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Zahlungsmittel im Ausland: Kreditkarte, Travellerschecks oder Bargeld?

Zahlungsmittel im Ausland : Kreditkarte, Travellerschecks oder Bargeld?

Hamburg (rpo). Wenn Einer eine Reise tut, dann bringt er gern was mit. Im Urlaub guckt man nicht so auf jeden Cent. Essen gehen, Museumsbesuch und vor allem Souvenirs - alles hat seinen Preis und muss bezahlt werden. Doch wie bezahlt man am besten im Ausland? Finanzexperten raten zu einem Mix aus Bargeld, Schecks und Kreditkarten.

Für einen Kaffee am Flughafen oder die Taxifahrt zum Hotel sollten Reisende entweder vor dem Urlaub oder nach der Ankunft einen geringen Betrag in der Landeswährung des Urlaubslandes umtauschen. Innerhalb Europas und mittlerweile auch in vielen anderen Ländern reicht die EC-Karte für das Geldabheben an Bankautomaten aus. Zusätzlich sollten Globetrotter allerdings eine Kreditkarte oder Travellerschecks dabei haben.

"Einige Banken haben Kooperationsverträge mit Banken im Ausland geschlossen", erklärt Finanzexpertin Stefanie Siegenthaler von der Verbraucherzentrale Hamburg. Die Kunden können dadurch in den entsprechenden Filialen das Geld mit ihrer EC- oder Visa-Karte kostenfrei abheben. Über die genauen Angebote sollten sich die Verbraucher möglichst rechtzeitig informieren.

Gebühren beachten

Ansonsten liegen die Gebühren für das Abheben bei drei bis sechs Euro. Beim Bargeldeinlösen mit der Kreditkarte außerhalb der Eurozone schlagen die Banken etwa ein bis zwei Prozent der Geldsumme oben drauf. "Die Urlauber sollten deshalb lieber einmal einen größeren Betrag als mehrere kleine abheben", rät Siegenthaler. Es ist außerdem wichtig zu wissen, bis zu welchem Limit man Geld mit der Karte bekommt.

Es empfiehlt sich, in Geschäften und Restaurants direkt mit der Kreditkarte zu bezahlen. Allerdings ist dies nur in den Euroländern kostenlos. Außerhalb dieser Zone werden sowohl bei der EC- als auch bei der Kreditkarte meist ein bis zu zwei Prozent vom Umsatz verlangt. Kleinere Beträge sollten außerhalb des Euroraums nicht mit Karte bezahlt werden, weil üblicherweise eine Mindestprovision verlangt wird.

Travellerschecks haben ihre Vorteile

Wer die Karte verliert oder bestohlen wird, sollte das Zahlungsmittel sofort sperren lassen. Siegenthaler: "Es ist wichtig, Kartennummer und Telefonnummern für die Sperrung sowie die Bankverbindung auf einem extra Zettel zu notieren und getrennt aufzubewahren.

Verbraucherschützer weisen auf die Vorzüge von Travellerschecks hin. Banken stellen sie für eine geringe Gebühr aus. Bei Verlust der Wertpapiere werden diese nach Angabe der jeweiligen Schecknummern problemlos und meist innerhalb weniger Stunden von jeder Bank im Ausland zurückerstattet.

Hier geht es zur Infostrecke: Der aktuelle Big-Mäc-Index

(afp)