Bhutan: Diese Sehenswürdigkeiten dürfen Sie nicht verpassen

Hotspots im Himalaya : Diese Sehenswürdigkeiten sollten Sie im Königreich Bhutan erleben

Eine Reise nach Bhutan stellt einen der absoluten Höhepunkte eines Reiseerlebnisses dar. Denn durch die Abgeschiedenheit im Himalaya konnte das Königreich sein kulturelles und religiöses Erbe bewahren.

Von Jahr zu Jahr zieht das sagenumwobene Königreich Bhutan immer mehr Besucher an – auf der Suche nach dem Glück. Schließlich gelten die Bhutaner als die glücklichsten Menschen der Welt und womöglich wirkt eine Reise nach Bhutan ansteckend. Auf jeden Fall ist es einen Versuch wert, das Land zu besuchen, das seinen Wohlstand am Wohlbefinden der Menschen misst. Doch wo liegt überhaupt das Königreich Bhutan auf der Landkarte?

Das Königreich des Glücks

Versteckt im östlichen Himalaya, umschlossen von Indien und Tibet, befindet sich das Königreich Bhutan. Es ist ein abgeschiedenes Land, in dem die Zeit vielerorts stehen geblieben zu sein scheint. Das kleine Land ist so groß wie die Schweiz - allerdings mit 700.000 Bhutanern dünn besiedelt. Die Berge im Himalaya sind großartig, die Wälder dicht, die Menschen gastfreundlich und die Architektur imposant.

Geografisch gesehen stellt Bhutan in gewisser Weise eine mächtige Treppe dar, die von einem schmalen Landstreifen im Süden mit einer Höhe von 300 Metern bis zu den mächtigen Gipfeln des Himalayas im Norden des Landes auf 7000 Metern anwächst.

Mehr noch als die Schönheit des Landes und die Freundlichkeit der Menschen ist der Stolz der Bhutaner auf ihre alten Werte und das Vertrauen in die Religion. Das alles macht letztlich den Zauber von Bhutan aus, der jeden Reisenden immer wieder von neuem fasziniert. Und auch wenn die Moderne langsam aber sicher im Land Einzug hält und die Touristen mehr werden, so werden die archaischen Traditionen und Bräuche weiterhin intensiv gelebt. Der buddhistische Glaube durchdringt jeden Aspekt des alltäglichen Lebens. Und als Maßstab des Reichtums des Landes dient weder Geld noch materieller Reichtum, sondern Glück und Zufriedenheit der Menschen.

Übrigens: Das Glück der Bhutaner basiert auf vier Säulen: Erhalt des kulturellen und religiösen Erbes, Förderung des Good Governance, Schutz der Natur und Förderung einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft und Wirtschaft.

Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in der Hauptstadt von Bhutan?

Die Hauptstadt von Bhutan ist Thimphu, wo Tradition und Moderne sich treffen. Es ist eine faszinierende und besondere Stadt in Bhutan. Denn hier gibt es trotz des wirren Straßenverkehrs keine einzige Verkehrsampel. Stattdessen befinden sich in Thimphu drei Verkehrsinseln, auf denen drachenverzierte Polizeihäuschen stehen. Die Polizisten regeln den Verkehr mit eleganten Armbewegungen, tragen ein Lächeln im Gesicht und ermahnen Verkehrsteilnehmer nur in äußerst seltenen Fällen. Eine weitere Besonderheit an Thimphu stellt ein königlicher Erlass dar. Danach müssen alle Gebäude der Stadt dem alten bhutanischen Baustil entsprechen.

Der Dzong von Thimphu

Wer in der Hauptstadt von Bhutan unterwegs ist, der kann sich am Anblick des Thimphu Dzong erfreuen. Die Festung (auch Tashichhodzong genannt) verzückt mit ihren ausgewogenen Proportionen, ihrer majestätischen Ausstrahlung und vor allem mit ihrer imposanten Größe. Mächtige Mauern und schier unzählige Gänge und Räumlichkeiten laden zum stundenlangen Verweilen ein. Hinzu kommen die verschwenderischen Dekorationen an den Wänden und Decken, die jedem Besucher den Atem stocken lassen. Im Inneren des Thimphu Dzongs befindet sich eine große Versammlungshalle, in der es eine drei Stockwerke hohe Buddha-Statue zu sehen gibt. Im darüber liegenden Raum können Besucher den fein geschnitzten Thron des Königs besichtigen. Nicht weniger beeindruckend ist die traditionell mit Schindeln gedeckte Brücke am Nordende des Thimphu Dzongs.

Der Dechenchoelong-Palast

In Thimphu sollte auf jeden Fall der Dechenchoelong-Palast auf der Liste der schönsten Sehenswürdigkeiten stehen. Der ehemalige Wohnpalast der königlichen Familie liegt gut sieben Kilometer vor den Toren von Thimphu und wird heute vor allem für repräsentative Empfänge genutzt. Der Palast wurde nach der Krönung des dritten Königs Jigme Dorji Wangchuk in den Jahren 1952 und 1953 errichtet, und zwar zum Gedenken an dessen Vater Jigme Wangchuk. Seit der Krönung von Jigme Khesar Namgyel Wangchuk zum fünften König von Bhutan wird der Dechenchoelong-Palast nicht mehr als Wohnpalast genutzt. Stattdessen hält sich die königliche Familie im Samteling Palast auf.

Thimphu Stupa oder Memorial Chorten

Ein Wallfahrtsort für gläubige Buddhisten ist die Stupa "National Memorial Chorten". Für Bhutaner gilt sie als die bekannteste religiöse Sehenswürdigkeit in Bhutan. Im Inneren der Stupa befinden sich Mandala-Gebilde, Gebetsmühlen und tantrische Statuen von buddhistischen Gottheiten. Wer die Thimphu Stupa besucht, wird Bhutanern begegnen, die gegen den Uhrzeigersinn die Stupa umrunden. Dabei beten sie für ein besseres Leben nach dem Tod.

Changangkha Lhakhang (Tempel)

Ein ebenfalls lohnenswertes Ziel in der Hauptstadt von Bhutan ist der Changangkha-Tempel. Er thront auf einem Bergrücken über Thimphu und ist mit Gebetsfahnen dekoriert . Es handelt sich bei dieser Sehenswürdigkeit um einen der ältesten Tempel im Thimphu-Tal. Erbaut wurde er im 15. Jahrhundert von einem Nachkommen von Phajo Drugom Shigpo, dem Begründer der Drukpa-Schule Bhutans. Besonders beeindruckend ist die Statue des elfköpfigen Gott der Barmherzigkeit, Avalokiteshvaras.

Textilmuseum

Für Kunst- und Kulturinteressierte gibt es in Thimphu auch zahlreiche lohnenswerte Museen. Hierzu gehört ohne Zweifel das Textilmuseum, in dem eine Fülle an lokalen Textilien, traditionellen Webtechniken und die landestypische Bekleidung vorgestellt werden. Das Textilmuseum steht unter der Schirmherrschaft der Königinmutter Ashi Sangay Choden.

Junghi Papierfabrik

Wer sich für die traditionelle Herstellung von Papier interessiert, sollte die Junghi Papierfabrik in Thimphu besuchen. Dort wird Besuchern gezeigt, wie auf traditionelle Art handgeschöpftes Papier für religiöse Schriften per Hand erzeugt werden.

Wochenmarkt

Stimmungsvoll und lebendig geht es auf dem Wochenmarkt zu. Das liegt wohl daran, dass die Bewohner von Thimphu nur dort frisches Obst und Gemüse sowie Fleisch einkaufen können - und zwar an den Vormittagen von Freitag bis Sonntag. Der Wochenmarkt bietet eine gute Gelegenheit, die einheimischen Produkte besser kennenzulernen und zu probieren.

Welche Sehenswürdigkeiten finden Bhutan-Reisende in Paro?

Im Westen von Bhutan liegt die Stadt Paro, die als einzige Stadt im gesamten Königreich einen internationalen Flughafen besitzt. Entsprechend kommt der Großteil der Touristen und Besucher mit einem Flugzeug von einer der beiden nationalen Fluggesellschaften DrukAir und Bhutan Airlines in Paro an. Der Anflug erweist sich als besonders spektakulär, denn den Reisenden wird eine fantastische Sicht über den ganzen Himalaya mit den höchsten Bergen der Welt geboten. Nicht weniger spektakulär ist auch der Anflug auf den Flughafen Paro. Schließlich muss der Flugkapitän 4000 Meter hohe Berggipfel in engen Kurven umfliegen, mit unberechenbaren Winden kämpfen und letztendlich seinen Jet auf eine recht kurze Landebahn zum Halten bringen. Ein Unterfangen, das nur wenige Piloten beherrschen. So steigt der Adrenalin-Pegel garantiert.

Der Paro Dzong

Das Paro-Tal zählt zu den schönsten des ganzen Landes - fruchtbare Felder, bewaldete Hänge, mächtige Klosteranlagen und Bhutaner in traditioneller Kleidung. Am auffälligsten und beinahe von allen Himmelsrichtungen zu sehen, ist der Paro Dzong, der auch Rinpung Dzong genannt wird. Finster und bedrohlich wirken seine wuchtigen Festungsmauern.

Im Inneren des Dzongs existiert ein lebendiges Klosterleben mit vielen Pilgern und Mönchen. Gleichwohl ist der Paro Dzong auch der Sitz der Verwaltungsregierung des Paro-Distrikts. Zu erreichen ist er über eine mit Schindel gedeckte Holzbrücke, die zu beiden Seiten von je einem kleinen Wachhäuschen flankiert wird. Am Eingang werden die Besucher von zwei traditionellen Figuren begrüßt: ein Mann, der einen Tiger an einer Kette hält auf der einen Seite und ein Mann, der einen schwarzen Yak in Zaum hält. Der Innenhof präsentiert sich mit reich verzierten und kunstvoll geschnitzten Fassaden und Balkone. Trotz seiner Schönheit fällt der Blick eines jeden Besuchers auf den zentralen Turm des Paro Dzongs, den fünfstöckigen Utse mit seinen farbenprächtigen Schnitzereien.

Übrigens: Im Innenhof des Paro Dzongs findet am ersten Tag des Frühlings der farbenfrohe Paro Tsechu statt. Es handelt sich hierbei um ein lokales Tanz- und Maskenfestival, bei dem die Entblößung eines religiösen Bildnisses des Guru Rinpoche den Höhepunkt bildet.

Kyichu Lhakhang (Tempel)

In unmittelbarer Nähe zur Stadt Paro liegt Bhutans ältester, heiligster und schönster Tempel - der Kyichu Lhakhang. Besucher nehmen beim Betreten des Tempels ein Summen der Gebete sowie die Geräusche drehender Gebetsmühlen wahr. Im Inneren des Kyichu Lhakhang gibt es verschiedene Statuen zu sehen, darunter eine fünf Meter hohe Statue des Guru Rinpoche und eine Statue von Jowo Sakyamuni aus dem 7. Jahrhundert.

Taktshang-Lhakhang - Tigernest-Kloster

Wie ein Schwalbennest ragt der Taktshang-Lhakhang etwa 800 Meter über dem Paro-Tal. Im Grunde genommen ist der bhutanische Tempel gut zu erreichen, vorausgesetzt, die Besucher sind gut zu Fuß. So benötigen durchschnittlich trainierte Wanderer für den Fußmarsch hinauf zum Taktshang-Lhakhang ungefähr zwei Stunden. Dafür erforderlich ist nicht nur angemessenes Schuhwerk, sondern auch eine gute Kondition. Doch die Anstrengungen werden mit einer beeindruckenden spirituellen Atmosphäre und prachtvollen Panorama-Aussichten belohnt. Und wer eine kleine Pause braucht, kann sich auf halber Strecke in einer Cafeteria stärken und erfrischen.

Das Kloster besteht aus mehreren Tempeln und einigen Wohnstätten für die noch dort verbliebenen Mönche. Wer noch Zeit hat, sollte einen Blick in die Höhle werfen, in der der Guru Rinpoche drei Monate lang meditierte. Allerdings ist der Eingang zur Höhle vergittert, sodass nur der Blick ins finstere Loch möglich ist.

Das National Museum

Wer einen Crash-Kurs in Kultur und Geschichte von Bhutan möchte, sollte sich in Paro ins National Museum aufmachen. In diesem Museum werden Kunstwerke, Waffen, Tiere und Briefmarken ausgestellte - alles Exponate, die typisch für das Königreich Bhutan sind. In der Summe sollen sie die Geschichte der Bhutaner verdeutlichen.

Was sind die Sehenswürdigkeiten in den Nationalparks von Bhutan?

Das Königreich Bhutan verfügt über zahlreiche Nationalparks, die unbedingt besucht werden sollten. Hierunter fallen beispielsweise der Jigme Dorji Nationalpark, der Jigme Singye Wangchuk Nationalpark, der Royal Manas Nationalpark, das Bumdeling Wildlife Sanctuary und das Sakteng Wildlife Sanctuary.

Jigme Dorji Nationalpark

Im größten Nationalparkt Bhutans - im Jigme Dorji Nationalpark - gibt es nicht nur ein malerisches Landschaftsbild aus dichten Wäldern, eisigen Gletschern und wilde Tieren, sondern auch faszinierende Sehenswürdigkeiten. Ein Muss ist in dieser Region der Dzong von Punakha. Im Vergleich zu den meisten buddhistischen Klosterfestungen, die hoch oben auf einem Bergrücken angesiedelt wurden, liegt der Punakha Dzong am Zusammenfluss der beiden Flüsse Mochu und Pochu. Der Zugang zum Kloster erfolgt über eine Holz-Kragbrücke. Beeindruckend ist auch die im Inneren des Dzongs installierte Holztreppe, die bei drohender Gefahr einfach zerstört werden konnte. Im Dzong befinden sich goldene Statuen von Buddha, Guru Rinpoche und Zhabdrung Rinpoche. Außerdem werden hier im Kloster zahlreiche heilige Reliquien aufbewahrt.

Jigme Singye Wangchuk Nationalpark

Ein besonderes Highlight im Jigme Singye Wangchuk Nationalpark ist der Trongsa Dzong, der bereits aus der Ferne gut zu erkennen ist. Schließlich hatte das imposante Kloster mit seinen mehreren Stockwerken und einem noch darüber liegenden Turm einst die Aufgabe, an die Handelswege zu beschützen. Die imposante Klosterfestung mit ihren weißen Mauern, kunstvollen Dächern und einem Labyrinth aus Toren, Durchgängen und Innenhöfen ist ohne Zweifel ein Besuch wert. Doch das Kloster hat für Bhutan Urlauber noch mehr zu bieten: einen wundervollen Panoramablick auf das Umland.

Übrigens: Im Jahr 1907 wurde im Trongsa Dzong der erste bhutanische König gekrönt.

Royal Manas Nationalpark

Gelephu ist das Tor nach Bhutan, hier in der kleinen Grenzstadt zu Indien herrscht ein Gewusel von Händlern und Reisenden, die Waren aus Indien einführen und ins Landesinnere von Bhutan bringen. Nicht einmal ein Kilometer von Gelephu entfernt befindet sich Nyimalung Tratsang, ein Ort, den die Mönche als Winterresidenz nutzen. Zu sehen gibt es eine riesige Buddha-Statue samt einem buddhistischen Gebetsrad.

Wo gibt es im Osten von Bhutan Sehenswürdigkeiten?

Der Osten des Königreichs Bhutan hat so einiges für Besucher zu bieten. Das beginnt mit einer außergewöhnlichen Naturlandschaft, verschlafene Bergdörfer, zauberhafte Klosterburgen und einzigartige Begegnungen mit gastfreundlichen Bhutanern. Eines der absoluten Höhepunkte auf einer Reise durch den Osten des Landes sind die Täler von Bumthang. Die Täler Chume, Choekhor, Tang und Ura, die alle samt zwischen 2600 und 4000 Meter hoch liegen, sind verhältnismäßig groß und sanft abfallend. Dadurch erhalten Besucher dort oben ein Gefühl der Weite, die sonst nirgendwo im Land anzutreffen ist. Lohnenswert ist beispielsweise ein Abstecher zu den Klöstern Tharpaling und Choedrak im Ume-Tal, die Tempel Tamshing und Thangbi im Choekhor-Tal oder das Kunzandra-Kloster und den Ogyenchoeling-Palast im Tang-Tal. Im höchstgelegene Tal Bumthangs, dem Ura-Tal, befindet sich das Kloster von Sombrang, das für touristische Ausflüge interessant ist.

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