Berlin: Brasilianer mögen Berlin

Berlin: Brasilianer mögen Berlin

Die deutsche Hauptstadt wird als Reiseziel immer beliebter. Im vergangenen Jahr kamen erstmals mehr als neun Millionen Touristen nach Berlin. "30 Millionen Übernachtungen im Jahr 2020 sind realistisch", sagte Tourismuschef Burkhard Kieker in einem Interview der "Berliner Morgenpost". Berlin habe die dafür nötige Attraktivität und Lebendigkeit, so der Chef der Marketinggesellschaft VisitBerlin weiter.

Im vergangenen Jahr wurden 20,8 Millionen Übernachtungen in der deutschen Hauptstadt registriert. "Unsere Stadt hat das Beste noch vor sich", ist Kieker überzeugt. Er erwartet allerdings trotz des Oster-Booms im laufenden Jahr keinen Zuwachs im zweistelligen Prozentbereich. Grund sei vor allem die Luftverkehrsteuer. "Der Low-Cost-Verkehr stagniert, die Fluggesellschaft Ryanair hat zahlreiche Flugverbindungen gestrichen, vor allem innerdeutsche", erklärte Kieker. Zuwächse gibt es vor allem in den sogenannten BRIC-Märkten, also Brasilien, Russland, Indien und China. "Die sind ein Riesenpotenzial für uns", sagte Kieker. Besonders bei Brasilianern wird die Stadt immer beliebter: 2010 gab es allein bei den Touristen aus Brasilien ein Wachstum von 51,4 Prozent. Darüber hinaus reisen immer mehr russische Touristen nach Berlin – hier gab es 2010 einen Zuwachs von rund 30 Prozent.

Laut Kieker wird Berlin auch als Gesundheits- und Wellness-Standort immer attraktiver. "Wir haben mit der Charité, Vivantes, und dem Herzzentrum eine der modernsten Kliniklandschaften der Welt." Vor allem Menschen aus arabischen Staaten, den USA und Russland kämen nach Berlin, um sich hier behandeln zu lassen.

(RP)
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