meter höher, als sein Pendant in Paris - vorbei an bunten traditionellen Trachten, die in rot und rosa zwischen Anzugträgern aufblitzen. Denn ganz so ursprünglich ist auch Nordkorea nicht mehr. In den letzten Jahren haben verschiedene moderne Details Einzug gehalten, wie etwa das Mobiltelefon.

Touristen allerdings, gibt es bis heute nicht viele. Die Zahl liegt zwischen 4000 und 6000 Besuchern pro Jahr. Wie es in Pjöngjang wirklich aussieht, erfahren Sie hier:

Enter Pyongyang from JT Singh on Vimeo.

(ham)
Mehr von RP ONLINE