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Bolivien: Diese Reisezeit garantiert den perfekten Urlaub

Wetter in Südamerika : Die beste Reisezeit für das Andenland Bolivien

In Bolivien gibt es zwei Jahreszeiten - die Trockenzeit und die Regenzeit. Dennoch hängen Klima und Wetter stets von der Region und der Höhenlage ab. Was ist also die beste Reisezeit für das südamerikanische Land?

Kaum ein anderes Land bietet so viel Abwechslung wie das im Herzen von Südamerika gelegene Land Bolivien. Es ist reich an Kultur und Geschichte und beeindruckt vom Amazonas bis zum Altiplano mit einer spektakulären Landschaft. Und es hält für Reisende außergewöhnlich gute kulinarische Genüsse bereit. All das und noch viel mehr gibt es in der Andenrepublik Bolivien zu entdecken.

Wann ist die beste Reisezeit für Bolivien?

Grundsätzlich gilt die Trockenzeit als die beste Reisezeit für eine Reise durch Bolivien. Denn in den Monaten zwischen Mai und Oktober fällt vielerorts deutliche weniger Regen und die Temperaturen bewegen sich auf einem angenehm auszuhaltenden Niveau.

In der Regenzeit hingegen, also zwischen Dezember und März, kommt es zu reichhaltigen Niederschlägen, die so stark ausfallen können, dass Straßen tagelang nicht passierbar sind. Selbst Touren durch den tropischen Regenwald können nicht durchgeführt werden, weil die Flüsse weit über die Ufer treten.

Leben im Wandel der Jahreszeiten

Obwohl Bolivien zu den ärmsten Ländern dieser Erde gehört, wurde das Land von der Natur mit einer abwechslungsreichen Landschaft beschenkt. Schneebedeckte Gipfel, endlos erscheinende Salzwüsten, undurchdringliche Regenwälder und bizarre Felsformationen reflektieren die landschaftliche Vielfalt. Das macht Bolivien für alle Naturfreunde und Abenteurer zu einem einzigartigen Reiseziel. Dieses Universum wird bereichert durch eine große Auswahl an Flora und Fauna. Wer diese Vielfalt erleben möchte, sollte allerdings die Region und die Höhenlage berücksichtigen. Schließlich sind sie entscheidend, welches Klima in Bolivien herrscht. Zudem wird das südamerikanische Leben von der Trocken- und Regenzeit bestimmt.

Die drei geografischen Regionen

Bolivien lässt sich drei geografische Regionen unterteilen: das Hochgebirge mit dem Altiplano im Westen des Landes, die subtropischen Yungas und die tropischen Tiefebenen im Osten Boliviens. So weist das bolivianische Andenhochland ein eher trockenes und kühles Klima auf. Die Temperaturen bewegen sich durchschnittlich zwischen 15 und 20 Grad Celsius, wobei es nach Einbruch der Dunkelheit oft zu starken Temperaturschwankungen kommt. In den Yungas, also in der gebirgigen Übergangsregion hin zum tropischen Regenwald im Tiefland Boliviens, erleben Reisende gleich mehrere Klimazonen von feucht-heiß bis gemäßigt. Gleichwohl kann eine Tour durch die Yungas auch kalt und regenreich sein. Im Regenwald des Amazonas herrscht vornehmlich tropisches Klima mit ganzjährig hohen Temperaturen und einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit. Die Temperaturen liegen oftmals über 30 Grad Celsius. Gewöhnlich kommt es zu regelmäßigen Niederschlägen, sodass die Luftfeuchtigkeit stets sehr hoch ausfällt.

Grundsätzlich gilt die Trockenzeit als die beste Reisezeit für eine Reise durch Bolivien. Denn in den Monaten zwischen Mai und Oktober fällt vielerorts deutliche weniger Regen und die Temperaturen bewegen sich auf einem angenehm auszuhaltenden Niveau. In der Regenzeit hingegen, also zwischen Dezember und März, kommt es zu reichhaltigen Niederschlägen, die so stark ausfallen können, dass Straßen tagelang nicht passierbar sind. Selbst Touren durch den tropischen Regenwald können nicht stattfinden, weil die Flüsse weit über die Ufer treten.

Wann ist die beste Reisezeit für Trekking-Urlaub in Bolivien?

Die beste Reisezeit für Ausflüge ist natürlich die Trockenzeit von Mai bis Oktober. Es herrscht verhältnismäßig gutes Wetter bei viel Sonnenschein, also optimale Bedingungen zum Wandern, Radfahren und Klettern. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 25 und 33 Grad Celsius. Trotz der Trockenzeit muss im tropischen Regenwald stets mit Niederschlägen gerechnet werden.

Für einen Trekking-Urlaub braucht man Ruhe und Ausdauer. Dafür bietet Bolivien den perfekten Rahmen, denn hier lassen sich einzigartige Naturräume, ursprüngliche Landschaften und eine außergewöhnliche Artenvielfalt entdecken. Außerdem ist das Andenland reich an Kultur und Geschichte. All das macht Bolivien zu einem Paradies für Trekking-Fans und Wanderfreunde. Einige dieser beeindruckenden Touren möchten wir nachfolgend vorstellen.

Königskordillere

Ziel der meisten Trekking-Touren und Wanderungen ist die Cordillera Real, eine der wohl eindrucksvollsten und schönsten Gebirgsketten in Südamerika. Die Königskordillere erstreckt sich auf einer Länge von rund 200 Kilometern, und zwar vom Titicacasee bis nach La Paz. Auf dieser Tour treffen Reisende auf ein majestätisches Gipfelpanorama mit mehr als 600 Fünftausendern und sieben Sechstausender. Die Bergwelt der Anden ist schlichtweg überwältigend und lässt selbst den erfahrensten Abenteurer den Atem stocken. Tiefe Schluchten schneiden sich durch das Gebirge, während die Bergriesen majestätisch in die Höhe ragen, darunter der Illampu, Ancohuma, Chearoco, Chachacomani, Huayna Potosí und Illimani. Die Cordillera Real bieten Bolivien Urlaubern wunderschöne und ursprüngliche Trekkingrouten, die entweder als Tageswanderung in die Umgebung von La Paz oder mehrtägig zu den eisigen Andengipfeln in den Kordilleren führen.

Übrigens: Zu den beliebtesten Trekking-Touren in Bolivien gehören der Choro-Trek, der Takesi-Trek und der Sorata-Trek.

Salzseen und Salzwüsten rund um Uyuni

Bis auf den berühmten Eisenbahnfriedhof "Cementerio de Trenes" gibt es in dem kleinen bolivianischen Ort Uyuni nicht wirklich viel Sehenswertes zu besichtigen. Doch dafür peilen verschiedene Trekking-Routen eines der spektakulärsten Wüsten der Welt an, nämlich die Salar de Uyuni. Die riesige, weiße Salzwüste ist ungefähr viermal so groß wie das Saarland und liegt auf 3.650 Metern Höhe im Südwesten Boliviens. Das Besondere an ihr: Während der Regenzeit, also in den Monaten zwischen November und April, bildet sich auf der Salzkruste eine Wasserschicht. Dadurch entsteht ein gewaltiger Spiegel, der Sonne, Himmel und Wolken bis an die Horizonte reflektiert. Ein ebenso wunderbar zu beobachtendes Naturschauspiel ereignet sich in der Trockenzeit, wenn sich auf dem Salar de Uyuni lauter sechseckige Wabenmuster aus Salz bilden.

Im Rahmen einer Trekkingtour werden gewöhnlich das ehemalige Salzhotel, das verschlafene Örtchen Colchani, die Insel Isla de Pescado mit ihren imposanten Riesenkakteen sowie das kleine Dorf San Juan besucht. Viele Bolivien Reisende entscheiden sich auch für einen Ausflug an den Südzipfel der Salzwüste. Dort liegt die Siloli-Wüste mit ihren bizarren Felsformationen, aufwallenden Geysiren und vielfarbigen Lagunen. Weiter südlich schließt sich das Natureservat Reserva Eduardo Avaroa an.

Auf den Spuren der Inkakultur am Titicacasee

Hoch im Norden des Landes, genauer gesagt an der Grenze zum Nachbarland Peru, liegt mit dem Titicacasee auf 3.800 Meter Höhe der höchstgelegene schiffbare See der Welt. Die wohl bekannteste Stadt am Ufer des Sees ist Copacabana, ein idealer Ausgangsort für Trekking-Touren und Wanderung auf der "Isla del Sol". Diese farbenprächtige Sonneninsel bietet Reisenden nicht nur landschaftlich einen besonderen Reiz. Auch kulturhistorisch eröffnen sich auf der Insel verschiedene Eindrücke. Schließlich gilt sie als die Wiege der Inka-Kultur. Zu den Highlights der Isla del Sol gehört auf jeden Fall die von Eukalyptusbäumen gesäumte Treppe der Inka (Escalera del Inca), die vom Bootsanleger steil und direkt nach oben ins Inselinnere der Sonneninsel führt. Von dort aus geht es zu den labyrinthischen Chincana-Ruinen mit dem Sonnentempel und dem heiligen Felsen und weiter zum Inka-Brunnen (Fuente del Inca). Lohnenswert ist auch der Besuch des kleinen Goldmuseums "Museo del Oro" in Challapampa.

Übrigens: Eine der bedeutendsten Inkastätte Südamerikas befinden sich südlich vom Titicacasee - die Ruinen von Tiwanaku, auch Tiahuanaco genannt.

Urwaldtour im Amazonas

Als abenteuerlich und unvergesslich interessant stellen sich Wanderungen durch den bolivianischen Regenwald heraus. Die beliebten Trekking-Touren in den Dschungel starten in der Regel im Norden von Cochabamba. Denn dort befinden sich im Amazonas rund um Villa Tunari zwei eindrucksvolle Nationalparks, der Isiboro Sécure und der Carrasco-Nationalpark. Im Isiboro Sécure Nationalpark haben Reisende nicht nur die Gelegenheit, eine außergewöhnliche Flora und Fauna kennenzulernen, sondern auch die landschaftliche Vielfalt des Parks. Darüber hinaus kommt es zu Begegnungen mit der dort ansässigen indigenen Bevölkerung, den Yuracaré-Indianern.

Immergrüne Pracht der Nationalparks

Im Carrasco-Nationalpark erleben Reisende die ganze Pracht des tropischen Tiefland- und Bergregenwalds. Die Landschaft ist geprägt von imposanten Wasserfällen, einschneidenden Schluchten und sanft gerundeten Tälern. Es gibt im Carrasco-Nationalpark eine Vielzahl an Flüssen, darunter der Ivirizú, Sajta und San Mateo. Außerdem können hier einige Inka-Ruinen besichtigt werden.

Ein weiteres Tor für Dschungeltouren, aber auch für Touren in die Pampas eröffnet sich für Reisenden im Nationalpark Madidi. Als Ausgangspunkt für Trekkings und Wanderungen empfiehlt sich Rurrenabaque. Von diesem touristisch eher unspektakuläre Örtchen starten die Ausflüge in einen der größten und schönsten Nationalparks in ganz Bolivien. Von den Nebelwäldern im Hochland über Savannen des Tieflandes bis hin zum tropischen Regenwald: Die landschaftliche Vielfalt ist enorm, und übt eine starke Faszination auf Naturfreunde aus. Einzigartig ist auch die Fülle der Tierarten, die im Nationalpark Madidi heimisch sind.

Die Yungas - Ein Tipp für Trekkingfans

Die bolivianischen Yungas markieren den Übergang vom Andenhochland zum Amazonastiefland, deren geografisches Zentrum das ehemalige Goldgräber-Städtchen Coroico ist. Sie bestehen aus zwei schmalen, langgestreckten Tälern, die sich über die östliche Gebirgsflanke der Cordillera Real erstrecken. Auf einer Höhenlage zwischen 1.500 und 2.000 Metern herrscht ein vorwiegend mildes Klima. Die Nächte sind angenehm warm und die Temperaturen gut erträglich. Gleichwohl sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass die Yungas zu den regenreichsten und feuchtesten Regionen des Landes zählen. Dank der reichlichen Niederschläge präsentiert sich die Vegetation üppig grün.

Coroico - ein grünes Paradies

Wer auf der Suche nach Trekking-Touren und Wanderungen in den Yungas von Bolivien ist, landet unweigerlich in Coroico. Denn es ist der einzige Ort, der mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von La Paz angefahren werden kann. Coroico selbst erweist sich als ein Paradies auf Erden: Eindrucksvoll ragen die mit Grün überwucherten Berghänge in den Himmel, einsame Wasserfälle tauchen unvermittelt mitten in den Wäldern auf und unberührte Flüsschen und Seen laden zum Baden ein. Ausflüge von Coroico führen beispielsweise zur afrobolivianischen Gemeinde von Tocana oder zum Hausberg von Coroico, Cerro Uchumachui, oder zu alten Inkapfaden (Choro-Trek, Takesi-Trek oder Condoriri-Trek).

Ein besonderes Highlight stellt für viele Reisende die alte Straße von La Paz nach Coroico dar, die auch als die gefährlichste Straße der Welt bekannt ist. Die sogenannte Todesstraße ist vor allem für Mountainbiker beliebt, die die steilen Abhänge halsbrecherisch hinabsausen. Am beliebtesten ist die Abfahrt zwischen Abra de Cumbre und Coroico.

Anmerkung: Mittlerweile ist die gefährlichste Straße der Welt asphaltiert und verbreitert worden. Die rasante Abfahrt für Mountainbiker verläuft allerdings zum größten Teil weiterhin auf der alten "Todesstraße".

Trekking im bolivianischen Hochland Altiplano

Im Westen von Bolivien zwischen den beiden Gebirgszügen der Cordillera Occidental und der Cordillera Oriental liegt der Altiplano. Gewaltige mit Schnee bedeckte Gipfel, wie etwa der Illimani (6.322 m) und der Illampu (6.424 m), geben Hochplateau Altiplano einen majestätischen Rahmen. Mehrere Bergketten teilen die auf 3.800 Meter hoch gelegene Ebene in verschiedene Becken. Eines der größten Becken von Altiplano ist das des Titicacasees im Norden. Es sorgt dafür, dass das sonst so kalte und trockene Klima des Altiplano gemildert wird. Der Süden des bolivianischen Hochplateaus besteht aus Salzwüsten. Dazu zählt die größte Salzwüste der Welt, die Salar del Uyuni. Das Klima in dieser eher kargen Region erweist sich als extrem kalt und trocken. Zudem gibt es zwischen Tag und Nacht große Temperaturschwankungen. Die beste Reisezeit für das Hochplateau Altiplano ist, wie in den meisten Ländern in Südamerika, die Trockenzeit, also zwischen Mai und Oktober.

Die schönsten Berg- und Trekkingtouren

Die schönsten Wanderungen, Trekkings und Bergtouren führen in die Cordillera de los Frailes nach Chataquila und zu den Fels- und Höhlenmalereien von Pumamachay und Incamachay. Neben diesen Trekkingpfaden gibt es in Bolivien natürlich noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, wie etwa die Durchquerung des Nationalparks Tunari vor den Toren der Anden-Metropole Cochabamba. Der Park umfasst eine Fläche von gut 3.000 Quadratkilometern und bietet Besuchern eine anmutige Berglandschaft mit dem Cerro Tunari als höchste Erhebung (5.035 m). Ein ebenso lohnenswertes Ziel im Hochland Altiplano ist der Nationalpark Toro Toro. Hier stoßen Bolivien Urlauber auf spektakuläre Felsformationen, versteinerte Spuren von Dinosauriern, herabstürzende Wasserfälle, tiefe gelegene Tropfsteinhöhlen und eindrucksvolle Canyonwelten. Mit etwas Glück trifft man dort auf Andenkatzen und Andenfüchse. Der Park ist ein Eldorado für Natur-, Abenteuer- und Dinosaurierliebhaber. Als die beste Reisezeit für eine Reise in den Nationalpark Toro Toro erweisen sich die Monate zwischen Mai und Oktober. Schließlich sind es die regenärmsten Monate des Jahres und das Wetter bleibt weitgehend beständig. Die Temperaturen bewegen sich tagsüber um die 25 Grad Celsius, nachts können diese allerdings stark fallen.

Was ist die beste Reisezeit für eine Rundreise durch Bolivien?

Grundsätzlich lässt sich Bolivien, das Land im Herzen von Südamerika, das ganze Jahr über Besuchen. Da aber nicht alle Orte ganzjährig für eine Reise geeignet sind, sollten Urlauber für die Reise nach Bolivien eher die Trockenzeit von Mai bis Oktober anpeilen.

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