Peru: Die Hauptstadt Lima und ihr farbenfroher Charme

Juwel in Südamerika : Lima, die farbenfrohe Hauptstadt von Peru

Die Hauptstadt Perus wird von Touristen oft übersehen. Doch es lohnt sich durchaus, nach der Ankunft in Peru ein paar Tage in dieser faszinierenden Metropole zu verbringen. Wir verraten Ihnen, warum.

Oft wird Perus Hauptstadt unterschätzt. Doch die größte Stadt des Landes mit 8,5 Millionen Anwohnern hat einiges zu bieten: Da wären der Plaza de Armas von Lima, die Küste der Stadtteile Barranco und Miraflores und zahlreiche Bauwerke aus der spanischen Kolonialherrschaft.

Ist die peruanische Hauptstadt sehenswert?

Museumsbesuche, Stadtrundfahrten, Spaziergänge an der Promenade und gesellige Abende in peruanischen Bars und Restaurants mit Livemusik – bei einem Besuch in der Hauptstadt Perus können Sie das südamerikanische Leben näher kennenlernen. Hier in dieser lauten und dreckigen Stadt Lima entdecken Sie auch viele schöne Orte.

Bevor Sie also nach Cusco, Macchu Picchu oder zum Titicacasee aufbrechen, sollten Sie die Hauptstadt von Peru ein paar Tage auf sich wirken lassen und die Highlights entdecken. Generell können europäische Touristen die Stadt problemlos besichtigen – einige Spielregeln in puncto Sicherheit müssen jedoch beachtet werden.

Wie steht es um die Sicherheit in der Hauptstadt von Peru?

Wie andere Städte Südamerikas ist auch die Hauptstadt von Peru nicht die sicherste Stadt. Drogenhandel und Korruption sind in Peru an der Tagesordnung. Die Kriminalität ist vor allem in armen Vierteln hoch. Touristen sollten gut auf sich und ihre Wertsachen acht geben.

Vermeiden Sie Risiken und beachten Sie die folgenden sieben Hinweise:

  1. Meiden Sie Gefahrensituationen: Kommt Ihnen eine Straße oder ein Ort unsicher vor, meiden Sie diesen. Dazu zählen insbesondere die sogenannten „Elendsviertel“, in dem viele arme Menschen Perus leben. Durch die Armut ist die Kriminalitätsrate hoch und das Risiko von Raubüberfällen oder Entführungen um ein Vielfaches erhöht. Als sicher gelten die Bezirke Miraflores, San Isidro und Barranco, wobei es auch hier zu Diebstählen kommen kann.
  2. Fahren Sie nur mit lizenzierten Taxis: Buchen Sie den Transfer vom Flughafen zum Hotel am besten im Voraus oder fahren Sie mit dem offiziellen Airport Shuttle. Generell sollten Touristen keine Taxis direkt von der Straße anheuern, vor allem nicht nachts. Taxis der offiziellen Taxizentrale können telefonisch oder per App gerufen werden. Buchen Sie Ihre Weiterreise mit dem Bus, wählen Sie eine Busgesellschaft mit einem guten Ruf.
  3. Meiden Sie Demonstrationen und Menschenansammlungen: In der Vergangenheit kam es immer wieder zu politischen Unruhen und Demonstrationen mit gewalttätigen Auseinandersetzungen. Suchen Sie keinesfalls Demonstrationen auf oder passieren Sie Straßenblockaden. Beachten Sie auch die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amtes.
  4. Achten Sie auf Ihre Wertsachen: Besonders in den von Touristen häufig besuchten Bezirken Miraflores und Barranco sind Taschendiebe unterwegs. Ihr Reisepass und Wertsachen sind in Ihrem Hotel am besten aufgehoben. Nehmen Sie bei Ihren Besichtigungen nur so viel Bargeld mit, wie Sie für diesen Tag benötigen.
  5. Werfen Sie immer ein Auge auf Ihr Getränk: Genießen Sie einen Abend in einer Bar, einem Restaurant oder einem Club, lassen Sie Ihr Getränk niemals aus den Augen. K.O.-Tropfen könnten von Betrügern und Dieben zum Einsatz kommen, um Sie auszurauben. Gehen Sie nachts nicht alleine in der Hauptstadt von Peru spazieren.
  6. Leisten Sie keinen Widerstand: Sollten Sie trotz aller Vorsichtmaßnahmen einem Angreifer gegenüberstehen, geben Sie ihm Ihre Wertsachen ohne Widerstand zu leisten. Der Angreifer könnte bewaffnet sein. Beachten Sie diese Sicherheitshinweise, ist das Risiko für eine solche Situation jedoch eher als gering einzuschätzen.
  7. Transportieren Sie kein Gepäck für andere, auch nicht für Freunde: So könnten Sie unwissentlich als Drogenkurier missbraucht werden. Betrüger versuchen sogar über einen längeren Zeitraum hinweg Vertrauen aufzubauen.

In Notfällen ist die Touristenpolizei in Lima unter den Telefonnummern +511 460 1060, +511 460 0849 und +511 460 0921 erreichbar.

Wie weit ist es von der Hauptstadt von Peru bis zum Strand?

Als Hafenstadt liegt Lima ganz dicht am Meer. Direkt an der Küste der Stadt liegen mehrere Strände. Vor allem die Stadtteile Miraflores und Barranco sind beliebte Ziele, um die Promenade, die Aussicht an der Steilküste und das Meer am Strand zu genießen.

Die meisten Strände bestehen aus Kies. Hier können Besucher und Anwohner surfen und schwimmen gehen. Beispielsweise am Punta Roquitas, am Waikiki und am Makaha in Miraflores. Doch an der gesamten Costa Verda liegen noch weitere kleinere und größere Strände, die bei einem ausgedehnten Spaziergang entlang des Malecón, der Flaniermeile oben auf der Steilküste, entdeckt werden können.

Im Stadtteil Barranco sollten Sie den Praia do Barranco das Belharucas nicht verpassen. Bei diesem sieben Kilometer langen Strand handelt es sich um einen Sandstrand, der zu ausgedehnten Spaziergängen und Entspannung am Meer einlädt.

Wer noch schönere Strände entdecken will, kann den Punta Hermosa 50 Kilometer südlich von Perus Hauptstadt Lima besuchen. Dieser Strand ist der Geburtsort vieler bekannter peruanischer Surfer. Ruhigeres Wasser finden Urlauber dagegen im Ferienort Ancón, nur eine halbe Stunde nördlich von Lima entfernt.

Welche Stadtteile der Hauptstadt von Peru sollten Reisende besuchen?

Die bekanntesten Stadtteile der Hauptstadt Lima sind Miraflores und Barranco. Hier liegt die schöne Küstenpromenade an der Steilküste mit tollen Ausblicken über das Meer. Viele Hotels, Restaurants und Bürogebäude haben sich in diesen gehobeneren Stadtteilen angesiedelt. Ein Muss ist auch die Altstadt.

Im schicken Stadtteil Miraflores können sich Besucher einfach treiben lassen. Hier finden Touristen Geschäfte, Einkaufszentren, Cafés, Restaurants, Bars und Hotels. Dazwischen stehen Bürogebäude, an der Promenade verbringen die Angestellten ihren Feierabend. Im Parque del Amor schauen sich verliebte Pärchen tief in die Augen. Irgendwie wirkt Miraflores ganz anders, als das ursprüngliche Peru. Es erlaubt einen Einblick in das moderne Herz Südamerikas.

Der Stadtteil Barranco hat sich in den letzten Jahren ebenfalls zu einem gehobenen Stadtteil entwickelt. Direkt an der Küste stehen Herrenhäuser aus dem 19. Jahrhundert. Doch das Flair dieses südamerikanischen Stadtteils ist hipper, alternativer als das luxuriöse Miraflores. Barranco ist der Stadtteil der Künstler und Musiker.

Im hippen Stadtteil Barranco finden Touristen viele Bars und Restaurants. Foto: Shutterstock.com / Christian Vinces

Besucher können hier die Meeresbrise genießen, die Straßenkunst bewundern und Menschen beobachten. Abends wacht Barranco zum Leben: Zahlreiche Restaurants und Bars laden zu einem gemütlichen Abend bei köstlicher peruanischer Küche ein. Ein Muss ist die Überquerung der Puente de los Suspiros, der Seufzerbrücke, die über eine „Schlucht“ führt. Nach dieser Schlucht wurde der Stadtteil benannt, denn Barranco bedeutet übersetzt „Schlucht“.

Das historische Zentrum Perus umfasst mehrere Stadtteile, nämlich den Stadtteil Cercado de Lima und Rímac. Hier am Ufer des Río Rímac gründete Francisco Pizarro im Jahr 1535 die „Stadt der Könige“, aus welcher die Hauptstadt Lima heranwuchs.

Das Zentrum der Altstadt zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, welches 1991 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurde. Das Herzstück der Altstadt ist der Plaza de Armes. Von ausländischen Besuchern wird er auch Plaza Mayor oder Hauptplatz genannt.

Um diesen wichtigen Platz stehen Bauwerke wie der Palacio de Gobierno del Perú (Regierungspalast), die Kathedrale von Lima, der Palast des Erzbischofs und der Palacio de la Unión (Palast der Einheit). Diese historischen Bauwerke wurden während der Kolonialherrschaft im 16. Jahrhundert im prunkvollen europäischen Kolonialstil erbaut. Genau zur Mittagszeit findet die Wachablösung statt, ein sehenswertes Spektakel.

Welchen Aktivitäten können Touristen in der Hauptstadt von Peru nachgehen?

Die Sehenswürdigkeiten bewundern, Museen besuchen und einkaufen – die Hauptstadt Perus hat für jeden Touristen die passende Aktivität auf Lager. Sogar Reisende auf der Suche nach Abenteuer werden fündig: Von der Steilküste können sie Paragliden oder auf meterhohen Wellen mit dem Surfbrett reiten.

Touristen können entlang der Malecón, der Flaniermeile an der Steilküste spazieren gehen oder an einer Fahrradtour teilnehmen. Auch eine geführte Tour durch das Zentrum der Altstadt ist eine beliebte Aktivität für Besucher von Peru.

Wer das echte Südamerika abseits der Touristenpfade kennenlernen will, sollte sich ins Getümmel dieser Millionenstadt stürzen: Der Mercado Central – der zentrale Markt – beeindruckt allein durch seine Größe. Auf diesem Markt gibt es einfach alles.

Auf dem berühmten Mercado Central können Touristen durch Waren aus aller Welt stöbern. Foto: Shutterstock.com / Novikov Aleksey

Eine gemütlichere Aktivität ist der Besuch eines Museums, wie beispielsweise das archäologische Museum in Lima im Stadtteil Pueblo Libre. Das Museum liegt am Plaza Bolivar und stellt eine beeindruckende Anzahl indigener Fundstücke aus.

Geschichtsbegeisterte sollten außerdem archäologischen Stätten wie die Huaca Pucllana und Huaca Huallamarca besichtigen. Darüber hinaus bietet die Hauptstadt von Peru noch weitere wichtige und historische Sehenswürdigkeiten, die Sie unbedingt gesehen haben sollten.

Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt von Peru?

Die Hauptstadt Perus hat viele wichtige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Vor allem am Plaza Mayor in der historischen Altstadt können Architekturbegeisterte eine Zeitreise durch die Stilgeschichte unternehmen: Wurden Gebäude durch starke Erdbeben zerstört, wurden sie im Stil der derzeitigen Epoche wieder aufgebaut.

So stehen Gebäude im Stil der Renaissance neben Gebäuden des spanischen Barocks und Klassizismus. Doch welche Bauwerke zählen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Limas?

Die folgenden fünf Sehenswürdigkeiten sollten Sie bei Ihrem Besuch in der Hauptstadt von Peru keinesfalls verpassen:

  • Plaza de Armas: Der Plaza de Armas ist der wichtigste Platz in der Altstadt Limas. Hier steht der Palacio de Gobierno del Perú (Regierungspalast), die Kathedrale von Lima, der Palast des Erzbischofs, der Palacio Municipal (Rathaus) und der Palacio de la Unión (Palast der Einheit). Seit 1991 ist der Plaza Mayor, wie dieser majestätische Platz auch genannt wird, ein UNESCO Weltkulturerbe. Besuchen sollten Sie den Platz zur Mittagszeit, wenn die Wachablösung der Soldaten stattfindet.
  • Basilika St. Franziskus: Diese Basilika liegt im historischen Zentrum der Hauptstadt von Peru. Schon 1546 entstand hier kurz nach der Gründung der Stadt eine kleine Kirche. Über die Jahre hinweg wurde die Kirche ausgebaut, bis sie ihre heutige Pracht erreichte. Sehenswert sind vor allem die Katakomben, die unterhalb der Kirche als Friedhof genutzt wurden. Bis zu 25.000 Menschen sollen hier begraben sein.
  • Archäologische Stätten: Huaca Pucllana und Huaca Huallamarca sind die wichtigsten archäologischen Stätten der Hauptstadt von Peru. Huaca Pucllana ist eine Lehmpyramide, die einst ein Tempel der Limakultur war und vor das Zeitalter der Inkas zurückdatiert. Die Huaca Huallamarca liegt im Stadtteil San Isidro umgeben von Gebäuden der Kolonialzeit. Die Anfänge der archäologischen Stätte reichen über 2200 Jahre zurück. Neben der Limakultur bauten auch die Ychma, die Chancay und die Inkas an der pyramidenartigen Struktur.
  • Plaza San Martín: Der Plaza San Martín ist einer der schönsten Plätze der Altstadt Limas. Ihn umgeben historische Gebäude wie das Teatro Colón und das Hotel Bolivar. Der Platz und die umliegenden historischen Gebäude entstanden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
  • Malecón: Die Flaniermeile liegt oberhalb der Steilküste in Miraflores und angrenzenden Stadtteilen. Hier können Sie lange Spaziergänge unternehmen, die Meeresbrise genießen und die Aussicht auf die weit unten liegenden Strände, die Wellen und das Meer bewundern. Schlendern Sie dabei auch durch den bekannten Parque del Amor, den Park der Verliebten.

Wie lange sollte man in der Hauptstadt von Peru bleiben?

Lima eignet sich hervorragend, um in Peru anzukommen. Zwei oder drei Tage sind für einen ersten Eindruck ausreichend. Touristen können die Altstadt und das Zentrum am ersten Tag besuchen und am zweiten Tag entspannte Stunden in Miraflores und Barranco verbringen.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Reisen nach Peru.

Neben den Hauptsehenswürdigkeiten ist ein Spaziergang an der Steilküste ein Muss. Wer möchte, kann natürlich noch weitere Tage für Museen, Entspannung am Strand und eine Shopping-Tour einplanen. Die beste Reisezeit für Lima reicht von Dezember bis April. Dann ist das Wetter in Lima meist trocken und sonnig, die Temperaturen klettern tagsüber auf 24 bis 33 Grad, nachts fallen die Temperaturen auf um 20 Grad.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Lima - so haben Sie die Hauptstadt von Peru noch nie erlebt

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