Haarrisse in Tragflächen: Boeing überprüft dutzende Dreamliner

Haarrisse in Tragflächen : Boeing überprüft dutzende Dreamliner

Der US-Flugzeugbauer Boeing hat eine Untersuchung von etwa 40 Maschinen seines Langstreckenfliegers Dreamliner wegen Haarrissen in den Tragflächen bekanntgegeben.

Bereits ausgelieferte Flugzeuge vom Typ 787 seien hingegen vermutlich nicht von dem Problem betroffen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Grundsätzlich stünden die für das laufende Jahr geplanten Auslieferungen nicht auf dem Spiel, allerdings könne es zu Verzögerungen kommen.

Die Haarrisse waren den Angaben zufolge in vom japanischen Zulieferer Mitsubishi Heavy Industries hergestellten Tragflächen entdeckt worden. Bislang war Boeings Dreamliner vor allem von Batterieproblemen geplagt worden. Vor gut einem Jahr wurden sämtliche 787-Maschinen weltweit wegen Problemen mit den eingebauten Lithium-Ionen-Batterien monatelang aus dem Verkehr gezogen. Bei zwei Maschinen hatten sich die Batterien überhitzt, bei einem geparkten Flugzeug brach sogar ein Feuer aus.

Zwar gelang es Boeing nicht, die Ursache des Problems zu identifizieren. Doch setzte das Unternehmen Änderungen am Batteriesystem um, mit denen laut Firmenangaben die Sicherheit gewährleistet wird. Seit April vergangenen Jahres dürfen die Maschinen wieder fliegen. Die Dreamliner bestehen mehrheitlich aus Baustoffen, die leichter sind als Metall, weshalb sie weniger Treibstoff als herkömmliche Flieger verbrauchen.

(AFP)
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