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Hurricane, Tornado, Tsunami: Das sind die gefährlichsten Naturkatastrophen

Hurricane, Tornado, Tsunami : Das sind die gefährlichsten Naturkatastrophen

Erst der Tsunami vor Japan, jetzt ein Taifun bei China - Naturkatastrophen gehören zu den größten Bedrohungen für Menschen. Laut Klimaforschern sollen sie schon bald noch häufiger auftreten. Wir erklären sieben Naturkatastrophen, die Sie kennen sollten.

Es sind gleichermaßen spektakuläre wie furchteinflößende Bilder: Riesige Wellen, die sich langsam und unaufhaltsam auf Häuser, Autos und Menschen zuschieben, Windhosen, die alles aufsaugen, was ihnen in die Quere kommt oder Erdspalten, die sich unerwartet mitten auf Straßen oder quer durch Gebäude auftun. Kein Wunder, dass vor allem bei Filmemachern Weltuntergangsszenarien so beliebt sind.

>>Die sieben gefährlichsten Naturkatastrophen

Nicht jeder Wind ist ein Sturm

Doch Ereignisse wie der Tsunami in Asien 2004 oder der Wirbelsturm Sandy, der 2012 New York verwüstete, machen immer wieder deutlich, Naturkatastrophen sind nicht nur dramatisches Filmmaterial, sondern auch harte Realität. Allein durch die USA ziehen jedes Jahr rund 800 Tornados, mit verheerenden Folgen für die Bevölkerung.

Als Sturm wird ein Wind bezeichnet, wenn er eine höhere Geschwindigkeit als 74 Kilometer pro Stunde hat. Gemessen werden Stürme nach der so genannten Beaufort-Skala, die nach dem britischen Admiral Sir Francis Beaufort benannt ist.

Die Skala reicht von 1 bis 12, ein Sturm mit Geschwindigkeiten von 75 bis 88 Kilometern pro Stunde erreicht Beaufort 9. Ab 117 Kilometern pro Stunde wird ein Sturm als Orkan bezeichnet, und belegt auf der Skala die 12, also die höchste Stufe. Jenseits dieses Wertes gilt die Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala, die die Intensität von Stürmen misst.

Ein Wirbelsturm auf der Stufe 15 hat dann zwischen 167 und 183 Stundenkilometer Geschwindigkeit. Dabei kommt es zu umgeknickten Bäumen und gefluteten Küsten. Auf Stufe fünf liegt die Sturmgeschwindigkeit bei 250 Stundenkilometern und darüber und sorgt für extreme Verwüstungen bis hin zu weggewehten Häusern, aufs Lands getragenen Schiffe und bis zu 16 Kilometer landeinwärts überfluteten Küsten.

Orkane in Europa

Generell bezeichnet ein Orkan Windgeschwindigkeiten von mindestens 117 Kilometern pro Stunde. Stürme dieser Art sind zwar vor allem aus asiatischen Regionen bekannt, kommen jedoch auch in Europa vor.

Vor allem in Herbst und Winter ziehen Orkane über Mitteleuropa. Dann ist der Temperaturunterschied zwischen dem Nordpol und den südlicheren Breiten besonders groß. Kalte Luft aus der Polarregion trifft auf warme Luft, die aus Richtung Äquator strömt. Treffen diese Luftmassen aufeinander, können starke Stürme in Orkanstärke entstehen.

Durch den Klimawandel sind in den vergangenen Jahrzehnten auch in Deutschland immer mehr Stürme aufgetreten. Zwei extreme Beispiele sind die Orkane Lothar (Dezember 1999), der mit rund 180 Kilometern pro Stunde über Süddeutschland fegte, und Kyrill (Januar 2007), der sogar mit bis zu 225 Kilometern pro Stunde in großeg Teileg Nordeuropas Verwüstungen anrichtete und mehrere Todesopfer forderte.

In Zukunft rechnet die UN mit immer mehr Naturkatastrophen. Eine Erwärmung um 0,4 Grad Celsius - weniger als die Erwärmung im 20. Jahrhundert - führt laut Klimaforschern zu einer Verdopplung von Stürmen wie Katrina an der Küste von New Orleans 2005. Sollte die Temperatur um ein weiteres Grad steigen, muss mit drei bis viermal so vielen extrem Stürmen gerechnet werden.

Geschätzt wird allerdings, dass die Temperatur bis zum Ende des Jahrhunderts um rund fünf Grad steigen wird.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die sieben schlimmsten Naturkatastrophen

(ham)