Städtereisen Barcelona : Gaudi, Meer und spanisches Lebensgefühl

Barcelona gehört zu den beliebtesten Zielen für Kurzreisen. Zu Recht, wissen alle, die schon einmal da waren. Wir zeigen, welche Sehenswürdigkeiten Sie während eines verlängerten Wochenendes in der katalonischen Hauptstadt auf keinen Fall verpassen dürfen.

Barcelona liegt im spanischen Bundesland Katalonien an der Mittelmeerküste. Das macht die Metropole für Urlauber besonders attraktiv. Sie bietet nicht nur unzählige Sightseeing-Möglichkeiten, sondern auch Entspannung am Strand.

Wer allerdings nur wenige Tage Zeit hat, um die Stadt zu erkunden, sollte den Strandaufenthalt auf ein Minimum begrenzen. Denn umso mehr Zeit bleibt für die Besichtigung von Sehenswürdigkeiten, das Flanieren durch die Straßen, das Genießen der Tapas in örtlichen Bars und für jede Menge andere Aktivitäten.

Um den Städtetrip so unkompliziert wie möglich zu machen, bietet das Tourismusbüro von Barcelona die sogenannte "City Card" an. Für drei Tage kostet die Karte 47 Euro und bietet Besitzern einige Vorteile. Zu den meisten Museen haben sie freien Eintritt und müssen nicht in der Schlange stehen. Bei sämtlichen anderen Sehenswürdigkeiten, Museen, Restaurants oder Führungen werden die Preise für Kartenbesitzer reduziert. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind für alle Tage frei nutzbar. Wenn ein strammes Sightseeing-Programm durchgezogen wird, ist die City Card also durchaus empfehlenswert.

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Die Sagrada Familia

Die bekannteste Sehenswürdigkeit Barcelonas ist sicherlich Gaudis Sagrada Familia. Die Kirche wird als sein Lebenswerk bezeichnet. Von 1882 bis zu seinem Tod im Jahr 1926 arbeitete er an ihr. Abgeschlossen wurde der Bau bis heute noch nicht. Schätzungen zu Folge soll das 2026 der Fall sein. Acht der zwölf über 100 Meter hohen Glockentürme sind bereits fertig gestellt. Die mächtige Kuppel wird einmal über 170 Meter weit in die Luft ragen. In einem sind sich die Bewohner Barcelonas sicher: Die Sagrada Familia wird einmal alle bisher von der Christenheit errichteten Kirchen an Großartigkeit übertreffen.

Besucher sollten die Sagrada Familia am besten morgens oder nachmittags besichtigen, zu den Stoßzeiten am Vormittag kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Von draußen kann in der Zeit schon einmal die beeindruckende Fassade der Kathedrale in Augenschein genommen werden, in die sehr detailreich biblische Geschichten und andere Botschaften gehauen wurden. Im Innenraum, ganz nach Antoni Gaudi gestaltet bringt Besucher noch mehr zum Staunen.

Mercat de la Bouqeria

Die Markthallen des Mercat de la Boqueria liegen an der Straße La Rambla in Barcelona. Unter einem riesigen aus Glas und Stahl konstruiertem Dach reihen sich auf 2.583 Quadratmeter die Stände aneinander. In den Anfangszeiten des Marktes - im Jahr 1217 - sah es dort freichlich noch nicht so prächtig aus. Damals standen in der Nähe des ehemaligen Stadttors Boqueria nur einfache Tische auf denen Fleisch verkauft wurde. Ab 1470 wurde im Dezember dort der Schweinemarkt abgehalten.

Heutzutage empfängt La Bouqeria Besucher mit einer intensiven Geruchsmischung. Die Düfte von Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch vermischen sich zu einer ganz besonderen Note, die diesen riesigen Markt auszeichnet. Ebenso hinterlassen die vielen Farben der Stände und Auslagen einen bleibenden Eindruck. Das Schlendern die Stände entlang, mit Blick auf die vielen Köstlichkeiten kann natürlich Hunger machen und deswegen gibt es an den Ecken viele Bars, an denen Besucher essen und trinken genießen und dabei das rege Treiben beobachten können.

Und da der Markt direkt an der berühmten Flaniermeile "La Rambla" liegt, lohnt es sich auch diese knapp 1300 Meter lange Promenade einmal entlangzulaufen. Dort gibt es viele Geschäfte, Boutiquen, Cafes und Straßenkünstler zu sehen. Auch um das Nachtleben Barcelonas tu testen ist La Rambla die bekannteste Anlaufstelle.

Museu d`Historia de la Ciutat

Im Museu d`Historia de la Ciutat wir die Geschichte der Stadt auf drei Etagen nacherzählt. Besonders beeindruckend ist das Untergeschoss. Einige Meter unter der Erde gehen Besucher auf eine Zeitreise, die sie 2000 Jahre zurückkatapultiert. Denn dort sind die Reste einer der größten römischen Siedlungen zu sehen - Barcino, wie Barcelona zu Zeiten der Römer hieß. Es wurde um zehn vor Christus von Kaiser Augustus gegründet.

Auf 4000 Quadratmetern können Besucher heutzutage die Ausgrabungen bestaunen. Als erstes betreten sie eine antike Wäscherei und Färberei, dann geht es weiter in eine Weinkellerei und schließlich in eine Kathedrale. In der Ausstellung sind nicht nur die alten Gemäuer zu sehen, Besucher erfahren auch viel über das Leben zur Römerzeit.

In den oberen Geschossen wird ebenso eindrucksvoll das Aussehen des historischen Barcelona des Mittelalters und der Gotik dargestellt. Alle Besitzer der City Card genießen freien Eintritt und brauchen nicht anzustehen.

Park Güell

Der Park Güell wurde wie die Sagrada Familia von Gaudi entworfen. Die Anlage liegt hoch über der Stadt, so dass sich ein hervorragender Ausblick auf Barcelona bietet. Doch das ist bei weitem nicht alles was der Park zu bieten hat. Gaudi hat mit seiner Kunst, die er mit der Natur verflochten hat einen wahren Märchengarten erschaffen. Das Gewirr aus Wegen, Laubengängen und Brücken führt Besucher durch eine gründe Landschaft, in der es viel zu entdecken gibt.

Zu sehen gibt es viele aus buntem Bruchkeramik bestehende Gebäude und Mauern. Das berühmteste Werk im Park Güell ist die quitschbunte gewundene Bank vor der Markthalle. Von dort aus haben Besucher einen wunderschönen Blick über die Stadt und den restlichen farbenfrohen Park. Für einen Besuch hoch über der statt sollte etwas Zeit eingeplant werden. Der Park verzaubert jeden Besucher und lädt zum rasten und verweilen ein. Ein anschließender Besuch im Gaudi Museum bietet sich an, da es sich nur etwa 200 Meter vom Haupteingang entfernt befindet.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Sehenswürdigkeiten in Barcelona

(ham)