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Reisebestimmung: China will Tourismus mit visafreien Kurztrips ankurbeln

Reisebestimmung : China will Tourismus mit visafreien Kurztrips ankurbeln

Immer mehr Städte in China wollen Touristen mit visafreien Kurztrips anlocken. Bislang ist die Bilanz jedoch ernüchternd. Nur wenige Besucher kommen dank der neuen Regeln für ein paar Tage ins Land.

China will ausländische Touristen mit Visafreiheit für Kurztrips ins Land locken. Nach Peking und Shanghai verzichtet seit Donnerstag auch die südchinesische Stadt Guangzhou für Besuche von bis zu drei Tagen auf die aufwendigen Visumanträge, wie Chinas amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Die neue Regel gilt für Touristen aus 45 Ländern wie Deutschland, Frankreich und den USA.

Weniger Kurztrip-Touristen als erhofft

Der Erfolg der 72-Stunden-Regel ist allerdings umstritten. Ma Yiliang von Chinas Tourismus-Akademie sagte kürzlich in einem Interview, die Schritte seien bislang eher symbolisch gewesen, hätten aber kaum Einfluss auf die Zahl der Touristen gehabt. China solle besser längere visumfreie Besuche erlauben, damit sie auch für Gäste aus Übersee mit weiter Anreise interessant würden.

Die Stadt Shanghai habe im ersten Halbjahr 2013 laut Behördenangaben 5700 Ausländer auf visafreiem Kurztrip besucht, wie Staatsmedien berichteten. Peking erwartet zwar zwei Millionen Transitvisa in diesem Jahr. Allerdings machten die Behörden bislang keine Angaben, wie viele Touristen das 72-Stunden-Programm nutzten.

Der Verzicht auf Visa für ausländische Touristen ist nicht neu.
Schon 1994 hob die südchinesische Stadt Shenzhen die Visumspflicht für Ausländer teilweise auf - mit besonderem Blick auf die Bürger im benachbarten Hongkong. Peking und Shanghai ließen im Januar 2013 die Visumspflicht für Trips von bis zu drei Tagen fallen. Der Staatsrat hat auch schon einen entsprechenden Antrag der zentralchinesischen Metropole Sichuan genehmigt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Eine Reise durch China

(dpa)