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Guatemala: Tipps zur Sicherheit für Reisende

Sicher durch Mittelamerika : Die wichtigsten Tipps zur Sicherheit in Guatemala

Sicherheit auf Reisen ist das A und O. Vor allem bei einer Rundreise durch Guatemala sollten die allgemeinen Reisehinweise des Auswärtigen Amtes beherzigt werden. Doch wie steht es mit der Sicherheit in Guatemala wirklich?

Will man den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes Glauben schenken, so herrschen in Guatemala chaotische Zustände. Andererseits erzählen viele Rückkehrer von einem Paradies auf Erden. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte. Aus diesem Grund sollten Reisende alle Empfehlungen beherzigen und mit wachem Auge durch die Welt gehen.

Welche allgemeinen Sicherheits-Tipps sollten Reisende in Guatemala beachten?

Wer sich vor Reisebeginn über die Sicherheitslage in Guatemala informiert, wird im ersten Moment zweifeln, ob eine Reise nach Mittelamerika eine wirklich so gute Idee ist. Viele der Guatemalteken scheinen die Hoffnung auf ein besseres Leben aufgeben zu haben. Armut, Kriminalität und Gewalt bestimmen den Alltag, sodass Touristen Guatemala wegen dem schlechten Ruf meiden. Auf der anderen Seite zählt Guatemala zu den schönsten Ländern in Mittelamerika, das jedes Jahr von Millionen von Touristen besucht wird. Kein Wunder: Schließlich fasziniert das Land mit spektakulären Maya-Ruinen, atemberaubenden Kolonialbauten und imposanten Vulkanen.

Damit Urlauber trotzdem an ihr Ziel kommen und einen schönen Urlaub in Guatemala verbringen, sollten die allgemein gültigen Verhaltensregeln und Reiseempfehlungen des Auswärtigen Amtes berücksichtigt werden:

  • Grundsätzlich werden Touristen wegen des hohen Risikos von Straftaten dazu angehalten, große Vorsicht walten zu lassen.
  • Wer in eine gefährliche Situation gerät, sollte kein Widerstand leisten und nicht den Helden spielen. Stattdessen ist es ratsam, bei einem Überfall alle geforderten Wertgegenstände auszuhändigen.
  • Empfohlen wird, nur so viel Geld und Wertgegenstände auf Reisen mitzunehmen, was man tatsächlich benötigt.
  • Wichtige Dokumente, Kreditkarten und Bargeld beispielsweise in einem Brustbeutel oder Gürteltasche am Körper tragen.
  • Gepäck niemals unbeaufsichtigt lassen, auch nicht für kurze Augenblicke.
  • Reisende, die in Menschenansammlungen oder im dichten Gedränge wie am Flughafen oder Busstationen unterwegs sind, sollten besonders vorsichtig sein. Gewöhnlich treten Taschendiebe im Team auf.
  • Viele der in Guatemala zur Verfügung stehenden Geldautomaten können manipuliert sein. Daher sollten Reisende nur Geldautomaten im Inneren der Banken oder Einkaufszentren benutzen.
  • Verloren gegangene Kreditkarten sofort für den weiteren Gebrauch sperren lassen.
  • Wanderungen, Exkursionen und Trekking-Touren sollten nur in Begleitung eines erfahrenen und vertrauensvollen Guide erfolgen.
  • Misstrauisch sein bei allzu freundlichen und aufdringlichen Menschen.

Aktuelle Informationen über die Sicherheitslage in Guatemala finden Sie auf der Website des Auswärtigen Amtes.

Wie können Touristen ihre Sicherheit bei nächtlichen Reisen durch Guatemala gewährleisten?

Auf der sicheren Seite - mit dem Bus

Ein weit verbreitetes Verkehrsmittel in Guatemala ist der Bus, aber nicht nur für Touristen, sondern auch für die heimische Bevölkerung. Für Reisende bieten die Busse in manchen Fällen die einzige Möglichkeit, um entlegenere Reiseziele zu erreichen. Gleichwohl stellen sie eine sehr günstige Art des Reisens dar. Das Angebot an Bussen ist in Guatemala riesig, trotzdem sind die Unterschiede gewaltig. So stehen den Touristen wie auch den Guatemalteken zwei unterschiedliche Klassen zur Auswahl. Da gibt es zum einen die Busse von Pullman (erste Klasse) und zum anderen die berühmten kunterbunten "Chicken-Busse". Bei letzteren handelt es sich um alte US-amerikanische Schulbusse, die im Vergleich zu den Pullman-Bussen oftmals auf Nebenstrecken quer durchs Land fahren.

Chicken-Busse

An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass die Fahrt mit einem der "Chicken-Busse" nicht für schwache Nerven ist. Wie Hühner auf der Stange ist man im Bus eingepfercht, während der Busfahrer über eine Holperpiste brettert. Gebremst wird nur in äußersten Fällen, sodass man nur froh sein kann, die Fahrt heil überstanden zu haben. Da möchte man sich auch nicht ausmalen, wie abenteuerlich es dann wohl in der Nacht zugehen mag. Hinzu kommt auch die Tatsache, dass gerade auf Überlandfahrten gewalttätige Übergriffe an der Tagesordnung stehen. Der eigenen Gesundheit und Sicherheit wegen sollten sich Touristen für die Pullman-Busse entscheiden, auch wenn sie ein paar Som mehr kosten.

Pullman-Busse

Die Pullman-Busse hingegen fahren in der Regel auf asphaltierten Straßen und bedienen die wichtigsten Städte des Landes. Da sie von eigenen Busterminals mit Wartehallen abfahren und ankommen, eignen sie sich auch für eine Überlandfahrt nach Einbruch der Dunkelheit. Gegenüber den "Chicken-Bussen" bringen sie sogar eine Portion Bequemlichkeit und Komfort mit.

Übrigens: In den letzten Jahren haben sich immer mehr Touristen für Shuttle-Busse entschieden, wenngleich sie auch recht teuer sind. Doch dafür bringen sie die Urlauber ohne Zwischenhalt auf dem schnellsten Weg zum gewünschten Zielort.

Auf der sicheren Seite - mit dem Taxi
Während die Busse weitgehend im Landesinneren unterwegs sind, gibt es in den Großstädten zahlreiche Taxis. Es ist ratsam, nur offiziell registrierte Taxis zu nehmen. Die lizenzierten Taxis führen den Buchstaben "A" am Anfang des Nummernschildes und eine Lizenznummer an der Seitentür. Meist gibt es in den Taxis keine Taxameter, sodass der Preis bereits vor der Fahrt vereinbart werden sollte. Ansonsten werden die meisten Taxifahrer versuchen, immer einen überhöhten Fahrpreis herauszuholen. In der Regel befinden sich die meisten Taxistände vor größeren Hotels oder Plätzen. Darüber hinaus können sich Touristen auch ein Funktaxi rufen lassen. Vor allem am Abend oder in der Nacht ist es eine gute Wahl, um nach dem Besuch eines Restaurants, einer Bar oder einer Diskothek wieder sicher ins Hotel zu kommen.

Auf der sicheren Seite - zu Fuß

Grundsätzlich sollten sich Reisende an die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes halten und sich nicht völlig leichtsinnig verhalten. Verzichten Sie darauf, nachts allein durch die Straßen zu laufen, meiden Sie schlecht beleuchtete Straßen oder Viertel tragen Sie nicht unnötig viel Geld mit sich herum. Gerade nachts ist es ein Leichtsinn, sich nicht an diese Empfohlen zu halten, da Kriminelle im Schutz der Dunkelheit die Arglosigkeit der Reisenden schamlos ausnutzen. Raub und Vergewaltigung gehören zu den größten Gefahren. Sollte es keine andere Möglichkeit geben, dann empfiehlt es sich, sich gemeinsam mit anderen Passanten auf den Weg zum Hotel oder zum nächsten Taxistand zu machen.

Welche Sicherheits-Tipps gibt es für Backpacker in Guatemala?

Die beste Prävention, um als Backpacker nicht Opfer einer Straftat zu werden, sind Vorbereitung und Planung. Rucksackreisende sollten damit beginnen, die Sicherheitslage in Guatemala zu überprüfen und die Reise entsprechend ausrichten. Da die Gesundheit ebenfalls einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Sicherheit hat, sollte überprüft werden, ob alle erforderlichen oder empfohlenen Impfungen durchgeführt worden sind. Womöglich muss auch eine Reisekranken- und Reiserückholversicherung abgeschlossen werden.

Sobald die Reiseplanungen abgeschlossen, alle Formalitäten erledigt und die Sprachkenntnisse aufgefrischt sind, geht es ans Packen. In der Regel greift ein Backpacker weniger zu einem Koffer oder einer Reisetasche, sondern eher zu einem praktischen Rucksack. Schließlich verspricht dieses Gepäckstück ein gutes Handling, bietet einen voluminösen Stauraum und ein Maximum an Tragekomfort. Dadurch ist der Backpacker in der vortrefflichen Lage, stets sein ganzes Hab und Gut bei sich tragen zu können. Quasi getreu nach der Devise: Wer weniger Gepäck hat, dem kann auch weniger gestohlen werden.

Clevere Tipps zum Schutz vor Diebstahl

Mit der nötigen kriminellen Energie geht oftmals auch eine ganze Menge Kreativität einher. Daher müssen Backpacker in Guatemala noch mehr Einfallsreichtum beweisen, um Geld und Wertsachen vor Kriminellen zu schützen. Wer jetzt glaubt, ein dickes Vorhängeschloss würde die persönlichen Habseligkeiten schützen, der täuscht. Ganz im Gegenteil: Das Interesse eines jeden Diebes würde dadurch nur noch verstärkt werden. Geld und Wertsachen sollten gut im Rucksack verteilt werden. Die wichtigsten Dinge wie Reisepass, Kreditkarte und wichtige Dokumente finden einen sicheren Platz in einem Brustbeutel oder Gürteltasche unter der Kleidung.

Ähnlich wie beim Vorhängeschloss gilt es, auch bei der Kleidung nicht dick aufzutragen. Sicherlich, Guatemala ist ein armes Land und viele der Guatemalteken leben in bitterer Armut. Daher wirken ausländische Touristen ohnehin schon als wohlhabend. Um nicht ein Ziel von Langfingern zu werden, sollte die Kleidung eher unauffällig sein. Wertvoller Schmuck wie Uhren, Ohrringe und Ketten sowie teures Foto-Equipment sollten nicht augenfällig getragen werden.

Übrigens: Es kommt häufig vor, dass Reisende von anderen Reisenden bestohlen werden.

Warum müssen Frauen in Guatemala besonders auf ihre Sicherheit achten?

Wie in jedem anderen Land, kristallisieren sich in Guatemala mit dem großen Ausmaß an Gewalt und Kriminalität die Schattenseiten deutlich heraus. Daher sollten sich Reisende bereits vor der Reise über die Sicherheit des Reiselandes auf der Website des Auswärtigen Amtes informieren. Die dort beschriebenen Reise- und Sicherheitshinweise informieren nicht nur über die allgemeine Situation in Guatemala, sondern enthalten auch Empfehlen, um das mittelamerikanische Land gefahrlos bereisen zu können. Dazu gehört selbstverständlich auch, auf das eigene Bauchgefühl zu hören und den gesunden Menschenverstand entscheiden zu lassen. Besonders Frauen sollten sich daran halten, sodass die Rundreise durch Guatemala gefahrlos verläuft.

Die Hinweise des Auswärtigen Amtes mögen bei dem einen oder anderen Reisenden Ängste und Zweifel schüren. Schließlich ist dort die Rede von Taschendiebstählen, Entführungen, Vergewaltigungen und andere Gewalttaten - und zwar im ganzen Land und zu jeder Zeit. Demgegenüber stehen allerdings auch die Reiseberichte zahlreicher Reiseblogger, die in Guatemala als Frau eine gute Zeit verbracht haben. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte und nicht jeder Schritt und Tritt muss für Frauen ins Verhängnis führen. Wichtig ist, den Reiseempfehlungen des Auswärtigen Amtes zu beherzigen, aber auch auf das persönliche Bauchgefühl zu hören, die Augen offen zu halten und mit einem gesunden Menschenverstand durch Guatemala zu reisen.

Sicherheit hat oberste Priorität

Eines steht allerdings fest: Armut, Korruption und Gewalt sind in Guatemala weit verbreitet - da lässt sich nichts beschönigen. Das heißt allerdings, dass (allein reisende) Frauen umso mehr die Reise- und Sicherheitshinweise stets im Hinterkopf behalten sollten. Somit wird weiblichen Reisenden in Guatemala empfohlen, niemals allein unterwegs zu sein. Diese Empfehlung des Auswärtigen Amtes beruht auf der Tatsache, dass Frauen sehr häufig Opfer einer Vergewaltigung werden. Daher sollten Frauen die Nähe entweder zu einheimischen Frauen oder anderen Reisegefährten suchen. Wichtig ist auch, Geld und Wertgegenstände nicht in der Öffentlichkeit frei zur Schau zu stellen. Denn gerade in einem so armen Land wie in Guatemala zieht man schnell die Aufmerksamkeit auf sich. Am besten gehen Frauen auf Nummer sicher und lassen alles Wertvolle gleich zuhause.

Bei der Wahl des richtigen Verkehrsmittels sollten Frauen ebenfalls ein waches Auge haben. Die meisten Fahrer in einem offiziell zugelassenen Taxi werden wahrscheinlich nicht gefährlich sein. Allerdings werden viele von ihnen versuchen, einen überhöhten Fahrpreis zu berechnen, allein schon deswegen, weil viele der Taxis nicht über einen Taxameter verfügen. Daher ist es ratsam, bereits vor der Fahrt einen Fahrpreis auszuhandeln. Der Bus nicht nur eine bequeme, sondern auch eine günstige und bequeme Möglichkeit, um lange Strecken durch Guatemala zurückzulegen. Zu unterscheiden sind hier die Busse der ersten Klasse (Pullman-Busse) und die der zweiten Klasse (Chicken-Busse). Wer sich für diese Form der Fortbewegung entscheidet, sollte als Frau Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit vermeiden. Vom eigenständigen Fahren mit dem Mietwagen ist aus Gründen der Verkehrssicherheit und der Beschaffenheit der Straßen abzuraten.

Taschendiebe und Betrüger treiben auch vor Banken und Einkaufszentren ihr Unwesen. Daher werden Frauen dazu angehalten, vorzugsweise Geldautomaten im Inneren der Gebäude zu nutzen. Außerdem sollten nur kleiner Geldbeträge abgehoben werden.

Übrigens: Geldautomaten werden gerne missbräuchlich manipuliert. Daher sollte die Kreditkarte mit aller Vorsicht eingesetzt werden.

Zum Schutz vor gefährlichen Übergriffen sollten Frauen in Bars, Diskotheken und Clubs keine Getränke von Unbekannten entgegennehmen. Es kommt nämlich oftmals vor, dass sie heimlich mit K.O.-Tropfen versetzt sind, um Frauen ausrauben oder vergewaltigen zu können.

Tipp: Weiblichen Reisenden wird empfohlen, sich in die elektronische Krisenvorsorgeliste "Elefand" des Auswärtigen Amtes einzuschreiben. Einen klaren Vorteil haben Frauen, wenn sie Spanischkentnisse mitbringen. Allein schon deswegen, um die Kultur der Guatemalteken besser kennenzulernen und die Menschen selbst.

Wie tragen die richtigen Impfungen zur Reise-Sicherheit in Guatemala bei?

Fernreisen gewinnen jedes Jahr an Popularität hinzu und oft geht es in Länder, in denen eine völlig andere gesundheitliche und klimatische Lebensbedingungen vorliegen als im Heimatland. Manche Reise dauern nur ein paar Wochen, andere wiederum erstrecken sich über Monate, wenn nicht sogar Jahre. Welche Impfungen letzten Endes in Frage kommen, hängt selbstverständlich vom Reiseland ab. Für Reisen nach Guatemala werden derzeit keine Impfungen vorgeschrieben. Nichtsdestotrotz ist es ratsam, einen Blick in den eigenen Impfpass zu werfen, ob die Standardimpfungen eine Auffrischung brauchen. Im Allgemeinen sollten alle Reisenden über eine ausreichende Immunität gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie, Masern, Mumps, Röteln, Pertussis (Keuchhusten) und Poliomyelitis (Kinderlähmung) verfügen. Um einen länger anhaltenden Impfschutz gewährleisten zu können, ist je nach Impfstoff eine routinemäßige Auffrischung nötig. Je nach Alter und Gesundheitszustand kommen weitere Impfungen in Betracht.

Impfschutz bei längeren Aufenthalten in Guatemala