Wichtigster Schutz Haftpflichtversicherung - unverzichtbar

Berlin (rpo). Auch wenn sich viele Versicherungsangebote auf dem Markt tummeln, gibt es wirklich eine Police, die für jeden unverzichtbar ist - die private Haftpflichtversicherung. Denn jeder Mensch haftet unbegrenzt mit seinem gesamten Vermögen, wenn er einen Schaden anrichtet. Und diese Last kann ein einzelner nicht schultern.

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Foto: AP

Wichtig sind vor allem die versicherten Risiken und die Versicherungssumme. Sonst sind Betroffene möglicherweise nicht gegen alle Schadenersatzforderungen geschützt. Über die bei fast allen Gesellschaften mehr oder weniger identische "Grundabsicherung" hinaus bieten Versicherer Extras an, für die sie - wenn überhaupt - nur einen geringen Zuschlag verlangen, die aber nicht fehlen sollten. Ein Beispiel dafür: die Forderungsausfalldeckung. Die eigene Haftpflichtversicherung springt bei einem solchen Schutz auch dann ein, wenn jemand ohne Versicherungsschutz einen Schaden verursacht und dann nicht zahlen kann.

Auch die Höhe der Versicherungssumme ist wichtig: Sie sollte mindestens drei Millionen Euro pauschal für alle Arten von Schäden betragen. Dann dürfte ein umfassender Schutz gewährleistet sein. Neben der ausreichend hohen Versicherungssumme empfiehlt die Stiftung Warentest je nach Bedarf die Absicherung gegen Allmählichkeitsschäden, gegen Schäden durch die Lagerung gewässergefährdender Stoffe und gegen Schäden im Zusammenhang mit dem Hüten fremder Hunde.

Schutz individuell betrachten

Für Mieter wiederum ist es überlegenswert, das Risiko des Verlusts fremder Schlüssel mit mindestens 5.000 Euro abzusichern. Das kann hilfreich sein, wenn eine teure Schließanlage nach einem Schlüssel-Verlust ausgetauscht werden muss.

Einige Leistungen lassen sich mit einer normalen Haftpflichtpolice übrigens nicht abdecken. So brauchen Besitzer von Hunden, Pferden, wilden Tieren, Rindern, sonstigen Reittieren und landwirtschaftlich genutzten Tieren eine Tierhalterhaftpflichtversicherung.

Prämie jährlich zahlen

Teurer werden die Policen übrigens fast immer, wenn die Prämie nicht jährlich, sondern quartalsweise, halbjährlich oder gar monatlich überweisen wird. Dann sind je nach Gesellschaft Aufschläge zwischen drei und fünf Prozent fällig. Die Prämie sollte also lieber auf einen Schlag gezahlt werden.

(afp2)