Kreuzfahrt: Natur entlang der südnorwegischen Küste erleben

Norwegen : Fjorde, Farben und die Freuden des langsamen Reisens

Der Süden Norwegens bezaubert durch seine faszinierende Natur ebenso wie durch spannende Städte.

Sobald die Wolkendecke aufreißt, schärft das klare Licht des Nordens die Strukturen der Landschaft, lässt die typischen Farben der Häuser leuchten. Ockergelb, Weiß und Dunkelrot dominieren die kleineren und größeren Orte am Ufer der Fjorde Südnorwegens und ziehen als skandinavische Impression vorüber. Dazu das Meer, das je nach Wetter und Tageszeit mal in monochromen Grautönen, dann wieder in den unterschiedlichsten Blau- und Grünschattierungen erscheint.

Entlang der südnorwegischen Küste mit den Städten Oslo, Kristiansand und Stavanger bis zu dem kleinen Ort Flåm am Ende des Aurlandfjords wechselt sich beeindruckende Natur mit sehenswerten Städten ab. Die Route der „Nieuw Statendam“ der Holland-America-Line ist so geplant, dass die Häfen morgens erreicht werden, sodass die Tage für Besichtigungen und Ausflüge gut genutzt werden können. In Zeiten der schnellen Flugverbindungen hat diese Art des Reisens, sich seinem Ziel übers Wasser zu nähern, etwas Besonderes an sich. Sobald die niederländische Küste hinter den Reisenden liegt, kein Land mehr zu sehen ist, wird das Schiff zur Insel, auf die sich alles konzentriert. Ausgesuchte Routen, sehenswerte Städte und spannende Landausflüge sind wesentliche Komponenten einer Kreuzfahrt. Kunst, Kultur und Kulinarik spielen an Bord aber auch eine Rolle.

An Land begegnet den Urlaubern Kunst und Kultur an jeder Ecke. Zum Beispiel das Opernhaus, das neue Wahrzeichen Oslos. Mit seiner geradlinigen Glasfassade, seinen schrägen Rampen, über die man zu Fuß aufs Dach steigen und einen wunderbaren Blick auf die Stadt genießen kann, ist das größte Kulturbauwerk Norwegens ein architektonisches Juwel.

Kreuzfahrtschiffe wie die Nieuw Statendam landen im kleinen Ort Flåm am Ende des Aurlands­fjords an. Foto: Holland America Line

Natürlich reicht ein Tag nicht aus, um Oslo wirklich näher kennenzulernen, aber für einen ersten Eindruck genügt es, denn die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen relativ nahe beieinander. Das Kon-Tiki-Museum ist dem norwegischen Zoologen und Anthropologen Thor Heyerdahl gewidmet. Er hat mit naturgetreuen Nachbauten antiker Flöße und Schiffe aus Balsaholz und Schilf die Ozeane überquert. Zum Beispiel mit der „Kon-Tiki“, einem Floß aus Balsaholz, die einzelnen Planken nur durch verknüpfte Seile miteinander verbunden, mit einem großen Leinensegel an einer der kurzen Seiten. Die Durchquerung des Pazifiks auf diesem Floß muss ein riesiger Unterschied zu einem modernen Kreuzfahrtschiff gewesen sein.

Auf Schiffen wie der Nieuw Statendam lässt das Bordprogramm während der Reise kaum Wünsche offen. Egal, ob beim Sport, im Spa, Spielcasino, Theater oder Kino – es gibt viele Möglichkeiten, sich an Bord die Zeit zu vertreiben. Vor allem Musikfreunde kommen auf der Nieuw Statendam mit dem Music Walk auf ihre Kosten: Nur wenige Schritte voneinander entfernt und zeitlich perfekt aufeinander abgestimmt, gibt es klassische Musik, Jazz, Pop-Hits und Rockmusik der 60er und 70er Jahre. Das kulinarische Angebot ist breit gefächert und egal, welche Richtung man bevorzugt, immer in Top-Qualität, wie Foodmanager Glenn bei einer Führung durch die Küchen und Vorratsräume versichert. „Der Fisch, den Sie hier sehen, ist gestern noch geschwommen“, erklärt Glenn.

Die „Wikinger-Route“ führt nach dem ersten Stopp in Oslo weiter südwestlich nach Kristiansand, entlang der Küste in die Ölmetropole Stavanger und schließlich den kleinen Ort Flåm am Ende des Aurlands­fjords. Hier sind sie wieder – die Farben des Nordens, die sich in den Blau- und Grüntönen der Fjorde finden, den grauen, hoch aufragenden Felsen und den dazwischenliegenden Gletscherzungen. Auf einer Paddeltour durch das klare Wasser des Nærøy­fjords wirken die steilen, gut 1800 Meter hohen Felswände rechts und links besonders beeindruckend. Dieser schmalste und spektakulärste Fjord Norwegens wurde 2005 von der ­Unesco zum Weltkulturerbe erhoben. „Cool“, befindet der 14-jährige Amerikaner Walt, der die Sommerferien mit seiner Familie in Europa verbringt, bei der Paddeltour.

Auf einer Paddeltour durch das klare Wasser des Nærøy­fjords kommt man den 1800 Meter hohen, steilen Felswänden näher. Foto: Holland America Line

Im wahrsten Sinne des Wortes hervorragend ist der Preikestolen, ein Felsplateau, von dem man einen traumhaften Ausblick auf den Lyse­fjord hat. Für diese Wanderung sollte man einigermaßen konditionsstark, trittsicher und vor allem schwindelfrei sein – der Felsen fällt 600 Meter senkrecht in den Fjord hinab und ist weder durch Zaun noch Geländer gesichert. Aber die Anstrengung lohnt sich – oben angekommen, bietet sich eine unvergleichliche Aussicht auf die schroffen Felswände, die sich gegen das glitzernde Wasser des Lysefjords abheben und sich weit gegen den Horizont erstrecken.

„Es ist jedes Mal wunderschön und immer wieder anders, durch die Fjorde zu fahren und diese grandiose Natur zu erleben“, schwärmt auch Kapitän Noel O’Driscoll und verrät, dass er sich auf diese Abschnitte der Route immer ganz besonders freut. Und so verlässt das Schiff den Sogne­fjord Richtung Nordsee mit Kurs zurück nach Amsterdam, die Farben und das klare Licht Südnorwegens begleitet es mit aufs Meer hinaus.

Diese Reise wurde unterstützt von Holland America Line.