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Venedig: Ab Januar 2023 müssen Besucher Eintrittsgeld zahlen​

Tagesausflüge kosten zwischen drei und zehn Euro : Ab Januar 2023 müssen Venedig-Besucher Eintrittsgeld zahlen

Touristen müssen für einen Tagesausflug nach Venedig ab Januar reservieren und eine Gebühr bezahlen. Die beläuft sich auf drei bis zehn Euro. Die Stadtverwaltung stellte am Freitag neue Vorschriften vor, die am 16. Januar in Kraft treten.

Wer nicht in Venedig übernachtet, muss sich im Internet für das geplante Datum seines Aufenthalts anmelden. Die Gebühr beträgt zwischen drei und zehn Euro. Die Höhe ist davon abhängig, wie weit im Voraus gebucht wird und ob es sich um die Hochsaison handelt. Ausgenommen davon sind Kinder unter sechs Jahren und Menschen mit Behinderungen. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit einem Bußgeld von bis zu 300 Euro rechnen.

Die Vorschriften dienen dazu, besser mit der Zahl der Touristen in Venedig umgehen zu können. Die Besucherzahl liegt häufig weit über der Einwohnerzahl von etwas mehr als 50.000. Wegen der Zahl der Menschen sind enge Gassen verstopft und auf den Fußgängerbrücken über die Wasserwege in der Lagunenstadt herrscht Gedränge.

Der Tourismuskommissar von Venedig, Simone Venturini, gab an, dass mit der Regelung die Zahl der Tagestouristen nicht beschränkt werden solle. „Wir werden nicht über Zahlenbegrenzungen reden“, sagte er in einer Pressekonferenz. Mit der Regelung solle ein Gleichgewicht zwischen Einwohnern und Besuchern geschaffen werden. Sie werde hoffentlich Spannungen zwischen ihnen abbauen.

Etwa vier Fünftel aller Touristen in Venedig sind nur zu einem eintägigen Ausflug dort. 2019 waren das Jahr über rund 19 Millionen Tagestouristen in der Stadt. Auch Gäste von Kreuzfahrtschiffen, die in Venedig aussteigen, müssen das Eintrittsgeld zahlen. Es entfällt nur, wenn ihr Kreuzfahrtunternehmen eine festgelegte Gebühr an Venedig entrichtet.

Hotelgäste zahlen bereits eine Unterkunftssteuer, weshalb sie die neue Gebühr nicht zahlen müssen.

(felt/dpa)