Ein Reisebericht : Zu den Stauseen und Felsen der Nordeifel

Wir starten an der Bushaltestelle Vogelsang-Walberhof in das Nationalpark-Abenteuer. Sie befindet sich an einem Kreisverkehr an der B 266 zwischen Einruhr und Gemünd. Direkt gegenüber der Einfahrt des Parkplatzes fahren wir an einer Informationstafel vorbei auf einem geschotterten Radweg parallel zur B 266 in Richtung Wollseifen, rollen durch eine Senke hindurch und erreichen eine Gabelung. Hier biegen wir rechts ab, weg von der Bundesstraße, fahren aber weiter in Richtung des verlassenen Dorfes. Wir befinden uns auf einem Plateau und radeln mit schönen Ausblicken über die Dreiborner Hochfläche geradeaus weiter.

An einer links des Weges gelegenen Kapelle fahren wir geradeaus weiter bis an eine Gabelung, an der wir uns links halten und damit in Richtung Wollseifen auf der Hochfläche bleiben. Hinter einer Rechtskurve erreichen wir das Geisterdorf Wollseifen. Seit Aufgabe des Truppenübungsplatzes erobert die Natur das Dorf. Außerdem bestehen Bemühungen, die Ruine der alten Kirche in einen Ort der Besinnung und des Gedenkens umzuwandeln.

An einer Kreuzung fahren wir geradeaus und biegen wenige Meter weiter an der nächsten Kreuzung links ab. Auf dem natürlich gestalteten Weg passieren wir die links des Weges gelegene Kirchenruine von Wollseifen, St. Rochus.

Wir lassen die Kirche links liegen und radeln an einigen Gebäuden vorbei geradeaus aus dem Ort hinaus. Unsere Strecke wird ab hier geprägt von recht grobem Untergrund, der jedoch mit einem handelsüblichen Trekkingrad gut, aber mit Vorsicht zu befahren ist. Ein Schild in Richtung Urftstaumauer weist uns nach rechts eine kurze Gefällstrecke hinab. Danach fahren wir weiter auf der Dreiborner Hochfläche und genießen die Sicht auf den Nationalpark und den Internationalen Platz Vogelsang. Wir folgen dem Weg, bis er steiler wird, und fahren vorsichtig einen Berg hinab bis an eine T-Kreuzung. Hier biegen wir links ab und müssen einen kurzen Anstieg hinauf. Danach geht es recht steil weiter talwärts bis an eine Gabelung, an der rechts ein Aussichtspunkt und links der weitere Weg bergab auf uns wartet. Am Aussichtspunkt sehen wir direkt vor uns die Staumauer der Urfttalsperre, rechts davon den Urftstausee und links der Mauer den Obersee, der den unterhalb liegenden Rursee vom Urftstausee trennt. Gut überschauen können wir auch, wie sich die Stauseen durch das Urfttal und den umliegenden Nationalpark schlängeln.

Das folgende stark abschüssige Wegstück bis ans Ufer des Sees sollten wir sicherheitshalber (und wie per Schild empfohlen) schiebend bewältigen. Am Ende des Gefälles erreichen wir hinter einer Spitzkehre nach links Uferniveau und radeln ab jetzt sehr beschaulich direkt am Rand des Sees entlang. Links steigen steile bewaldete Hänge empor, die rechts des Weges nach wenigen Metern am Ufer des Sees enden. An einer weiteren Spitzkehre haben wir von einer Bank aus einen schönen Blick auf den Obersee. Auf dem folgenden Streckenabschnitt entfernen wir uns ein wenig vom Ufer des Sees und durchqueren eine offene Wiesenlandschaft. Wir radeln durch Obst- und wilde Blumenwiesen und erreichen den Ausgang des ehemaligen Militärgeländes. Wir erkennen dies an einem großen Tor und einem verlassenen Wachhäuschen.

Nach einiger Zeit rollen wir an einem Parkplatz entlang nach Einruhr hinein. Wir folgen der Rurstraße geradewegs in das Dorf und auf die Kirche zu; dort biegen wir rechts ab in die Straße Am Obersee, die uns bis ans Seeufer führt. Wir fahren nach links am Wasser entlang weiter und können zwischen verschiedenen Lokalen für eine Rast wählen. Bis an eine T-Kreuzung (rechts liegt ein Parkplatz) bleiben wir auf der Straße Am Obersee, biegen dann rechts und an der nächsten Möglichkeit erneut rechts ab, um den See zu überqueren. Am anderen Ufer kreuzen wir an einer Verkehrsinsel die Straße und folgen ihr geradeaus einen Anstieg hinauf. An einem rechts der Landstraße gelegenen Wanderparkplatz überqueren wir die Straße und radeln am linken Ende des Parkplatzes in einen Wirtschaftsweg hinein. Nun geht es wieder immer am Ufer entlang. (Einmal müssen wir für ein paar Meter schieben, weil ein Felsen aus dem Wasser hinausragt und uns eine kurze, nicht fahrbare Passage zu Fuß bergauf zwingt.) Oben angekommen rollen wir weiter und erreichen schon bald asphaltierten Untergrund, dem wir bergab bis an eine T-Kreuzung folgen, wo wir rechts abbiegen. Sanft rollen wir nun weiter bergab, an Parkplätzen vorbei bis an den Rursee. Links des Weges nach ungefähr 16 Kilometern liegt der Ort Rurberg.

Unsere Route führt geradeaus weiter auf den Staudamm Paulushof vom Obersee. Dieser trennt den Rursee von der Urfttalsperre, und dort liegt das Hotel-Restaurant Paulushof und mehrere Cafés. Wir überqueren die Staumauer, biegen am anderen Ufer rechts ab in Richtung Urfttalsperre und fahren auf einem Schotterweg, immer am Seeufer des Obersees entlang, in den Nationalpark Eifel hinein.

Links des Weges erheben sich nun imposante, mit Buchen und Eichen bewachsene Steilhänge. Die Bäume werden hier nur wenige Meter groß — der felsige Untergrund könnte höheren Bäumen nicht den notwendigen Halt geben. Rechts des Weges haben wir immer wieder Blick auf den Obersee, der sich wie eine Schlange durch das Urfttal windet. Zunächst fahren wir fast eben auf Höhe des Seeufers weiter. Nach einiger Zeit führt uns der Weg ein wenig in den Berg hinein und aus dem Wald hinaus: Wir fahren am Ende einer Steigung in die Siedlung Obersee ein. Der nun asphaltierte Weg bringt uns geradeaus bis an die Staumauer der Urfttalsperre. Hier befindet sich auch das Ausflugslokal Urftseemauer mit einer schönen Sonnenterrasse.

Wir lassen Restaurant und Staumauer rechts liegen und folgen der kleinen Straße nach links aus dem Ort hinaus. Hier genießen wir den Rundblick in den Nationalpark und auf die Burg Vogelsang. Unsere Route verläuft immer weiter am See entlang. In einer Bucht folgen wir an einer scharfen Rechtskurve einem Wegweiser in Richtung Gemünd nach rechts. Wir fahren nun durch ein Tor wieder in das ehemalige Militärübungsgelände hinein. Die asphaltierte Straße wird zum Schotterweg, dem wir am Ufer entlang folgen. Links des Weges türmen sich immer wieder imposante Felsformationen auf.

Unser Weg schlängelt sich am Ufer des Sees entlang bis zu einer Brücke. Auf ihr überqueren wir den Urftstausee. Am anderen Ufer müssen wir einen Anstieg hinauf, um zur Burg Vogelsang zu gelangen. Leider haben die Radwegebauer hier wenig Gnade walten lassen: Der Anstieg ist unglaublich steil. Wir passieren einen Sportplatz, erreichen eine Gabelung und fahren nach links weiter. An dieser Stelle haben wir auch schon die ersten Gebäude der Burg erreicht.

Links an den Häusern vorbei geht es noch ein Stück bergauf bis zu einer weiteren Gabelung. Vor uns mündet der Weg auf eine Straße; nach rechts kommen wir zum Internationalen Platz Vogelsang, hier bietet sich im Forum Adlerhof auch die Möglichkeit zu einer Einkehr vor dem Ende unserer Tour. Wir fahren nach links weiter und erreichen die Vorgebäude von Vogelsang. Durch ein monumentales Einfahrtstor radeln wir geradeaus auf der nun vierspurigen Zufahrt und durchfahren eine Schranke. Wir erreichen den Kreisverkehr und damit den Ausgangspunkt unseres Abenteuers, die Bushaltestelle Vogelsang-Walberhof.

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(RP)