Städtereisen Venedig: Eintauchen in die Stadt der Inseln und Kanäle

Städtereisen Venedig : Eintauchen in die Stadt der Inseln und Kanäle

Venedig, die wohl romantischste Stadt Italiens, besteht aus 120 kleinen Inseln, die über 444 Brücken miteinander verbunden sind. Mit vielen kleinen Gassen und Kanälen gleicht die Stadt einem Labyrinth, in dem sich prunkvolle Baukunst mit italienischem Flair vereint. Wir zeigen Ihnen, was Sie in 48 Stunden Venedig nicht verpassen dürfen.

Venedig ist eine Stadt des Wassers. Kanäle ersetzten die Straßen und Gondeln die Autos. Eine Stadt, die jeder mit Kunst, Kultur und Romantik verbindet. Doch sie hat mit einem Problem zu kämpfen: Venedig droht im Meer zu versinken. Gebaut wurde die Stadt auf einem matschigen Untergrund, der langsam dem Gewicht der gewaltigen Bauwerke weicht. Zwar sollen lange Holzpfähle die Mauern an den Ufern stabilisieren, dennoch sinkt die Lagunenstadt jedes Jahr um einige Millimeter ins Meer ab. Ein guter Grund, um Venedig einen Besuch abzustatten, so lange es noch geht. An einem Wochenende lassen sich bereits die wichtigsten Sehenswürdigkeiten erkunden.

Sehenswürdigkeiten rund um den Markusplatz

Am einfachsten lässt sich Venedig zu Fuß erkunden. Der Markusplatz gilt als Orientierungspunkt im Herzen der Stadt, außerdem stehen hier einige der historisch bedeutungsvollsten Bauwerke der Stadt.

Der Dogenpalast beispielsweise stammt aus dem 16. Jahrhundert und diente als Regierungssitz des Staatsoberhauptes von Venedig - dem sogenannten Dogen. Der prächtige Palast sollte die Macht Venedigs über die Handelswege auf dem Mittelmeer repräsentieren. Heute gehört er zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Region. Neben den Wohn- und Regierungsräumen ist auch die Waffenkammer zu besichtigen. Ein besonderer Tipp ist die Sonderführung der "geheimen Wege". Hier geht es unter anderem durch die Folterkammer und in die sogenannten Bleikammern, wo die Gefangenen untergebracht wurden.

Auch ein Besuch im Markusdom ist empfehlenswert. Seit Jahrunderten hütet der Hauptaltar im Dom die Überreste des Heiligen Markus. Mosaiken verzieren das Innere des Doms. Sie erzählen die Markuslegende sowie Bibelgeschichten aus dem Alten und dem Neuen Testament. Weitere Kunstschätze aus dem Markusdom sind im Museo di Basilica, das Museum des Markusdoms, ausgestellt.

Der Campanile, der Glockenturm des Markusdoms, ist das höchste Bauwerk Venedigs. Von seinem Aussichtsbalkon bietet sich ein einzigartiger Panoramablick über die Lagunenstadt. Die Besucherschlangen davor sind jedoch meistens sehr lang. Wer nicht warten möchte, kann auch die Kirche auf der gegenüber liegenden Insel San Giorgio Maggiore besuchen. Sie bietet ebenfalls eine schöne Aussicht auf die Lagunenstadt.

Für alle Kunstliebhaber, die es bis zum Südufer des Canal Grande, abseits vom Markusplatz schaffen, bietet sich noch ein Besuch in der Galleria dell' Accademia an. Hier sind über 800 Meisterwerke von großen Künstlerin wie Bellini, Carpaccio, Guardi und Giorgione gesammelt.

Der Klassiker: Mit der Gondel durch die alten Kanäle

Eine traditionelle Fahrt mit der Gondel darf bei einer Venedigreise natürlich nicht fehlen. Einmal den Canal Grande zu durchqueren eignet sich besonders gut, da er an Venedigs prachtvollsten Bauten und an der traditionellen Rialtobrücke entlang führt. Anlegestellen und Gondeliers gibt es überall in der Stadt.

Wer sich etwas gönnen möchte, erfüllt sich mit dem nötigen Kleingeld den Traum von einer romantischen Gondelfahrt bei abendlicher Beleuchtung. Begleitet wird die Fahrt von traditioneller venezianischer Musik. Ein Abendessen mit drei Gängen im Restaurant Al Giglio runden das Erlebnis ab und lassen den Abend gemütlich ausklingen.

Ausflug auf Venedigs Inseln

Venedig ist eine sehr beliebtes Touristenziel und das Stadtzentrum daher meist überfüllt. Eine entspannte Abwechslung zu dem Trubel bietet ein Ausflug auf die Nachbarinseln. Besonders sehenswert sind die Inseln Murano, Burano und Torcello, die in einer Tour erreichbar sind. Mit dem Motorboot geht es entlang der Küste der Insel San Giorgio Maggiore mit dem ersten Halt auf Murano. Die Insel ist besonders bekannt für ihre antike Glasherstellung. Hier können Besucher die Glasermeister bei ihrer Arbeit beobachten. Weiter geht es auf die Fischerinsel Burano, die etwas weiter nördlich liegt und mit ihren farbenfrohen Häusern begeistert. Sie ist berühmt für die handwerkliche Herstellung von Fischernetzen.

Die Insel Torcello ist ein echter Geheimtipp fernab vom Touristenrummel. Hier kann man die Lagungenlandschaft und eine natürliche Ruhe genießen. Die Kathedrale Santa Maria Assunta ist das Wahrzeichen der Insel und eine der wenigen Barrockkirchen von Venedig. Allein die Kunstwerke im Inneren der Kirche sind einen Besuch wert.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Sehenswürdigkeiten in Venedig