Mit dem Rucksack um die Welt: Ein Muzungu auf Safari

Mit dem Rucksack um die Welt: Ein Muzungu auf Safari

In Tansania ist es heiß. Sehr heiß. Das Trügerische an der Sache: Morgens ist davon noch so ziemlich gar nichts zu spüren, erst nach Mittag – und dann richtig – knallt die Sonne einem so ziemlich auf die Birne. Aber wer deswegen klagen will, der hat sich mit dem Reiseziel vertan.

Tansania ist aber nicht nur heiß, sondern auch der Hammer. Natürlich will jeder, der mit Touristen zu tun hat, einem so viel Geld wie möglich abknöpfen. Aber das ist in Paris, Prag und New York nicht anders. Der Unterschied: In den äußeren Bezirken von Arusha, dem ersten Stopp der Reise, sind die Menschen an Gäste aus Europa zumindest nicht so sehr gewöhnt, dass sie sie nich dauernd anschauen – und dann schüchtern grüßen.

Besonders kleinen Kindern fallen fast die Augen aus dem Kopf, wenn sie einen "Weißen" sehen. Wenn man sie dann auch noch freundlich mit "Jambo", also "Hallo" begrüßt, dann bringt sie das völlig aus dem Häuschen. Dann flippen sie total aus und fangen an zu tanzen, winken euphorisch und rufen wie verrrückt "Muzungu". Das ist Swahili – und heißt "Weißer".

Nur auf Touristen trifft man dafür auf einer Safari. Zum Glück aber nicht nur auf die, sondern auch auf Tiere, die man in freier Wildbahn noch nie gesehen hat. Im riesigen Tarangire-Nationalpark und im unfassbar schönen Ngorongoro-Krater kreuzen Zebras und Gnus den Weg des Jeeps, den ein Einheimischer fährt und in dem man mit einem Kubaner und einer Schwedin das Fernglas nur ganz selten braucht, um die Tiere aus der Nähe zu sehen – und dann auch noch in Aktion.

  • Fotos : Tiere, Strand und Wildnis in Tansania

Löwen jagen ein Warzenschwein, Aasgeier nehmen eine tote Giraffe aus und Elefanten futtern was das Zeug hält. Nashörner, Flusspferde und Geparden versuchen sich zwar zu verstecken. Doch ein guter Führer, und das sollte er für den Preis der Safari auch sein, weiß schon, wo er sie findet.

In diesem Sinne: Ich danke dir, Godlisten.

(spol)