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Namibia: Wo die Wüste auf das Meer trifft

Namibia : Wo die Wüste auf das Meer trifft

Wer an Wüste denkt, der sieht in der Regel eine weite orange-rote Landschaft mit hohen Dünen vor sich. Wohl niemals aber, vermutet man einen Ort, an dem die leuchtenden Körner des Sandes, direkt in den blauen Ozean stürzen. An der Atlantikküste Namibias, können Besucher genau dieses Spektakel beobachten.

Namibia besteht aus einem der ältesten Teile der Erdkruste. Der größte Teil des afrikanischen Landes besteht aus Savanne. Bei Touristen ist es vor allem für den gigantischen Etosha-Nationalpark mit seinen zahlreichen Tierarten bekannt. Mit 22.000 Quadratkilometern ist er nicht nur einer der größten Nationalparks, hier befindet sich auch die größte Salzpfanne der Welt. Sie ist sogar vom Weltall aus zu sehen.

Am Ende des Sandes folgt das Meer

Wer von hier aus weiter in den Westen des Landes fährt, der stößt vor allem auf eines: Trockenheit. Die Wüste Namib hält weite Teile der Landfläche fest in ihrem Griff. Hohe Sandberge türmen sich auf. Werfen Schatten. Werden vom Wind davon getragen. Die Wüste Namib ist die älteste der Welt, und einer der lebensfeindlichsten Orte auf dem Globus. Tagsüber steigen die Temperaturen leicht auf 40 Grad und mehr. Nachts wird es klirrend kalt. Regen gibt es hier keinen. Wasser ist in der Wüste ein rares gut.

Um so seltsamer ist das was passiert, wenn man den Kurs Richtung Westen aufrecht erhält. Denn am Ende des Sandes folgt das Meer. 1.500 Kilometer erstreckt sich die Atlantikküste entlang der Wüste. Bricht sie auf. Bricht sie ab.

Hier liegen Robben in der Sonne. Echsen wuseln über den Sand. Manchmal kommen auch Zebras, Hyänen und Giraffen hier her.

Ungefährlich ist das Gebiet des Namib-Skeleton-Nationalparks, aber nicht. Sein Name entstand durch die heftige Brandung, die hier auf die Küste prallt, und deren Kraft nicht nur Wale, sondern auch immer wieder Schiffe erliegen. Ihre Überreste finden sich teilweise noch heute am Strand, wie Warnhinweise für alle, die wagemutig genug sind, diesen Streifen Erde zu betreten - oder zu umschiffen.

Touren dorthin wo der Sand ins Meer fällt, lassen sich beispielsweise per Schiff oder Jeep von der Stadt Walvis Bay aus unternehmen. Von dort aus wird meist die Sandwich Bay angefahren. Eine Lagune die aus der Verschiebung der Sandmassen entstanden ist, und in der sich große Vogelkolonien angesammelt haben, darunter auch Flamingos.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Wo die Wüste Namib auf den atlantischen Ozean trifft

(ham)