Reisezeit für Peru: So holen Sie mehr aus Ihrem Urlaub heraus

Reiseplanung leicht gemacht : Die beste Reisezeit für Peru und Machu Picchu

Auf nach Peru! Doch die Rundreise durch das südamerikanische Land an der Pazifik-Küste beginnt meist mit einer simplen Frage: Wann ist wohl die beste Reisezeit?

Peru ist ein Land mit vielen Gesichtern: Schneebedeckte Gipfel, geheimnisvolle Wüsten, dicht bewaldeter Dschungel und wilde Tiere. Darüber hinaus besticht die Andenrepublik mit verschiedenen Kulturen, boomenden Megacities, sowie sprachlicher und ethnischer Vielfalt. Willkommen in Peru, einem Land, dessen Geschichte genauso facettenreich wie faszinierend ist wie seine Natur. So ist es kein Wunder, dass das Reiseziel mit immer neuen Höhepunkten auf einer Rundreise durch Peru aufwarten kann.

Peru ist mit einer Fläche von ungefähr 1,3 Millionen Quadratkilometern das drittgrößte Land Südamerikas. Im Norden grenzt es an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien und Bolivien und im Süden an Chile. Geht es nach der Zahl der Einwohner Perus, so ist es das viertgrößte Land auf dem südamerikanischen Kontinent. Die Hauptstadt der Andenrepublik ist die Millionen-Metropole Lima. Für die meisten Urlauber gilt sie als Ausgangsort für die Reisen ins Landesinnere. Nur die wenigsten Reisenden verweilen ein paar Tage in der Stadt, weil sie voll, laut und chaotisch sei. Sicherlich trifft diese Aussage auf viele der insgesamt 43 Stadtteile zu. Dennoch beherbergt die Stadt auch ein paar wenige Viertel, in denen es relativ ruhig, sicher und sauber zugeht. Darunter fallen beispielsweise Barranco, Miraflores und San Isidro.

Wettertechnisch steht Lima nicht gerade unter einem guten Stern. Im Sommer herrscht vorwiegend Trockenheit, im Winter kommt Schwüle auf und Regen fällt so gut wie gar nicht. Somit zählt die "Wüstenstadt" Lima zu den Metropolen auf der Welt, die das ganze Jahr über nur über ganz wenig Wasser verfügen. Peru-Reisende sollten auf ihrer Rundreise Lima dennoch nicht unterschätzen, birgt sie doch wahre Schätze. Ein gutes Beispiel ist die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Altstadt von Lima. Dort finden sich rund um den Plaza Mayor (Plaza de Armas) die "Catedral de Lima", der Regierungspalast "Palacio de Gobierno" sowie eine Vielzahl an prachtvollen Kolonialbauten. Außerdem lohnt sich der Besuch der fantastischen Museen Limas, in denen der historische und kulturelle Reichtum des Landes bewundert werden kann.

Wer sich schließlich für einen längeren Aufenthalt in Lima entscheidet, kann die Stadt im Grunde genommen das ganze Jahr über besuchen. Die meisten Besucher sehen allerdings die Sommermonate von Dezember bis April, also die Trockenzeit, als die beste Reisezeit für Lima. Vor Ort gibt es in dieser Zeit viele Sonnenstunden bei angenehm warmen Temperaturen zwischen 18 und 29 Grad Celsius.

Wie bereits erwähnt, eignet sich Lima als idealer Ausgangspunkt für Rundreisen in Peru. Wann welche Region des Landes letztlich bereist werden sollte, richtet sich allerdings nach den jeweiligen Reisedestinationen. Schließlich gliedert sich Peru in drei Klima-Zonen - Küstenregion, Andenregion und Regenwald.

Welche Reisezeit eignet sich für eine Rundreise durch Peru?

Eine "beste" Reisezeit für eine Rundreise durch Peru gibt es im eigentlichen Sinne nicht. Dafür ist das Land allein schon geografisch gesehen ein viel zu großes Gebiet. Wer eine Reise nach Peru plant, sollte stattdessen eine Vorstellung haben, in welche Region die Rundreise gehen soll. Damit Peru-Urlauber ihre Rundreise entsprechend planen können, sollten sie wissen, wann die Trockenzeit und die Regenzeit in Peru einsetzen.

Peru - die beste Reisezeit für eine Reise an die Küste

Zwischen Cabo Blanco über Máncora und weiter bis zu Punta Sal und Zorritos erstrecken sich Perus Badestrände. Hier im Norden des Landes können Südamerika-Urlauber ihre Rundreise durch Peru ausklingen lassen, ganz gleich, ob man sich als Sonnenanbeter, Sandburgenbauer oder Wasserspritzer outet. Vor allem in den Monaten Dezember bis April ist an diesem Küstenstreifen hin zum Pazifik die touristische Hochsaison. Denn dann herrscht im Norden die peruanische Sommerzeit (die Trockenzeit), in der es sommerlich heiß und trocken wird. Die Temperaturen reichen bis an die 35 Grad Celsius heran und die Luftfeuchtigkeit ist relativ hoch. Wer also einen Badeurlaub auf seiner Rundreise durch Peru plant, sollte sich diese Monate im Gedächtnis behalten und die übrigen Reiseziele danach ausrichten.

Während der peruanischen Winterzeit, sprich in den Monaten von Mai bis September, hält sich entlang der Pazifikküste ein hartnäckiger Nebel. Angesichts der dichten Nebelwand tritt auch die Sonne nicht oft in Erscheinung, sodass das Wetter spürbar abkühlt und die Temperaturen "nur noch" zwischen 15 und 20 Grad Celsius schwanken.

Peru - die beste Reisezeit für eine Reise in den Dschungel

Die beste Reisezeit, um Perus tropischen Regenwald im Amazonas zu entdecken, liegt zwischen Mai und September. Das ist die Zeit des peruanischen Winters. Es handelt sich um die trockenste Zeit des Jahres im Amazonas. Es gibt nur noch wenige Regenschauer, sodass die Flusspegel deutlich sinken.

In den Monaten zwischen Dezember und April setzt die Regenzeit ein und es kommt im Amazonas zur regenreichsten Jahreszeit - zur Regenzeit. Die kräftigen Regenfälle sorgen nämlich dafür, dass die Flüsse ihren Höchststand erreichen. Nichtsdestotrotz kann man nicht sagen, dass die peruanische Sommerzeit schlechter sei. Schließlich wird durch den Regen die Natur üppiger und grüner und fasziniert umso mehr. Der Nachteil ist auf Wanderungen und Trekking-Touren durch den Dschungel Perus, dass die begangenen Pfade durch Matsch und Überflutungen schwer zugänglich werden können. Auch die vermehrt vorkommenden Moskitos können einem das Leben schon mal schwer machen.

Anmerkung: Der Amazonas-Regenwald hält Dschungel-Abenteurern das ganze Jahr über eine hohe Luftfeuchtigkeit bei Temperaturen um die 30 Grad bereit. Dadurch können bei einer Tour durch den Regenwald Perus bei manchen Besuchern auch Kreislaufbeschwerden auftreten.

Peru - die beste Reisezeit für eine Reise ins Anden-Hochland

Im Bergland der Anden beginnt die Trockenzeit im Mai und zieht sich bis zum September hin. In dieser Jahreszeit herrscht der peruanische Winter, sprich die Trockenzeit in Perus Anden. Zugegeben, das mag angesichts der zahlreichen Highlights vielleicht eine sehr kurze Reisezeit sein - dennoch wird für jeden Peru-Reisenden das Richtige dabei sein. Bei schönem Sonnenschein lässt sich auf den eindrucksvollen Routen das Land der Inka entdecken. So gehören auf einer Peru-Rundreise ohne Zweifel die ehemalige Inka-Hauptstadt Cusco dazu. Sie begeistert Besucher mit einer spannenden Geschichte und lockt zugleich mit kolonialem Charme. Einen Spaziergang beginnt man am besten im kulturellen Zentrum von Cusco - dem "Plaza de Armas". Hier stehen nicht nur die Überreste der alten Inka wie der Sonnentempel "Coricancha" oder die "Callejón de Siete Culebras", die "Gasse der sieben Schlangen" im Fokus. Auch das spanisch-koloniale Erbe wie die Kathedrale con Cusco oder die Kirche "La Compania de Jesús" oder die Klosterkirche "La Merced" gehören zu den Highlights.

Von Cusco lassen sich wunderbar Ausflüge ins Heilige Tal der Inka oder zu den legendären Inka-Ruinen von Machu Picchu unternehmen. Gerade in der Trockenzeit bieten sich hierzu wunderbare Wander- und Trekking-Touren auf den verschiedenen Inka Trails an, u.a. der Inka Trail, Salkantay Trail der Lares Trail. Gerade für solche Wanderungen auf den ursprünglichen Pfaden der Inkas erweist sich das Wetter in der Region um Cusco als ideal. Schließlich liegen die Temperaturen gleichbleibend bei 20 Grad Celsius. Aufgrund der Höhenlage in Cusco kann es in der Nacht aber auch recht kalt werden. Also bitte nicht den Pullover vergessen!

In der Regenzeit, also von Oktober bis April, müssen sich Reisende auf kräftige Regengüsse einstellen. Das Wandern um Cusco oder auf den verschiedenen Inka Trails nach Machu Picchu kann dann schon zu einer Herausforderung werden. Dies bedeutet, dass in der Regenzeit Überschwemmungen und Erdrutsche die Folge sind. Auch Arequipa und die Region um den Titicaca-See werden in dieser Zeit oft von starken Regenfällen heimgesucht.

Welche Peru-Reisezeit ist optimal für den Besuch von Machu Picchu?

Die alten sagenumwobenen Inka-Ruinen von Machu Piicchu gehören zu den beliebtesten Reisezielen in Peru. Immerhin errichteten die damaligen Inka-Herrscher die Stadt zwischen zweier Berggipfel steil in den Berghang hinein. Bis zum heutigen Tage gibt Machu Picchu der Welt Rätsel auf. Wie konnten die massiven Steinblöcke so hoch in die Anden gebracht werden, ohne die Hilfe von Rädern, Ochsen oder Wagen in Anspruch genommen zu haben? Gleichwohl fragt man sich, wie es möglich war, die Steinblöcke so präzise aufeinanderzusetzen, dass nicht einmal ein Grashalm dazwischen passt. Interessant ist ebenfalls die Frage, warum ihre Erbauer die Inka-Ruinenstadt Machu Picchu bereits nach 100 Jahren wieder ausgegeben worden war. Eines ist allerdings gewiss: Machu Picchu gehört zu den Must-Sees auf einer Peru-Reise.

Die beste Reisezeit für Machu Picchu ist die peruanische Trockenzeit, wenn das Wetter in den Anden weitgehend freundlich und trocken ist. Dafür eignen sich die Monate von April bis Ende September. Die Temperaturen sind in dieser Zeit recht konstant und liegen um die 20 Grad Celsius. Letztendlich entscheidet aber die Sonne, wie das Klima auf dieser Höhenlage wird. So kann es an manchen Tagen vorkommen, dass es empfindlich kalt ausfällt.

Die Regenzeit am Machu Picchu setzt gewöhnlich im Oktober ein und zieht sich bis in den März hinein. In dieser Zeit ist das Klima feucht und warm und die Temperaturen bewegen sich gleichmäßig um die 20 Grad Celsius. Angesichts der starken Regenfälle, die in der Regenzeit auftreten, kommt es häufig vor, dass Pfade und Wege hin zur Inka-Stadt unpassierbar werden. Vom Klima her erweisen sich die Monate Januar und Februar als die "schlechteste" Reisezeit, um Machu Picchu zu besuchen.

Was ist die beste Reisezeit für Trekkingurlaub in Peru?

Es gibt wohl kein anderes Land in Südamerika, dass eine solche Vielfalt an unterschiedlichen Naturlandschaften besitzt wie Peru. Um tiefer in die Vielfältigkeit der Andenrepublik einzutauchen, bieten sich Wander- und Trekking-Touren an. Dabei entdecken Peru-Urlauber schwindelerregende Berghänge in den Anden, türkisfarbene Lagunen im Nationalpark Huascarán und erleben eindrucksvolle Regenwald-Wanderungen durch den Amazonas. Zudem lassen sich in Peru auch Wanderungen zu den majestätischen Kondoren im Colca Canyon oder Beobachtungen der reichen Tierwelt an der Pazifik-Küste unternehmen. Mit anderen Worten: Peru ist ein ideales Reiseziel für Trekking und Wandern.

Die beste Reisezeit für Trekkingreisen richtet sich wie jede andere Peru-Rundreise in der Regel nach der Region, die man gerne besuchen möchte. Für Wanderungen und Trekking-Touren im Süden von Peru ist wohl der peruanische Winter ideal, also die Trockenzeit. Das Klima ist angenehm warm. Nur in der Nacht können die Temperaturen je nach Höhenlage deutlich absinken. Wer sich für eine Tour durch den peruanischen Regenwald im Amazonasgebiet entscheidet, der kann die üppige Vegetation und bunte Tierwelt im Grunde genommen das ganze Jahr über bereisen. Allerdings erweist sich peruanische Winter auch hier als die beste Reisezeit.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Peru.

Ein Trekking-Urlaub entlang der Küste Perus oder im Norden des Landes sollte hingegen im peruanischen Sommer unternommen werden. Das Wetter in den Monaten von Oktober bis Mai ist ideal für Wanderungen und Trekking-Touren, u.a. zu den Nasca-Linien oder zu den prä-kolumbianischen Kulturen in Chiclayo oder Trujillo. Denn die Temperaturen in diesen Monaten sind angenehm warm, und es fällt kaum Niederschlag.

Hier geht es zur Infostrecke: 10 Tipps zur besten Reisezeit für Peru und Machu Picchu

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