Mont Blanc - Nicht der höchste Berg der Alpen

Internationaler Tag des Berges : Extreme Zahlen über Berge und Gebirge

Hoch, unbezwingbar, atemberaubend - Berge zählen zu den größten Faszinationen der Erde. Seit über 600 Jahren versucht der Mensch die weißen Gipfel unter Einsatz seines Lebens zu erklimmen. Zum internationalen Tag des Berges, haben wir die extremsten Zahlen rund um Berge und Gebirge für Sie zusammengestellt.

Wer die Erde aus luftigen Höhen betrachten will, muss nicht immer in ein Flugzeug steigen. Es ist zwar anstrengender, aber diejenigen, die den strapaziösen Aufstieg auf einen Berggipfel wagen, werden mit einem Gratisausblick der Superlative belohnt.

Der höchste Gipfel Europas - ist nicht der Mont Blanc

Dafür muss nicht einmal eine besonders weite Reise zurückgelegt werden. Denn der höchste Gipfel Europas steht in den Alpen. Im Gegensatz zum allgemeinen Glauben, handelt es sich dabei jedoch nicht um den Mont Blanc mit seinen 4810 Höhenmetern, sondern um den Elbrus mit seinen stolzen 5642 Metern über dem Meeresspiegel. Der Berg besitzt übrigens einen Doppelgipfel und ist ein alter, stark vereister Vulkan.

Der höchste Gipfel der Welt

Das höchste Gebirge der Welt ist der Himalaya in Zentralasien. Insgesamt erstreckt es sich über 2500 Kilometer und besitzt mit dem 8848 Meter hohen Mount Everest zugleich den höchsten Berg der Erde. Damit nicht genug, neun Achttausender und über 200 Siebentausender ragen in dem langen Faltengebirge in den Himmel. Neben dem Mount Everest ist auch der Nanga Parbat ("Nackter Berg"), mit 8125 Metern der neunthöchste Gipfel der Welt, bekannt geworden - allerdings auf tragische Weise: Im Süden des Berges liegt die Rupal-Flanke, die mit rund 4500 Metern höchste Gebirgswand. Sie wurde zum ersten Mal 1970 von den Brüdern Günther und Reinhold Messner erklettert. Beim Abstieg kam Günther Messner auf bis heute ungeklärte Weise ums Leben.

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Der höchste befahrbare Pass der Welt

Bei dieser Ansammlung von Riesen ist es kaum verwunderlich, dass auch der höchste befahrbare Pass der Welt im Himalya-Gebirge liegt, genau genommen in Tibet. Sein Name ist "Semo La", er liegt auf 5575 Metern Höhe. Eine befestigte Straße gibt es hier nicht, doch über die Schotterpiste fahren trotzdem regelmäßig Lastwagen. Semo La zieht sich über 150 Kilometer von Nord nach West-Tibet, steile Strecken gibt es zum Glück der Fahrer kaum.

Die heftigsten Lawinen

Der Winter mit den schlimmsten Lawinen des 20. Jahrhunderts in den Alpen ereignete sich im Jahr 1950. In mehreren Großlawinen kamen in der Schweiz, Österreich und in Italien 265 Menschen ums Leben. Daraufhin wurden viele Maßnahmen zu einer Verbesserung des Schutzes vor Lawinen ergriffen. Mit Erfolg: Trotz eines starken Anstiegs des Wintermassentourismus forderten vergleichbare Lawinen etwa im Februar 1999 "nur" 17 Todesopfer.

Höher geht nicht

Übrigens können Berge nicht unendlich wachsen. Würde ein Berg über 9000 Meter ragen, könnte seine Basis das Eigengewicht nicht mehr tragen. Der Gigant würde durch die feste Erdkruste in den flüssigen, heißen Kern der Erde vorstoßen und zusammenstürzen. Auch die größten Gebilde der Welt können also bestimmte Grenzen nicht überschreiten.

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(ham)
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