Reisetipps für Peru: Was Urlauber wissen sollten

Abenteuer in Südamerika : Reisetipps für Peru: Was Urlauber wissen sollten

Nach Brasilien und Argentinien ist Peru das drittgrößte Land in Südamerika. Bei einer Tour durch die Andenrepublik können die richtigen Reiseinformationen dabei helfen, besser in Peru, aber auch schon bei der Reiseplanung zurechtzukommen.

Wer nach Peru reist, den erwartet ein bunter Mix aus grandiosen Landschaften, einzigartigen Zeugnissen längst vergangener Kulturen, pulsierenden Metropolen und herzlichen Menschen. Das drittgrößte Land in Südamerika ist so vielfältig, dass es schier unmöglich ist, auf einer Reise durch Peru alles zu erfassen. Damit Reisende trotzdem einen guten Einblick in das alltägliche Leben, die Kultur und die Natur erhalten, geben wir Südamerika-Fans hier wertvolle und praktische Reisetipps an die Hand.

Lima: Dreh- und Angelpunkt für Rundreisen

Das Tor zum Reich der Inkas ist die an der Pazifikküste gelegene Millionen-Metropole Lima. Oftmals wird sie von Peru-Reisenden außen vor gelassen, obwohl die Hauptstadt des Landes so viele Highlights zu bieten hat. Allen voran die historisch spannende Altstadt, die seit 1991 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Hier kann man mehrere Tage zahlreiche Kirchen, Klöster und Paläste aus der spanischen Kolonialzeit besichtigen. Unter anderem die Kathedrale, das Kloster San Francisco mit den Katakomben und den Regierungspalast "Palacio de Gobierno". Natürlich gibt es in Lima auch viele Museen, in denen das kulturelle Erbe des Landes näher in Augenschein genommen werden kann. Ein guter Tipp für den Aufenthalt in Lima ist der Besuch des Museo Nacionale de Arqueología e Historia del Perú.

Weitere sehenswerte Museen in Lima im Überblick:

Im Kontrast zur historischen Altstadt präsentiert sich Lima seinen Besuchern auch als moderne, attraktive und lebensfrohe Stadt. Unbedingt zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang die beliebten Stadtviertel Miraflores, Barranco und San Isidro, die einer traumhaft schönen Postkartenidylle gleichkommen. Quasi ein Logenplatz der Sinne, wenn man bedenkt, dass diese Gegenden direkt an der Pazifikküste liegen.

Barranco

Im Künstlerviertel Barranco geht es bunt und lebhaft zu. Einerseits taucht immer wieder die verblassende Pracht der spanischen Kolonialbauten auf und andererseits wimmelt es an den Hausfassaden nur so von verschiedenen Street Art-Werken. Aber auch Straßenkünstler gehören zum Stadtbild dazu. Es gibt viele Gründe, warum man sich in dieses Viertel verlieben kann. Einer dieser Gründe ist sicherlich die allgegenwärtige Kunst, sei es in Künstlergalerien, Boutiquen oder Museen. Ein anderer Grund ist die Vielfalt an gemütlichen Cafés, eleganten Restaurants und coolen Bars. Wer auf seinen ersten Tag in Lima mit einem Pisco Sour mit Kokablättern, ein südamerikanischer Klassiker, anstoßen möchte, sollte abends einen Abstecher in die Ayahuasca-Bar machen. Ruhig und entspannt geht es auf der Strandpromenade zu. Hier lässt sich wunderbar spazieren gehen, stets mit dem Blick auf den Pazifischen Ozean.

Miraflores

Dass sich Lima schnell verändert, erkennen Reisende an der faszinierenden Architektur im Stadtviertel Miraflores. Hochhäuser mit prächtigen Glasfassaden erheben sich an der Steilküste Perus, in denen sich weitgehend die wohlhabende Bevölkerung niederlassen. Inmitten der modernen Wohnblocks gibt es Hotels, Restaurants und Boutiquen. Ein beliebtes Ziel ist auch die Shopping-Mall Larcomar. Besucher stoßen hier auf eindrucksvolle Geschäfte, Restaurants, Cafés und Clubs, aber auch auf mehrere Kinos, Theater und Bowlingbahnen. Die in die Klippen gebaute Mall verfügt über eine weitläufige Terrasse mit herrlichem Blick aufs Meer. Wie beliebt das Larcomar ist, zeigt allein die Zahl der Besucher, die monatlich hierherkommen. So zählt die Shopping-Mall gut eine halbe Million Besucher im Monat.

Reise-Tipp: Wer den Drang nach einem Abenteuer verspürt, hat in Miraflores die Möglichkeit, mit einem Paraglider ein paar Runden über die Dächer Limas zu drehen.

San Isidro

In Limas modisch-elegantem Stadtviertel San Isidro fühlen sich Peru-Reisende wie in einer grünen Oase. Vor allem Ruhesuchende kommen gerne in das "Gartenviertel von Lima", insbesondere in den seit dem 16. Jahrhundert bestehenden Olivenhain. Unser Tipp: Der Park ist ein Paradies für alle Vogelliebhaber.

In jüngster Zeit hat sich San Isidro aber auch zum wichtigen Finanzdistrikt des Landes entwickelt - viele Banken und Unternehmen haben ihre Firmensitze hierhin verlegt. Dennoch hat es San Isidro geschafft, die Vergangenheit an die Moderne zu binden. Gute Beispiele für diese Stadtentwicklung stellen die kolonialen Herrenhäuser aus dem 15. Jahrhundert rund um den Olivenhain "El Olivar" und die kulturellen Überreste aus der Zeit der Inka dar, wie die vollständig restaurierte Lehmziegel-Pyramide Huaca Huallamarca. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch das Museum der Huaca Huallamarca.

Die peruanische Stadt Lima zählt zu den spannendsten Städten in Südamerika. Doch zugleich wird sie von den meisten Reisenden unterschätzt und wird oftmals nur als Zwischenstopp genutzt. Anhand der erwähnten Tipps für einen Aufenthalt in der Landeshauptstadt von Peru, dürfte sich die Sichtweise allerdings ändern. Eines steht bereits fest: Lima hat Peru-Reisenden viel zu bieten.

Was muss man auf einer Reise durch Peru gesehen haben?

Sowohl der Norden als auch der Süden des Landes ist voll gepackt mit einzigartigen landschaftlichen und kulturellen Schätzen. Die Hauptrolle spielen bei vielen Kultur- und Natur-Reisenden die vielen imposanten Kulturdenkmäler aus der Zeit der Inka sowie zahlreiche Prunkbauten aus der spanischen Kolonialzeit. Nicht minder beeindruckend ist in Peru die grandiose Landschaft, die bunt, abwechslungsreich und überraschend sein kann. Und gleich, in welchen Teil des Landes die Reise gehen mag, jeder Tourist kehrt voller Staunen und Schwärmerei von seinen Ausflügen zurück.

Unsere Top 10 Reiseinformationen, die man auf einer Reise durch Peru gesehen haben muss:

Tipp 1: Machu Picchu - die Stadt über den Wolken
Ob die Inka-Ruinenstadt Machu Picchu als Tipp bezeichnet werden kann, das bleibt dahingestellt. Der Besuch der sagenumwobenen Inka-Stätte in den peruanischen Anden, auf einer Höhenlage von knapp 2400 Metern, gehört ohne Zweifel zu den absoluten Must-Sees auf einer Rundreise durch Peru. Schließlich gibt Machu Picchu einen tiefen Einblick in die weit entwickelte Baukunst der Inka und fasziniert zu gleich mit einem spektakulären Bergpanorama.

Tipp 2: Cusco - die ehemalige Hauptstadt der Inkas
Eine der schönsten Städte mit kolonialer Vergangenheit ist die ehemalige Hauptstadt der Inka: Cusco. Die historische Altstadt um die Plaza de Armas empfängt die Besucher mit einem pittoresken Stadtbild mit schmalen Gassen, alten Mauerresten der Inka und prächtigen Kolonialbauten. Besonders sehenswert sind die Kathedrale von Cusco, die Kirche La Compania de Jesús oder die Klosterkirche La Merced. Ein Hingucker sind aber auch die kulturellen Schätze der Inka, zu denen unter anderem der Sonnentempel Coricancha oder die Callejón de Siete Culebras, die "Gasse der sieben Schlangen" gehören. Und wer schon mal in Cusco ist, sollte auch die Calle Hatunrumiyoc besuchen, die Überreste des ehemaligen Palastes von Inca Roca.

Tipp 3: Reise zum Titicacasee

Auf einer Höhe von über 3800 Metern liegt zwischen schneebedeckten Berggipfeln der höchste schiffbare Bergsee der Welt - der Titicacasee. Er befindet sich im Südosten der Anden auf der Hochebene des Altiplano. Mit einer Fläche von 8300 Quadratkilometern ist das sogenannte "Andenmeer" dreizehnmal größer als der Bodensee. Der westliche Teil des Sees gehört zu Peru, der östliche zum Nachbarland Bolivien. Ein besonderes Kultur-Highlight ist eine Bootsfahrt zu den schwimmenden Inseln der Uros. Viele der Besucher unternehmen aber auch Boots-Touren zu den Inseln Isla del Sol, Isla de la Luna, Taquile, Suasi oder Amantani.

Tipp 4: Kuelap - die Felsenstadt der Nebelkrieger

Eine wenig besuchte, aber lohnenswerte archäologische Stätte ist die altperuanische Festungsstadt Kuelap. Sie ist eine der bedeutendsten Zeugnisse der Chachapoya-Kultur im Norden des peruanischen Bergnebelwalds. Auch wenn der Großteil der Zitadelle verwildert ist, lassen sich die Grundrisse der 450 alten Häuser gut ausmachen. Umgeben wird die Stadt von einer massiven 20 hohen Mauer. Tipp: Im Vergleich zur Inka-Stadt Machu Picchu ist Kuelap wenig touristisch.

Tipp 5: Arequipa - die weiße Stadt

Tief im Süden des Landes liegt die Kolonialstadt Arequipa, die oft auch als "weiße Stadt", "Perle des Südens" oder "Vulkanstadt" bezeichnet wird. Umgeben von einer majestätischen Bergkulisse wird das Stadtbild durch prachtvolle Paläste, Kirchen und Klöster aus weißem Tuffstein geprägt, allen voran die Kathedrale. Besonders reizvoll ist das Kolonialviertel San Lázaro mit seinen engen kopfsteingepflasterten Gassen, stillen Innenhöfen und bunten Gärten.

Tipp 6: Colca Canyon - das Tal der Kondore

Wer eine Rundreise durch Peru plant, denkt gewöhnlich nicht an eine Wanderung oder Trekking-Tour durch den Colca Canyon. Vielmehr stehen die touristischen Hotspots klar im Fokus. Dennoch sollte die zweittiefste Schlucht der Welt nicht unerwähnt bleiben, lassen sich hier neben einer reizvollen Berglandschaft auch anmutige Andenkondore beobachten. Mit ein wenig Glück lassen sie sich in unmittelbarer Nähe nieder und zeigen ihre wahre Größe.

Tipp 7: Der tropische Regenwald im Amazonas

Im Osten Perus erwarten Besucher ein Dschungelabenteuer und Natur pur. Die meisten von ihnen reisen dazu nach Iquitos oder Puerto Maldonado, um von dort mehrtägige Ausflüge in den dichten Dschungel zu unternehmen. Trotz des hin und wieder einsetzenden Platzregens, der hohen Luftfeuchtigkeit und der fiesen Moskitostiche, haben Besucher viel Spaß im tropischen Regenwald von Peru. Die beste Reisezeit für einen Dschungeltrip ist der Zeitraum zwischen Mai und Oktober.

Tipp 8: Die Oase Huacachina - Erholung in der Wüste

Die Oase Huacachina befindet sich im Süden Perus in der Nähe der peruanischen Stadt Ica. Umgeben wird diese "Perle der Wüste" von bis zu 100 Meter hohen Sanddünen. Während Bäume und Büsche ausreichend Schatten spenden, sorgt das Wasser der Oase für eine erfrischende Abkühlung. Tipp: Peru-Reisende sollten sich nicht den Sonnenuntergang entgehen lassen, am besten von einer der hohen Dünen aus.

Tipp 9: Die geheimnisvollen Nazca-Linien

In der Nähe der Stadt Nazca befinden sich inmitten der Nazca-Wüste die geheimnisvollen Nazca-Linien. Im Schatten der peruanischen Anden wurden hier vor mehr als 2000 Jahren geometrische Figuren und Linien angelegt, die einheimischen Tieren und Pflanzen ähneln. Das Ausmaß dieser gewaltigen Scharrbilder lässt sich am besten aus der Luft erfassen. Zu welchem Zweck die Nazca-Linien einst angelegt wurden, bleibt bis zum heutigen Tage weitgehend ein Rätsel.

Tipp 10: Chiclayo

Wer noch tiefer in die Kultur Perus eintauchen möchte, sollte unbedingt die im Norden Perus liegende Stadt Chiclayo besuchen. Dort bewegen sich Reisende auf den Spuren der Mochica- und Lamayeque-Kultur. Lohnenswerte Ausflüge sind beispielsweise Touren zur Begräbnisstätte von Huaca Rajada, zur archäologischen Stätte von Batan Grande, zum Grab des "Herrn von Sipan" oder ins Tal der Pyramiden von Túcume.

Welche Peru-Reisetipps sollten Backpacker kennen?

Für Backpacker ist das Land Peru regelrecht ein Paradies auf Erden. So lassen sich die grandiose Landschaft und faszinierende Kultur wunderbar auf eigene Faust und mit dem Rucksack auf dem Rücken erkunden. Wie wäre es denn mit der Besteigung des höchsten Berges Perus, den Nevado Huascarán mit seinen 6768 Metern? Oder einem Besuch des höchstgelegenen Bergsee der Welt, den Titicacasee, oder der tiefsten Schlucht der Erde, den Colca Canyon? Ebenso interessant dürften für Backpacker die geheimnisvollen Spuren des Inkareiches, die gut erhaltene koloniale Architektur und das artenreiche Amazonasgebiet sein.

Wer allerdings als Backpacker eine Reise nach Peru unternimmt, sollte sich angesichts der Fülle an Sehenswürdigkeiten viel Zeit nehmen und nicht einfach nur seine Reise-Liste abhaken. Empfehlenswert ist daher, dass man sich für einen groben Streckenplan beziehungsweise für eine gewisse Reise-Route entscheidet. Dass auf einer Backpacker-Reise durch Peru auf leichtes Gepäck geachtet werden sollte, ist wohl selbstverständlich. Schließlich müssen von einem Ort zum nächsten ziemlich viele Höhenmeter zurückgelegt werden - und manchmal kann dabei die Luft ziemlich dünn werden.

In den Städten Perus sowie in den touristischen Hochburgen des Landes kommt man als Backpacker ganz gut mit Kenntnissen der englischen Sprache weiter. Allerdings, wer abseits der Touristenpfade unterwegs ist, sollte sich einen gewissen Grundstock an Worten in Spanisch zulegen. Somit ist die Sprachbarriere erst einmal überwunden und dem Austausch mit den Einheimischen steht nichts mehr im Wege, wie etwa, wenn es ums Essen und Trinken oder um die Unterkunft geht.

Was die täglichen Kosten anbelangt, so müssen Backpacker ungefähr 50 Euro pro Tag einplanen. Damit sind Getränke, Trinkgelder, persönliche Einkäufe, Souvenirs und fakultative Ausflüge gedeckt. So kostet beispielsweise eine Mahlzeit in einem günstigen Restaurant umgerechnet um die 3 Euro, ein kühles Cerveza (Bierchen) 0,60 Euro, eine einfache Taxifahrt (5 bis 10 Minuten) zwischen 1,50 und 3 Euro. Unterkünfte je nach Kategorie und Touren können indes deutlich das Reisebudget schröpfen. So liegen die Eintrittspreise für Perus-Highlight Machu Picchu zwischen 40 Euro und 50 Euro pro Person und die Tickets für eine Zugfahrt von Cusco dorthin bei ca. 70 Euro.

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