1. Leben
  2. Reisen

Corona-Regeln für beliebte Reiseziele im Winter wie die Kanaren, die Karibik, die Türkei und Tunesien

Urlaub in der Weihnachtszeit : Diese Corona-Regeln gelten für beliebte Reiseziele im Winter

Wegen der Pandemie gilt es bei der Reise in andere Länder einiges zu beachten. Je nach Ziel variieren die Einreisevoraussetzungen und Regeln vor Ort. Ein Überblick.

Wenn Nächte kurz und kalt werden, zieht es viele Deutsche in wärmere Länder. Je nach Reiseziel gilt es dabei unterschiedliche Corona-Regeln zu beachten. Ein Überblick über die Vorgaben an beliebten Urlaubsorten:

Ohne Test nach Ägypten einreisen kann jeder, der vollständig geimpft ist. Der Impfnachweis muss nach Angaben des Auswärtigen Amtes über einen QR-Code abrufbar sein. Wer gar nicht oder noch nicht vollständig geimpft ist und aus Deutschland in das ostafrikanische Land einreisen will, braucht einen negativen PCR-Test, der nachweislich nicht älter als 72 Stunden sein darf. Das gilt auch für Genesene. Den ägyptischen Behörden muss das Testergebnis in englischer oder arabischer Sprache vorgelegt werden. Kinder unter sechs Jahren sind von der Testpflicht ausgenommen. Bei der Ankunft im Land muss eine sogenannte Gesundheitskarte ausgefüllt werden. Deren Vorlage ist unter Umständen aber bereits beim Check-In in Deutschland notwendig.

Wer direkt nach Hurghada, Sharm el Scheikh, Marsa Alam und Marsa Matrouh einreist, hat die Möglichkeit, den erforderlichen PCR-Test kostenpflichtig am jeweiligen Flughafen machen zu lassen. Bis das Testergebnis vorliegt, gilt dann aber eine verpflichtende Quarantäne. Vor Ort muss im öffentlichen Raum immer eine Maske getragen werden. Vor Ausflügen ist es ratsam, sich genau über Öffnungszeiten zu informieren. Die können bei öffentlichen Einrichtungen, Sportstätten, Museen, Parks und Geschäften durch die Pandemie eingeschränkt sein.

Zur Zeit wird Ägypten genauso wie etwa die Türkei als Hochrisikoland eingestuft. Deswegen sollten Rückkehrer bereits vor dem Flug über die Digitale Einreiseanmeldung (www.einreiseanmeldung.de) ihren Impf- oder Genesenennachweis übermitteln, um nicht bei der Ankunft in Deutschland in Quarantäne zu müssen. Wer beides nicht vorlegen kann, muss fünf Tage warten, um sich frei zu testen.

Alle Türkei-Urlauber, die älter als zwölf Jahre sind, müssen 72 Stunden vor der Reise ein elektronisches Formular des türkischen Gesundheitsministeriums ausfüllen, das bei der Einreise oder am Check-In kontrolliert wird. Im Anschluss wird dem Reisenden ein sogenannter HES-Code mitgeteilt, den er bei Kontrollen im Land vorzeigen muss. Er kann auch digital über eine APP, oder eine SMS erhalten werden. Jeder, der aus Deutschland in die Türkei einreist und älter als zwölf Jahre ist, muss beim Check-In entweder einen negativen Test, den Nachweis einer vollständigen Impfung, oder eine amtliche Dokumentation der eigenen Genesung vorlegen, die nicht älter als sechs Monate sein darf.

  • Passanten gehen in der Innenstadt Kölns
    Gastronomie, Einzelhandel, Sport : Diese Corona-Regeln gelten aktuell in Köln
  • Menschen stehen kurz vor dem Jahreswechsel
    Crewmitglieder infiziert : Corona auf „Aida Nova“ – Kreuzfahrtschiff beendet Reise vorzeitig
  • Bereits vor einem Jahr wurde im
    2G Plus im Wegberger Grenzlandringbad : Einlass für Geimpfte und Genesene mit Testnachweis

Bei der Einreise werden stichprobenartige PCR-Tests und Temperaturmessungen durchgeführt. Auch in der Türkei muss im öffentlichen Raum ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Bei einigen öffentlichen Veranstaltungen und Einrichtungen wird vor dem Eintritt der HES-Code kontrolliert. Am besten hat man ihn also immer griffbereit.

Wer nach Tunesien einreisen möchte, ist verpflichtet einen negativen PCR-Test vorzulegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Außerdem muss vor dem Abflug eine elektronische Einreiseanzeige ausgefüllt werden. Die Dokumente und das Testergebnis sollten in englischer oder französischer Sprache ausgedruckt werden. Beides wird in Tunesien bei der Temperaturkontrolle am Flughafen übergeben. Wer nicht oder nicht vollständig geimpft ist, muss sieben Tage in speziellen Hotels auf eigene Kosten in Pflichtquarantäne.

Wie stark die Beschränkungen im jeweiligen Teil des Landes sind, hängt von der jeweiligen Provinzregierung ab. In der Gastronomie gilt außer am eigenen Tisch eine Maskenpflicht, ebenso in Geschäften, Hotels und öffentlichen Gebäuden. Im Großraum Tunis muss im gesamten öffentlichen Raum der Mund-Nasen-Schutz getragen werden, auch beim Fahren eines Autos mit mindestens einem Beifahrer.

Die Reise auf die Kanaren hat ähnliche Voraussetzungen wie in die Türkei: Im „Spain Travel Health Portal“ muss ein Formular ausgefüllt werden, das einen QR-Code erzeugt. Alle Urlauber ab einem Alter von zwölf Jahren müssen entweder ein negatives Testergebnis, den Nachweis der vollständigen Impfung, oder ein offizielles Dokument, dass die eigene Genesung mehr als elf, aber nicht länger als 180 Tage zurückliegt, vorzeigen.

Urlauber müssen nach Angaben des ADAC zudem auf den Kanaren die App „Radar Covid“ installieren, die sie direkt mit einer örtlichen Gesundheitsbehörde vernetzt. Aktuell ist die Maskenpflicht im Freien grundsätzlich aufgehoben, aber dort aktiv, wo nicht ausreichend Abstand eingehalten werden kann. Restaurants, Bars und Clubs müssen um 3 Uhr in der Nacht schließen, Tanzen ist nicht erlaubt. Auch sollte man sich noch einmal informieren welche Regeln zusätzlich im eigenen Hotel gelten.

Wer auf die Bahamas möchte, muss ein elektronisches Bahamas Health Visa beantragen. Hochgeladen werden muss dafür entweder ein negativer PCR-Test, der nicht älter als fünf Tage sein darf, oder den Impfnachweis hochladen. Nicht vollständig geimpfte Personen müssen bei der Einreise und vier Tage danach zusätzlich einen Antigen-Schnelltest machen. Kinder unter zehn Jahren sind hiervon ausgenommen.

Aktuell gilt auf den Bahamas noch der Notstand und eine nächtliche Ausgangssperre. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes muss auch „mit weiteren Einschränkungen im täglichen Leben wie Schließungen von Geschäften und Einrichtungen“ gerechnet werden. Auf den Inseln gibt es Checkpoints bei denen Reisende sich mit gültigem Lichtbildausweis ausweisen müssen. Der Zutritt zu Stränden, Nationalparks und anderen Sehenswürdigkeiten kann Beschränkungen unterliegen. Diese unterscheiden sich je nach Infektionsgeschehen auf den verschiedenen Inseln und sollten vor der Reise auf der Webseite des Premierministeramts überprüft werden.

Auch vor der Reise in die Dominikanische Republik muss ein elektronisches Formular ausgefüllt werden. Am Flughafen werden stichprobenartige Gesundheitskontrollen durchgeführt, an dem Reisende teilnehmen müssen, wenn sie keinen Impfausweis oder negativen PCR-Test vorweisen können. Bei öffentlichen Einrichtungen wie Restaurants, Bars, Geschäften und im Nahverkehr ist der Zutritt nur erlaubt, wenn ein Impfnachweis, oder ein negativer PCR-Test, der nicht älter als sieben Tage sein darf, vorgelegt wird. Gleiches gilt für Veranstaltungen.

Der Verkauf und auch der Konsum von alkoholischen Getränken ist unter der Woche ab Mitternacht und am Wochenende ab 2 Uhr nachts untersagt. In der Öffentlichkeit muss eine Maske getragen werden.

Ab dem 8. November wird die Reise von Deutschland in die USA einfacher. Das strikte Einreiseverbot besteht ab diesem Stichtag nicht mehr. Wer vollständig geimpft ist oder innerhalb der letzten 90 Tage mit dem Corona-Virus infiziert wurde, darf dann grundsätzlich in den nordamerikanischen Staat einreisen. Vor der Abreise muss der Fluggesellschaft ein gültiger Impfausweis und ein negativer Corona-Test (PCR oder Antigen) digital oder ausgedruckt vorliegen. Der Test ist für alle Reisenden ab einem Alter von zwei Jahren verpflichtend und darf nicht älter als drei Tage sein. Je nach Bundesstaat in dem man sich aufhält können verschiedene Einschränkungen gelten. Reisende sollten sich also auf jeden Fall vorher informieren.

Kostenpflichtiger Inhalt Hier finden Sie eine Übersicht welche Reiseziele diesen Winter besonders attraktiv sind