Australiens Whitsunday Islands: Wie aus einem Gebirge ein Inselparadies wurde

Australiens Whitsunday Islands : Wie aus einem Gebirge ein Inselparadies wurde

Wer sich auf einer der Whitsunday Islands sonnt, würde nie auf die Idee kommen eigentlich auf der Spitze eines Berges zu liegen. Doch genau das sind die Inseln - die Spitzen einer Gebirgskette, die vor Jahrtausenden im Meer versunken ist.

Das Gebirge bildete einst die Ostküste Australiens, bis es vor rund 30.000 Jahren nach Ende der Eiszeit von Wasser umspült wurde. Übrig blieben 74 Bergwipfel - heute Whitsunday Islands genannt - auf denen Urlauber nicht etwa Wanderschuhe brauchen, sondern in Badekleidung eines der schönsten Inselarchipele der Welt genießen können.

Nur 17 der 74 Inseln sind bewohnt. Die meisten stehen unter Naturschutz und bieten Nistplätze für unzählige Vogelarten. Das liegt unter anderem an den dichten Regen- und Mangrovenwäldern auf den Inseln. Unter Wasser sind sie von Riffen umgeben, um die sich bunte Fische, kleine Haie und zur richtigen Jahreszeit sogar Buckelwale und ihre Kälber tummeln.

Der Flug auf die Insel dauert rund eineinhalb Stunden. Startpunkte sind die Großstädte der östlichen Küste: Cairns, Brisbane, Sydney und Melbourne. Das touristisch beliebte Airlie Beach liegt zwischen Cairns und Brisbane und ist Startpunkt für die Anfahrt mit der Fähre. Wer das Geld für eine Flugticket ausgeben will, sollte unbedingt den Fensterplatz buchen. Die Vogelperspektive zeigt türkisblaues Wasser, dass sich um Inseln mit weißen Traumstränden schlängelt. Bei dem Anblick steigt die Vorfreude aufs Sonnen, Schnorcheln und Entdecken.

Von Wassersport bis Whale-Watching

Auf den Inseln herrscht ganzjährig Sommer. Die Durschnittstemperatur beträgt sage und schreibe 27 Grad und das Wasser ist immer 20 bis 24 Grad warm. Das sind verfüherische Aussichten für ausgiebige Sonnenbäder, Spaziergänge am schneeweißen Strand und Cocktails an der Hotelbar.

Langweilig kann es gar nicht werden, denn die Whitsunday Islands bieten unzählige Möglichkeiten aktiv zu werden. Für alle, die auf dem Hinflug keinen Fensterplatz ergattern konnten, werden Helikopterflüge angeboten. Das wichtigste Requisit auf solch einem Flug ist natürlich die Kamera, um das perfekte Postkartenmotiv einzufangen.

Wer es extrem mag, kann auch versuchen während eines Fallschirmsprungs ein unvergessliches Foto zu schießen. Wieder auf dem Boden angekommen können die Urlauber Yachten oder Segelboote mieten und eines der besten Segelgebiete der Welt durchkreuzen. Geschwindigkeitsjunkies setzen eher auf den Jetski und Familien fühlen sich auf einer geführten Catamarantour wohl. Kinder werden es lieben durch den Glasboden im Boot die Fische zu beobachten.

In den Monaten Juni bis September bieten die Inseln ein besonderes Highlight - das Whale-Watching. Die warmen und durch Riffe geschüzten Gewässer bieten die ideale Umgebung für die Walweibchen ihre Jungen zur Welt zu bringen. Und so machen Sie auf Ihrer Reise in den Norden alljährlich vor den Inseln halt. Kein Urlauber, der das Glück hat zur richtigen Zeit vor Ort zu sein, sollte sich den Anblick entgehen lassen.

Ausflugsziel Great Barrier Reef

Ein Ausflug zum Great Barrier Reef ist Pflicht. Es ist das größte Korallenriff der Erde und eins der sieben Naturweltwunder. Von der UNESCO wurde es wegen seiner Schöhnheit und Einzigartigkeit zum Weltkulturerbe erklärt. Ein Segeltörn von den Whitsunday Islands zum Riff dauert vier Stunden, während derer an der perfekten Bräune gearbeitet werden kann. Bei einem Tauchgang oder ausgiebigem Schnorcheln können Besucher die ganze Vielfalt der Farben, Formen und Lebewesen des Great Barrier Reefs bestaunen. Korallen schimmern in allen Farben, während Papageien- und Clownfische vorüberziehen. Weitere Wegbegleiter in der Tiefe sind Haie, Seeigel, Seesterne und Schildkröten. Achtung Suchtpotenzial: Wer einmal dort unten war, wird schnell zum Wiederholungstäter.

Auf den Spuren der Ngaro

Die Whitsunday Islands sind nicht nur ein Urlaubsparadies, sondern haben auch kulturell einiges zu bieten. Ngaro heißt der Aboriginestamm, der früher auf den Inseln lebte. Die Ureinwohner waren Seeleute und fuhren mit ihren Booten von Insel zu Insel. Touristen können es ihnen auf dem "Whitsunday Ngaro Sea Trail" nachmachen, der sich mit Kayaks befahren lässt. Wer sich für uralte Höhlenmalereien interessiert, der muss allerdings den Seeweg verlassen und sich durch durch wilde Inselwälder schlagen. Doch keine Angst: Der Weg ist markiert und es gibt genug Plätze zum Rasten.

Für jeden die passende Insel

Die Entscheidung einen Urlaub auf den Whitsunday Islands zu machen ist schnell getroffen. Um den Urlaubern die Wahl der passenden Unterkunft zu erleichtern, haben sich die Inseln auf unterschiedliche Zielgruppen spezialisiert. South Molle Island gilt als besonders familienfreundlich, während Luxusliebende auf der Hayman Island eigene Strandvillen anmieten können. Wer es mondän mag steigt auf Hamilton Island ab und vergnügt sich dort auf dem hoteleigenen Golfplatz. Abenteurer reisen auf die wilde Hook Island und können dort campen oder im "Wilderness Resort" absteigen. Und wer sich nicht festlegen möchte, der reist mit dem Segelboot einfach von einer Insel zur nächsten. Eins ist klar: Egal auf welche Unterkunft die Entscheidung fällt, der Urlaub bleibt unvergesslich.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So schön sind die Whitsunday Islands

(ham)
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