Peru: Interessante Orte im Land der Inka

Anden-Sightseeing : Hier finden Sie interessante Orte in Peru

Die Andenrepublik Peru bietet einige interessante Orte, die Touristen bei der Reiseplanung unbedingt berücksichtigen sollten. Lassen Sie sich von den kulturellen und landschaftlichen Superlativen ins Staunen versetzen.

Wer noch nie in Südamerika war, sollte das Reiseziel Peru unbedingt auf seine Liste setzen. Das nach Brasilien und Argentinien drittgrößte Land auf dem amerikanischen Subkontinent bietet Reisenden eine immense Vielfalt an landschaftlichen und kulturellen Eindrücken, die auf immer und ewig in Erinnerung bleiben werden. Die beste Reisezeit, um diese besonderen Erlebnisse in vollen Zügen genießen zu können, ist die peruanische Winterzeit, also wenn in Europa Sommer herrscht.

Peru erstreckt sich entlang des Pazifischen Ozeans und grenzt an die südamerikanischen Länder Ecuador und Kolumbien im Norden, Brasilien und Bolivien im Osten und Chile im Süden. Mit einer geografischen Fläche von rund 1,3 Millionen Quadratkilometern ist die Andenrepublik dreimal so groß wie Deutschland. Die Einwohnerzahl von 32 Millionen Einwohnern entspricht dagegen nur einem Drittel der deutschen Bevölkerung. Wirft man einen Blick auf die Geografie des Landes, gliedert sich Peru von West nach Ost in drei landschaftlichen Regionen: die Küste (Costa), das Hochland der Anden (Sierra) und der Amazonas (Selva). Ganz gleich in welche Region die Urlauber reisen, Peru hat für jeden Reisetyp wahnsinnig viel zu bieten. Die unglaubliche Vielfalt erstreckt sich über traumhafte Sandstrände im Norden des Landes, über beeindruckende Kolonialstädte wie Lima, Cusco oder Arequipa bis hin zu malerische Landschaften, die auf der Welt ihresgleichen suchen. Darüber hinaus lässt sich mit beinahe jedem Schritt das reiche Erbe der Inka bestaunen. Bestes Beispiel ist die geheimnisvolle Inka-Ruinen-Stadt Machu Picchu. Kein Land in Südamerika trumpft mit dermaßen vielen landschaftlichen und kulturellen Highlights auf wie Peru.

Welche interessanten Orte in Lima sollten Peru-Urlauber kennen?

Gewöhnlich beginnen die meisten Rundreisen durch Peru in der Hauptstadt Lima; genauer gesagt am Jorge Chavez International Airport. Nach mehreren Stunden Flug in den Gliedern bietet es sich an, ein paar Tage in Lima zu verweilen. Leider wird die Landeshauptstadt jedoch aufgrund ihres schlechten Rufs, chaotisch, laut, schmutzig und gefährlich zu sein, von vielen Reisenden außer Acht gelassen. Doch die Stadt am Pazifischen Ozean sollte zum Pflichtprogramm auf einer Peru-Reise gehören. So erzählt die pittoreske Altstadt von Lima die koloniale Geschichte der "Stadt der Könige" - von der Gründung durch den spanischen Eroberer Francisco Pizarro im Jahr 1535 über die Unabhängigkeit des Landes bis hin zur Gegenwart. Besonders sehenswert sind rundum die Plaza de Armas die prächtigen und kulturhistorischen Gebäude aus der Kolonialzeit, unter anderem die Kathedrale von Lima, den Präsidentenpalast "Palacio de Gobierno" und den Palast des Erzbischofs "Palacio Arzobispal".

Wer von der prachtvollen Kolonialarchitektur erst einmal eine Pause braucht, sollte einen Abstecher ins bunte Künstler- und Ausgehviertel Barranco unternehmen. Dort wimmelt es überall von vielen farbenfrohen Street-Art-Werken an den Hausfassaden. Gleichwohl erhält man in den zahlreichen Kunstgalerien einen guten Einblick in eine äußerst spannende Kunstszene, die auch außerhalb Südamerikas einen guten Ruf genießt. Noch mehr Kunst gibt es in verschiedene Museen zusehen, unter anderem im Museum für zeitgenössische Kunst (MAC) und im MATE. Genussvoll geht es indes in den eindrucksvollen Cafés, Bars und Restaurants zu, die neben einer exzellenten Küche auch mit Charme und malerischer Schönheit überzeugen. Obwohl es auf der Seufzerbrücke sehr touristisch zugeht, darf sie auf einem Stadtbummel durch Limas Stadtviertel Barranco nicht fehlen.

Zu den Hotspots der Stadt Lima gehört auch der Stadtteil Miraflores, das mit stilvollen Restaurants, bunten Boutiquen, lebendigen Clubs und einzigartigen Bars lockt. Touristische Sehenswürdigkeit gibt es in Miraflores kaum zu besichtigen - lediglich die im Nordwesten gelegene Lehmziegelpyramide Huaca Pucllana. Stattdessen sind die Strandpromenade sowie die Kiesstrände erwähnenswert, die zum Spazieren und zur Erholung einladen.

Im Nordosten an das Stadtviertel Miraflores anschließend befindet sich San Isidro. Es ist ein eher ruhiges Stadtviertel mit zahlreichen Grünflächen und imposanten Herrenhäusern. Wen es hierhin verschlägt, der sollte unbedingt den 1560 bestehende Olivenhain mit seinen jahrhundertealten Bäumen besuchen. Übrigens: Inmitten dieser stillen Oase von Lima lässt sich eine Reihe an Vögeln, darunter Falken, Kolibris, Wildtauben und Papageien beobachten.

Warum bietet Cusco Peru-Urlaubern so viele interessante Orte?

Cusco ist eine der ältesten noch bestehenden Städte der Welt. Bereits rund 1000 vor Christus wurde die Region rundum Cusco vom Volk der Marcavalle besiedelt. Erst am Ende des 12. Jahrhunderts ließen sich die Inkas in diesem Gebiet nieder und gründeten auf Geheiß des ersten Inka Manco Cápac die Stadt "Qusqu". Das bedeutet in der Ketschua-Sprache so viel wie "Nabel der Welt". Die Stadt Cusco blühte auf und erwuchs zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert zum Machtzentrum des Inka-Reiches. Nachdem der spanische Konquistador Francisco Pizarro im Jahr 1533 die Inka-Hauptstadt Cusco erobert hatte, wurden zahlreiche Inkabauten zerstört. Auf deren Trümmer ließ Pizarro eine Kolonialstadt errichten. Seitdem stehen die Zeugnisse der Inka-Kultur im Kontrast zur spanischen Kolonialarchitektur.

Wer als Peru-Reisender in die Stadt Cusco reist, sollte sich Zeit nehmen. Denn die ganze Magie des einst mächtigen Inkareiches lässt sich nur in aller Ruhe erleben. Hier stoßen Besucher auf die Überreste des Sonnentempels "Coricancha", die Gasse mit den Schlangenköpfen "Callejón de Siete Culebras" und die Inka-Festung Sacsayhuaman. Genauso beeindruckend sind die Bauwerke der Spanier, die auf den Mauerresten aus der Inka-Zeit errichtet wurden, wie etwa die Iglesia de la Compania de Jesus. Die Kirche der Jesuiten befindet sich am Plaza de Armas und steht auf den Fundamenten des Inka-Tempels Huayna Cápac. Im Zentrum des Platzes befindet sich eine Wasserfontäne mit dem Abbild des Inka-König Pachacutec. Weitere Zeugnisse der spanischen Kolonialherrschaft sind die imposante Kathedrale von Cusco, das Kloster Santo Domingo, die Klosterkirche La Merced und die Kirche von San Blas.

Laut und lebendig geht es auf dem quirligen San Pedro Markt in Cusco. Der Besuch ist ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Denn wer den Markt besucht, trifft auf ein buntes Treiben, das von traditioneller Musik untermalt und farbenfrohen Gewändern untermalt wird. Überall wird gefeilscht, geprüft und gekauft. Neben dem bunten Allerlei an Waren ist der San Pedro Markt auch in kulinarischer Hinsicht ein ganz besonderer Ort. An den Ständen gibt es Wurzelgemüse mit getrocknetem Lammfleisch, Ceviche aus Bachforellen, Hühnersuppe, Schokolade mit Coca-Geschmack und Fruchtsäfte aus Mangos, Papayas, Lucuma oder Chirimoya.

Extra-Tipp: Von Cusco aus führen verschiedene Wander-Touren zum Heiligen Tal oder Titicacasee. Trekking-Fans können auf den alten Inka-Pfaden wandern, darunter ist auch der berühmte Inka Trail nach Machu Picchu.

Welche Touren durch Peru bieten interessante Orte?

Touren nach Machu PicchuFür die meisten der Peru-Reisenden ist der Besuch der Inka-Ruinen-Stadt Machu Picchu ein Muss. Da die "Heilige Stadt der Inkas" versteckt im Nebelwald liegt, bietet sich in der Regel eine Zugfahrt von Cusco via Heiliges Tal nach Machu Picchu an. Alternativ lässt sich die Inka-Stätte auch auf dem Inka-Trail erreichen. Eine solche Tour erstreckt sich über mehrere Tage und endet am letzten Tag mit der Durchquerung des Sonnentors Inti Punku Machu Picchu. Eine gute Alternative zum oftmals von Touristen überlaufenen Inka-Trail stellen der Lares Trail und der Salkantay Trail dar. Letzterer gilt allerdings als äußerst anstrengend und sollte nur von trittsicheren Wanderern mit guter Kondition begangen werden.

Ausflüge ins Heilige Tal

Wer auf dem Weg nach Machu Picchu ist, muss unweigerlich durch das Heilige Tal der Inka. Hier befinden sich mit Pisac und Ollantaytambo weitere Inka-Städte, die im Gegensatz zu Machu Picchu von den spanischen Konquistadoren erobert und geplündert wurden. Nicht minder lohnt sich ein Besuch der gut erhaltenen Relikte aus der Zeit der Inka.

Bootsfahrt auf dem Titicaca-See von Puno aus

Ein weiterer interessanter Ort ist der auf 3800 Metern hoch gelegene Titicacasee an der Grenze zu Bolivien. Nach Machu Picchu gehört der höchstgelegene See der Welt wohl zur zweitwichtigsten Sehenswürdigkeit in Peru. Ausgangsort für die Reise zum Titicacasee ist die peruanische Stadt Puno mit ihrer imposanten Kathedrale und ihrem "Balkon des Herzogs" ("Balcón del Conde de Lemus"). Besonders sehenswert sind die schwimmenden Inseln der Urus inmitten des Titicacasees.

Nasca-Linien aus der Vogelperspektive

Um die geometrischen Figuren und Abbildungen von Pflanzen und Tieren in ihrem ganzen Ausmaß genießen zu können, müssen Peru-Reisende ins Flugzeug steigen. Warum die geheimnisvollen Scharrbilder in der peruanischen Wüste bei Nasca und Palpa angelegt wurden, ist bis heute wissenschaftlich noch nicht endgültig geklärt. Reisende, die die 1500 Nasca-Linien im Süden Perus sehen möchten, starten am Maria Reiche Airport in der Nähe der Stadt Nasca.

Chachapoyas - Besuch bei den Wolkenmenschen

Im Norden Perus treffen Reisende auf die Spuren der Nebelkrieger, genauer gesagt rund um Chachapoyas am Amazonas. Die kleine Stadt wurde im 16. Jahrhundert von den Spaniern gegründet und diente später als Ausgangsort für die Erschließung des Amazonas mit seinen Quell- und Nebenflüssen. Chachapoyas selbst liegt in einer abgelegenen Bergregion und ist definitiv ein lohnenswertes Reiseziel. Denn von hier aus können Reisende jede Menge Ausflüge unternehmen, wie etwa nach Kuelap, die Zitadelle der Chachapoya-Wolkenkrieger, oder zu den Sarkophagen von Karajia im Utcubamba-Tal oder zu den Mausoleen von Revash.

Wo befinden sich interessante Orte der Inka?

Das Interesse der Touristen an den archäologischen Überresten der Inkas ist bis zum heutigen Tage ungebrochen. Dieser Umstand lässt sich am Beispiel von Machu Picchu verdeutlichen. Mehrere Millionen Touristen lockt die "Stadt in den Wolken" jährlich an. Damit ist sie das beliebteste Reiseziel für Touristen in Peru. Um die Inka-Ruinenstadt zu besuchen, muss man zunächst in die peruanische Stadt Cusco reisen. Von dort aus gibt es die Möglichkeit, die faszinierende Sehenswürdigkeit per Zug, Wanderung oder öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die letzten Meter müssen allerdings zu Fuß zurückgelegt werden, doch die Mühe lohnt sich.

Wer dem touristischen Ansturm auf Machu Picchu lieber entgehen möchte, sollte stattdessen die "kleine Schwester" Machu Picchus besuchen. Die Rede ist von der Inka-Ruinenstadt Choquequirao, deren Name in der alten Inka-Sprache Quechua so viel wie die "Wiege des Goldes" heißt. Im Grunde genommen kann die Inka-Stätte ebenfalls als peruanisches Weltwunder bezeichnet werden. Denn die alte Stadt Choquequirao, die auf einem 3100 Meter hohen Bergrücken der Anden liegt, erweist sich in Aufbau und Architektur als ähnlich spektakulär wie Machu Picchu. Choquequirao liegt rund 180 Kilometer von Cusco entfernt.

Die einem antiken griechischen Amphitheater ähnelnden Inka-Terrassen von Moray im Heiligen Tal von Peru erreichen Peru-Reisenden über das Örtchen Maras. Es handelt sich hier um terrassenförmig angelegte Anbaufelder der Inka, auf denen Getreide und Gemüse auf angebaut wurden - vermutlich um Anbaumethoden auf unterschiedlichen Höhen zu testen. Nicht minder beeindruckend sind die natürlichen Salzfelder von Maras in der unmittelbaren Nähe zu den Anbauflächen von Moray.

Eine weitere Sehenswürdigkeit, die als Reiseziel auf der Reise durch Peru nicht fehlen sollte, ist die legendäre Inka-Festung Ollantaytambo. Da der Stadtkern noch nahezu unverändert ist, lässt sich mit ein wenig Vorstellungsvermögen die typische Städtebauplanung der Inka nachvollziehen. Gegenüber der Inka-Festung befinden sich an einem Berghang erbauten Ruinen von Pinkuylluna, die früher von den Inkas als Vorratsspeicher genutzt wurden.

Rund acht Kilometer von Cusco entfernt befindet sich Tambomachay - das Steinbad der Inka. Dieses lohnenswerte Reiseziel fasziniert mit einem klugen Kanalsystem, mehreren Aquädukten und steinerne Wasserwege über mehrstufige Terrassen. Tambomachay diente den Inkas wahrscheinlich als Bad, in dem rituelle Waschungen vorgenommen wurden.

Anmerkung: Die meisten Überreste der Inka-Kultur finden Peru-Reisende in und rund um Cusco sowie im Heiligen Tal der Inka.

Wo können Peru-Reisende in der Natur interessante Orte entdecken?

Peru ist nicht nur kulturell ein facettenreiches Land, sondern auch landschaftlich. Ob tropischer Regenwald im Amazonas, unwirtliche Wüsten, schneebedeckte Andengipfel, tiefblaue Gewässer oder grandiose Schluchten, in Peru kommt wohl jeder Naturliebhaber voll auf seine Kosten.

Wer die einzigartige Atmosphäre des Amazonas erleben möchte, dem sei eine Reise nach Iquitos im Nordosten Perus wärmstens ans Herz gelegt. Die Dschungelstadt gilt als idealer Ausgangsort für Reisen in den peruanischen Regenwald. Da Iquitos inmitten des Dschungels liegt und von der Außenwelt Perus gänzlich abgeschnitten ist, lässt sich die Stadt nur mit dem Schiff oder Flugzeug erreichen.

Der Colca Canyon im Süden Perus, der fast doppelt so tief wie der amerikanische Grand Canyon ist, sollte auf einer Reise durch Peru ebenfalls nicht fehlen. Wenn möglich sollten Reisende die Tour von der Stadt Arequipa aus starten. Da die Fahrzeit zum Colca Canyon mehrere Stunden dauert, ist es ratsam, für diese Reise zwei Tage (mit Übernachtung in Chivay) einzuplanen . Das wiederum ermöglicht einen frühen Start in den Colca Canyon, um am Cruz del Cóndor Kondore zu beobachten. Darüber hinaus bleibt den Reisenden auch genügend Zeit für Wander- und Trekking-Touren.

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