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Lebensversicherung: Was tun, wenn man die Beiträge nicht mehr zahlen kann

Lebensversicherung : Wenn der Kunde die Beiträge nicht mehr zahlen kann

Wenn ein Kunde Probleme hat, die Raten für seine Lebensversicherungen zu zahlen, sollte er nicht gleich kündigen. Der Branchenverband GDV empfiehlt stattdessen, andere Wege zu gehen.

Zahlungsweise ändern

Mehrere kleine Raten sind häufig leichter aufzubringen als ein Jahres- oder Halbjahresbeitrag,. Die Umstellung ist allerdings teurer. Die meisten Versicherer verlangen in solchen Fällen Zuschläge.

Beiträge stunden

Der Kunde kann seine Zahlungen aufschieben. Üblich ist die Stundung der Beiträge für ein halbes Jahr. Wenn der Kunde arbeitslos wird, räumen Versicherer oft auch ein Jahr Aufschub ein. Nach Ablauf der Stundung muss der Versicherte die Beiträge verzinst nachzahlen.

Policendarlehen aufnehmen

Das ist eine Art Vorschuss auf die zu erwartende Versicherungsleistung. Das Darlehen kann maximal so hoch sein wie der Rückkaufswert der Versicherung. Ein Rechtsanspruch besteht aber nicht.

Versicherungssumme verringern

Um die Beiträge zu verringern, kann der Versicherte auch die Versicherungssumme herabsetzen. Dabei darf jedoch ein bestimmter Mindestbetrag nicht unterschritten werden.

Beitragsfreistellung

Eine Versicherung beitragsfrei zu stellen bedeutet, dass der Versicherer den Rückkaufswert nicht auszahlt und die Versicherung grundsätzlich bestehen bleibt. Allerdings verringern sich Risikoschutz und Versicherungssumme erheblich. Möglich ist eine Beitragsfreistellung frühestens nach zwei bis drei Jahren Laufzeit der Versicherung.

Vertrag ruhen lassen

Das geht nur, wenn der Versicherte ein oder zwei Jahre gezahlt hat. Und auch dann darf die Ruhezeit in der Regel ein Jahr nicht überschreiten. Die Folgen sind die gleichen wie bei Beitragsfreistellung.

(RP)