Traumküste Kroatien- Urlaub zwischen Welterbe und Strand

Kroatien : Traumküste mit Mittelalterflair

Unesco-Welterbestätten, sonnige Badebuchten mit kristallklarem Wasser und mediterrane Delikatessen: Die kulturellen und landschaftlichen Reize von Dalmatiens Küste lassen sich besonders entspannt per Motorjacht erkunden.

Einfach prächtig – schnell ist man auf der Uferpromenade der Hafenstadt Trogir vom mediterranen Flair der dalmatischen Küste gefangen. Die Festung Kamerlengo, stolze Renaissance- und Barockvillen und die Kathedrale des heiligen Laurentius künden von der wechselvollen Geschichte der Stadt, die im Mittelalter erst unter der Herrschaft kroatischer Fürsten, dann der Venezianer stand. Schnell entflieht man in der architektonischen Glanzkulisse dem Arbeitsstress daheim, verliert sich in den engen Gassen mit ihren Schmuckläden und gemütlichen Restaurants.

Im Hafen von Trogir wartet bereits Kapitän Ante Vukovic samt Crew auf 40 Gäste, für die seine Motorjacht „Solaris“ in den nächsten sieben Tagen zum schwimmenden Hotel wird. Von Trogir aus führt die Route über Split bis nach Dubrovnik und wieder zurück. Bereits nach kurzer Fahrt legt die brandneue Jacht im Hafen von Split an. Von dort schlendert man in wenigen Minuten zu den Überresten des Palastes des römischen Kaisers Dio­kletian, der hier im dritten Jahrhundert seinen Altersruhesitz errichten ließ. Richtig romantisch wird es dann am Abend, wenn die alten Gemäuer der Altstadt im Licht dezenter Scheinwerfer erstrahlen, in kleinen Konobas bei Kerzenlicht maritime Delikatessen serviert werden und der Tag bei einem Glas kroatischen Weines ausklingt.

Am folgenden Morgen beginnt das Inselhopping. Die meisten der vorwiegend deutschen Gäste an Bord haben es sich auf Sonnenliegen auf dem Oberdeck gemütlich gemacht. Kapitän Vukovic hält währenddessen Ausschau nach besonders schönen Buchten, um Badepausen einzulegen. Im glasklaren, badewannenwarmen Wasser können seine Gäste bald schwimmen und schnorcheln, bis die Glocke zum mediterranen Mittagessen erklingt. Schnell kommt man bei einer nahezu familiären Atmosphäre ins Gespräch und begründet neue Freundschaften, während am Ufer sanfte Olivenhaine, Weinberge, Lavendelfelder, dichte Pinienwälder, schroffe Karstfelsen und Bergketten vorbeigleiten. Idyllische Inselstädtchen laden auf den Inseln Hvar und Mljet an lauen Abenden zu Spaziergängen ein, wo Körper und Geist Gefallen am lockeren „Dolce Vita“ Dalmatiens finden. Meist trifft man seine Mitreisenden in einem der Fischrestaurants wieder, die direkt am Wasser den Fang des Tages nebst Blick auf den Sonnenuntergang offerieren, untermalt von dezenter kroatischer Musik.

Im kroatischen Trogir beginnen und enden Seereisen entlang der dalmatischen Küste. Foto: Michael Juhran

Viel zu schnell – meinen die meisten Gäste an Bord – erreicht die „Solaris“ nach vier Tagen Dubrovnik. Es ist Hochsaison und obwohl gerade kein Kreuzfahrtschiff die „Perle der Adria“ belagert, drängen Dutzende von Reisegruppen durch das Pile-Tor in die Altstadt, bestaunen ihre beeindruckende Kulisse von der Festung Lavrijenac aus oder lauschen den Erklärungen ihres Stadtführers vor dem Rektorenpalast. Nur in einigen schmalen Gassen, zu denen steile Treppen führen, trifft man noch auf das ursprüngliche Leben. Dort und während eines Rundgangs auf der Stadtmauer kann man dem emsigen Treiben der Touristengruppen entfliehen. Von oben öffnet sich ein fantastisches Panorama über die mittelalterliche Innenstadt auf der einen und die umgebende Adria mit der Insel Lokrum auf der anderen Seite. Man erhält einen Eindruck vom eins­tigen Reichtum der Handelsmetropole und fühlt sich wie in einem riesigen Freiluftmuseum. Das hat jedoch seinen Preis. Es ist verständlich, dass nahezu jeder Dalmatien-Tourist dieser Bilderbuchstadt einen Besuch abstatten möchte. Mehr als 100.000 Gäste zählt die historische Innenstadt in der Hochsaison monatlich, die Mieten und Preise liegen weit über dem kroatischen Durchschnitt und die touristischen Betriebe verdrängen zusehends die Einwohner.

Mit einem zwiespältigen Gefühl verlässt man eine der schönsten Städte der Adria. Noch einmal geht es auf der Rückreise mit Zwischenstopp in Korcula und Brac an einigen der 900 Inseln Dalmatiens vorbei, bis die Reise normalerweise in Trogir endet. Doch nur eine Autostunde vom Endpunkt der Schiffsreise entfernt befinden sich malerische Wasserfälle und Stromschnellen, die sich im Krka Nationalpark über Kalkkaskaden ins Tal ergießen und die Stadt Sibenik mit ihrem berühmten Dom, dem Fürstenpalast und der Festung St. Mihovil hoch oben über der Bucht – ein Fest für die Augen und ein Muss für jeden Hobbyfotografen.

Die Recherche wurde von der Kroatischen Zentrale für Tourismus und von I.D. RIVA unterstützt.

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