Reisen nach Peru: Was Südamerika-Fans in Peru erwartet

Südamerika entdecken : Reisen nach Peru - Willkommen im Land der Inka

Auf einer Rundreise durch Peru lernen Südamerika-Fans die kulturellen und landschaftlichen Highlights der Andenrepublik kennen. Lesen Sie, warum sich eine Reise nach Peru lohnt.

Peru ist aus vielen Gründen einzigartig. Wegen den mystischen Inka-Ruinen, charmanten Kolonialstädten und den eindrucksvollen Naturschönheiten. Einmalig ist das Land im Herzen Südamerikas aber auch wegen der rührenden Herzlichkeit der Bewohner und der malerischen Urwälder im Amazonas-Gebiet.

Die meisten Peru-Rundreisen starten vom internationalen Flughafen "Aeropuerto Internatcional Jorge Chávez" in Lima. Doch bevor das große Südamerika-Abenteuer beginnt, sollten Reisende zunächst ein paar Tage in der peruanischen Hauptstadt verweilen. Gegründet wurde sie im Jahr 1535 von dem spanischen Eroberer Francisco Pizarro. Er nannte sie "Die Stadt der Könige". Besonders sehenswert ist die Altstadt von Lima, die seit 1991 zum Weltkulturerbe gehört. Dreh- und Angelpunkt der Stadt ist der Plaza Major, der von der imposanten Kathedrale von Lima, dem prächtigen Erzbischofs- und Regierungspalast umgeben ist. Liebevoll restaurierte Bauten aus der Kolonialzeit runden das Stadtbild der Altstadt ab.

Lima, die Stadt der Könige

Nach dem Besuch der historischen Altstadt von Lima sollten Peru-Reisende die wohl beliebtesten Stadtviertel der peruanischen Hauptstadt besuchen - Miraflores und Barranco. Das geht am besten mit einem Taxi. Nach nur wenigen Minuten ist man auch schon in einem der beiden wunderschönen und sicheren Stadtteile Limas angekommen. So strotzt das Künstlerviertel Barranco mit sehenswerten alten Häusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert. In den Parkanlagen und auf den Plätzen stehen viele imposante Skulpturen und an den Hausfassaden haben sich Künstler mit bunten Gemälden verewigt. Die Straßenmusiker spielen in den Fußgängerzonen, während Kunsthandwerker zu günstigen Preisen Schmuck, Schuhe und Souvenirs verkaufen. Wer zum ersten Mal im Stadtviertel Barranco ist, sollte unbedingt die Seufzerbrücke Puente de los Suspiros besuchen. Dem Glauben nach soll man hier den Atem kurz anhalten und sich etwas wünschen.

In Barranco geht es besonders bunt zu. Das bezieht nicht nur auf das Straßenbild, sondern auch auf die kulturelle Vielfalt dieses Viertels. Inmitten der Gassen gibt es vielfältige und gute Restaurants, in denen die Besucher die peruanische Küche genießen können. Zudem wartet Barranco mit zahlreichen Kunstgalerien, großen Museen einer Vielzahl an kleineren Ateliers von Künstlern auf. Auch die schöne lange Strandpromenade sticht heraus und lädt zum Flanieren und Fotografieren ein - besonders zum Sonnenuntergang.

Direkt neben Barranco knüpft Limas Stadtviertel Miraflores an, das bei den Einheimischen sowie Südamerika-Reisenden ebenfalls eine große Beliebtheit erfährt. Es ist geprägt von vielen neuen Restaurants, beliebten Hotels und einladenden Geschäften. Darüber hinaus beeindrucken Villen und Hochhäuser mit imposanter Architektur. Wer einen idyllischen Ort zum Relaxen sucht, sollte die Strandpromenaden Malecon de la reserva und Malecon armendariz aufsuchen. Von dort haben Reisende einen fantastischen Blick auf den Pazifik.

Sowohl Barranco als auch Miraflores gelten in Lima als die besseren und sicheren Stadtteile der peruanischen Hauptstadt. Dennoch sollte die Möglichkeit, Opfer von Diebstählen oder Belästigungen zu werden, nicht außer Acht gelassen werden. Schließlich erweist sich Lima als ein Ort der sehr Armen und sehr Reichen.

Warum lohnen sich Reisen nach Peru?

Peru ist ein Land der Superlative und zwar von den schneebedeckten Gipfeln der Anden über eindrucksvollen Küstenwüsten bis zu den dichten Regenwäldern im Amazonas-Gebiet. Doch die Republik Peru lockt nicht nur mit unvorstellbar vielen Naturwundern, sondern auch mit einem faszinierenden Erbe der Kolonialzeit und der Inka. Viele gute Gründe, um sich auf den Weg nach Südamerika zu machen. Hier sind drei:

Grund Nummer 1: Machu Picchu

Als wichtige Drehscheibe für ganz Peru fungiert die peruanische Hauptstadt Lima. Von hier aus lässt sich das Land per Flugzeug, Bus oder Boot in alle Himmelsrichtungen erkunden. Aber wohin die Rundreise auch führen mag, Urlauber sollten Geduld mitbringen - manchmal sogar viel Geduld. Das gilt vor allem für die legendäre Inka-Ruinenstadt Machu Picchu. Mehrere Tausende Touristen fallen täglich in die geheimnisvolle Inkastadt ein, um die architektonische Überreste der längst untergegangenen Hochkultur hautnah zu erleben. Mit gutem Grund: Verborgen auf 2400 Metern Höhe über dem Urubamba-Tal und im Dunst der Nebelwolken birgt die Stadt etwas Geheimnisvolles.

Machu Picchu ist faszinierend - keine Frage. Schließlich gilt Machu Picchu als bautechnisches Meisterwerk seiner Zeit. Hier schmiegen sich schmale Terrassenfelder harmonisch in die Gegebenheiten der Bergwelt. Die steinernen Bauten mit ihren trapezförmigen Türen, Fenstern und Nischen werden durch ein Treppenlabyrinth miteinander verbunden. Die fugenlos zusammengefügten Steinmauern liegen so perfekt aufeinander, dass nicht einmal ein Grashalm dazwischen passt. Ein durchdachtes Bewässerungssystem verteilt das Wasser in alle Richtungen. Mit anderen Worten ausgedrückt: Machu Picchu beruht auf eine architektonische Meisterleistung. Denn man weiß heute noch immer nicht, wie die Inkas eine solche Stadt überhaupt erbauen konnten - ohne Pferde, Ochsen, Rad oder Wagen.

Die Ruinenstadt Machu Picchu wurde im 15. Jahrhundert gebaut und gibt noch immer Rätsel auf. Foto: Shutterstock.com / Anton_Ivanov

Doch Machu Picchu gibt der Welt noch weitere Rätsel auf: Warum haben die Inkas schon nach 100 Jahren nach dem Bau wieder verlassen, wohl wissend, dass die einfallenden Conquisdatoren die Stadt in den Wolken übersehen haben? Zu welchem Zweck wurde Machu Picchu errichtet? Letzten Ende ist es wohl gerade diese Unwissenheit, die den besonderen Reiz von Machu Picchu ausmacht.

Grund Nummer 2: Cusco

Neben Machu Picchu, einem der unbestrittenen Höhepunkte auf einer Rundreise durch Peru, erweist sich auch Cusco als ein Touristenmagnet. Die ehemalige Hauptstadt des Inkareiches bietet Besuchern ein pittoreskes Stadtbild. So gehören zu den architektonischen Perlen der Stadt Bauwerke wie die Kathedrale von Cusco, die Kirche La Compania de Jesús oder die Klosterkirche La Merced. Mindestens genauso beeindruckend sind in Cusco die Zeugnisse der Inka-Kultur wie der Sonnentempel Coricancha oder die Callejón de Siete Culebras, die "Gasse der sieben Schlangen". Besonders sehenswert ist die Calle Hatunrumiyoc, in der noch Mauerreste des ehemaligen Palastes von Inca Roca zu finden sind. Auch ein Besuch in den Museen von Cusco lohnt sich. Dort werden die Fundstücke aus Machu Picchu und andere Überbleibsel des Inka-Reiches ausgestellt. Wer noch mehr über die Inka-Kultur rund um Cusco in Erfahrung bringen möchte, der sollte einen kurzen Abstecher in die Inka-Festung Sacsayhuaman unternehmen, die nur drei Kilometer vor den Toren von Cusco liegt.

Grund Nummer 3: Arequipa

Im Süden von Peru liegt auf 2300 Metern Höhe die "Weiße Stadt" Arequipa am Rio Chili. Umgeben wird die zweitgrößte Stadt Perus (nach Lima) von den drei Vulkanen Misti, Chachani und Picchu Picchu, die zusammen eine einzigartige Szenerie darstellen. Dass in dieser Region öfters einmal die Erde bebt, mag daher weniger verwunderlich sein. Entsprechend hat Arequipa im Laufe der Zeit viele Wiedergeburten erlebt. Das letzte große Erdbeben ereignete sich im Jahr 2001, bei dem die Stadt durch die heftigen Erdstöße großen Schaden genommen hat. Trotz allem gehört sie zu den schönsten Kolonialstädten Südamerikas.

Für viele Touristen ist Arequipa ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für eine Reise zum Colca Canyon oder Titicaca-See. Auf einer Peru Rundreise sollte die Besichtigung von Arequipa daher nicht fehlen. Schließlich übt das gut erhaltene Kolonialviertel San Lázaro mit seinem engen, gepflasterten Gassen, idyllischen Innenhöfen und blumenreichen Gärten eine besondere Faszination aus. Gesehen haben muss man auch den wunderschönen Plaza del Armas, der von der aus dem 17. Jahrhundert stammenden Kathedrale dominiert wird. Wer Zeit und Muße aufbringen kann, sollte auch das Kloster Santa Catalina besuchen.

Weitere Höhepunkte auf einer Peru Reise sind beispielsweise der Titicaca-See (Peru/Bolivien), die Nazca-Linien, der Amazonas, Lima und der Badeort Máncora.

Wie lange können Touristen durch Peru reisen?

Im Prinzip ist die Einreise nach Peru wirklich unkompliziert, insbesondere wenn Touristen mit dem Flugzeug anreisen. Denn Bürger aus der Europäischen Union und der Schweiz können ihre Rundreise in der Andenrepublik ohne ein Visum antreten. Das setzt voraus, dass sie mit einem mindestens sechs Monate gültigen Reisepass nicht mehr als 90 Tage pro Halbjahr im Land bleiben. Um einzureisen, müssen EU-Touristen nur während des Hinfluges oder am Flughafen in Lima die Einreisekarte (Tarjeta Andina de Migración) ausfüllen. Wichtig ist, die Einreisekarte während der ganzen Rundreise durch Peru aufzubewahren. Denn spätestens bei der Ausreise muss sie wieder vorgelegt werden. Eine nachträgliche Verlängerung des Touristenvisums erfolgt über die peruanische Einwanderungsbehörde Migraciones. Wer hingegen einen längeren Aufenthalt in Peru plant, muss sich für seine Peru Reise entweder um ein Arbeitsvisum oder Studentenvisum kümmern.

Wo können Trekking-Fans auf Peru-Reisen wandern gehen?

Eine der beliebtesten Arten das Land der Inka zu erkunden, ist das Trekking. Am spektakulärsten und damit auch bekanntesten ist der Inka Trail nach Machu Picchu. Hierbei handelt es sich um eine mehrtägige Trekking-Tour. Sie führt durch das Hochland der Anden, hin zu abgelegenen Inka-Ruinen wie Winay Wayna oder Puyupatamarca und schließlich zur Inka-Stadt Machu Picchu. Ausgangsort für den Inka Trail ist entweder die Stadt Cusco oder Ollantaytambo im Süden Perus. Aufgrund seiner Beliebtheit ist der Pfad mit Menschengruppen samt Selfiesticks ziemlich überlaufen. Entsprechend haben die peruanischen Behörden die Besucherzahl auf dem Inka Trail auf 500 Genehmigungen pro Tag begrenzt.

Trekking-Fans können auf dem Inka-Trail ausgedehnte Wanderungen unternehmen. Foto: Shutterstock.com / ChunChang Wu

Wer auf der Suche nach einer Alternative zum Inka Trail ist, sollte sich entweder über den Vilcabamba Trail oder den Salkantay Trail informieren, die beide ebenfalls zum Machu Picchu hinauf führen.

Dass Peru das Mekka für Wander- und Trekking-Fans ist, ist kein Geheimnis mehr. Schließlich bietet das südamerikanische Land während der Reise atemberaubende Landschaften, eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt und reiche Kulturschätze längst vergangener Völker. Angesichts dieser schieren Vielfalt begeben sich viele Touristen auf eine Reise durch Peru. Natürlich gehören die verschieden Inka-Trails für Outdoor-Aktivisten zu den Must-do's. Allerdings gibt es während einer Rundreise durch Peru noch so viel mehr zu entdecken, wie der bemerkenswerte Colca Canyon, der tiefblaue Titicacasee oder die sagenumwobenen Nazca-Linien. Hierzu gehören auch Wander- und Trekking-Touren durch den tropischen Regenwald von Peru.

Was sollten Touristen bei Reisen nach Peru beachten?

Wer zum ersten Mal nach Peru reist, sollte sich bereits vor Antritt der Rundreise ausreichend informieren, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Welche Impfungen braucht man für eine Peru-Reise? Wie steht es mit der Sicherheit im Land aus? Wie kann man der Höhenkrankheit vorbeugen? Womit bezahlt man auf der Rundreise? Alle diese Fragen und noch viele mehr sollten beantwortet sein.

  1. Impfungen: Nach Angaben des Auswärtigen Amtes benötigen Touristen für die Peru-Reise keine Impfungen. Malaria- und Typhusprophylaxe sind jedoch empfehlenswert. Wer Ausflüge in den Regenwald von Peru plant, sollte an eine Gelbfieberprophylaxe denken. Dem entsprechend ist es empfehlenswert, dass rechtzeitig vor der Reise der Hausarzt konsultiert wird.
  2. Sicherheit: Bei der Reisen nach Peru ist es unabdingbar, sich über die Sicherheit im Land zu informieren. Dem Auswärtigen Amt zufolge kann es hin und wieder zu soziale Unruhen und Demonstrationen kommen, die sich auf die Reise auswirken können. Das bezieht sich auch auf die Regionen um Punto am Titicacasee und Cusco sowie Arequipa. Der eigenen Sicherheit halber sollten Demonstrationen sowie die Armenviertel in den Großstädten gemieden werden. Von nächtlichen Überlandfahrten mit dem Bus oder dem Mietwagen wird ebenfalls abgeraten. Wer sich für eine Fahrt mit dem Taxi entscheidet, sollte immer ein Taxi von offiziell zugelassenen Unternehmen nehmen.
  3. Höhenkrankheit: Nicht gerade wenige Sehenswürdigkeiten in Peru liegen weit über den Meeresspiegel. Das bedeutet, dass Reisende durch einen Sauerstoffmangel in Höhen jenseits der 2500 Meter die Höhenkrankheit bekommen könnten. Symptome einer solchen Erkrankung machen sich durch Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit bemerkbar. Lebensbedrohlich wird die Höhenkrankheit bei Atemnot, Herzrasen oder Bewusstlosigkeit. Zur Vorbereitung auf große Höhen sollten Reisende daher viel Flüssigkeit zu sich nehmen, sich langsam an die Höhe herantasten und ausreichend schlafen. Gegebenenfalls kann auch das Kauen von Koka-Blättern oder das Trinken von Koka-Tee gegen die Höhenkrankheit helfen.
  4. Zahlungsmittel: Die offizielle Landeswährung ist der Peruanische Sol (PEN). Die gängigen Kreditkarten werden in Peru ohne Weiteres akzeptiert, wenngleich nur wenige Bankautomaten zur Verfügung stehen. Mancherorts kann auch mit amerikanischem US-Dollar bezahlt werden.

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Was kosten Reisen nach Peru?

Die Frage nach den Reisekosten lässt sich nicht pauschal beantworten. Sicherlich gehören die Kosten für den Flug nach Südamerika wohl zu den größten Posten im Reisebudget. Auch die Unterkünfte können je nach Hotelkategorie deutlich zu Buche schlagen. Die Lebenshaltungskosten in Peru sind im Vergleich mit anderen lateinamerikanischen Ländern wie in Brasilien, Kolumbien oder Chile günstiger, aber teurer als in Bolivien und Paraguay. Letzten Endes kommt es bei einer Rundreise durch Peru darauf an, wie man reist, was man unternimmt und wie lange die Reise dauert.

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