Städtereisen nach Havanna : Auf eine Zigarre nach Kuba

Wer an Kuba denkt, denkt meist auch an Zigarren, Rum und Salsa. Die Insel inmitten der Karibik zählt zu den Top-Reisezielen des Jahres und überzeugte nicht nur Ernest Hemingway, der in der kubanischen Hauptstadt Havanna seine ganz persönlichen Spuren hinterlassen hat.

Der Satz "Mein Mojito in der Bodeguita" ist noch heute an der Wand in der "Bodeguita del Medio" zu lesen. Ernest Hemingway soll ihn einst dort aufgeschrieben haben. Der amerikanische Autor hat sich der Überlieferung nach fast täglich einen Mojito in der kleinen Kneipe in Havanna gegönnt. Heute sind die Wände von Graffiti, Kommentaren und Bildern überdeckt und machen die Bar zu einem Ort voller Geschichten.

Zum Stadtbild Havannas zählen aber auch prachtvolle Bauten aus der Kolonialzeit. Besonders sehenswert ist die Altstadt Havannas, La Habana Vieja, mit über 900 Bauwerken von historischer Bedeutung. Mit der "Castillo de la Real Fuerza", liegt zugleich auch die älteste Festung Amerikas im Westen des städtischen Hafens. Im 16. Jahrhundert erbaut, gilt sie als Beispiel militärischer Architektur aus der Zeit der spanischen Kolonialherrschaft in der Karibik.

Zigarren, Zigarren, Zigarren

Nahezu allgegenwärtig sind indes Zigarren paffende Männer und Frauen. Schon im 18. Jahrhundert entstanden auf Kuba die ersten Zigarrenmanufakturen. Und spätestens ab der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Zigarre so etwas wie das Nationalsymbol des Landes. In dieser Zeit entstanden auch die meisten wichtigen und noch heute bekannten Habanos-Marken wie Partagas (1827), H. Upmann (1844) und Romeo y Julieta (1850), die den Mythos bis heute lebendig halten.

Angebaut wird der Tabak fast ausschließlich am westlichen Ende Kubas. Nur dort sind Regenmenge, Bodenbeschaffenheit und Temperaturen ideal für Tabakpflanzungen. Als Herkunftsort für besten Zigarrentabak gilt dabei die Provinz Pinar del Rio, die von Havanna aus in zwei bis drei Stunden Autofahrt zu erreichen ist.

Natur und Nationalparks

Im Osten lockt die größte Antilleninsel mit dem "Parque Nacional Alejandro Humboldt", einem Naturschutzgebiet welches nach dem deutschen Forscher Alexander von Humboldt benannt wurde, der die Insel 1800 und 1801 besuchte. Mit einer Größe von rund 700 Quadratkilometern, Regenwäldern und Mangroven an der Küste, wirkt der Park wie ein Paradiesgarten und ist zugleich Heimat von seltenen Pflanzen und der Bienenelfe, dem mit maximal sieben Zentimetern kleinsten Vogel der Welt aus der Kolibri-Familie.

Bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt ist der "Parque Nacional Baconao" in der Nähe von Santiago de Cuba. Das etwa 900 Quadratkilometer umfassende Gebiet wurde 1987 zum Unesco-Biosphärenreservat erklärt. Teil des Parks ist ein prähistorisches Tal, in dem über 200 lebensgroß dargestellte Dinosaurier und andere Lebewesen zu sehen sind.

Weitere Informationen unter www.cubainfo.de.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Havanna - Rhythmus, Zigarren und bunte Autos

(sgo)