Winterzeit: Zeitumstellung am 26. Oktober - vor oder zurück?

Nach EU-Entscheidung : Winterzeit 2019 - muss die Uhr überhaupt noch umgestellt werden?

Bei einer europaweiten Online-Umfrage sprach sich 2018 eine große Mehrheit gegen die Zeitumstellung aus. Die EU hat daraufhin die Abschaffung beschlossen. Muss die Uhr jetzt trotzdem noch auf Winterzeit umgestellt werden?

Wie lange muss die Uhr noch umgestellt werden?

Im vergangenen Jahr haben 4,6 Millionen Teilnehmer bei einer EU-weiten Online-Umfrage mitgemacht. Eine überwältigende Mehrheit war dafür, die Zeitumstellung abzuschaffen. Das EU-Parlament hat daraufhin einem Gesetzesvorschlag zur Abschaffung des Wechsels zwischen Sommer- und Winterzeit zugestimmt. Einen Termin gibt es dafür jedoch nicht. Ursprünglich sollte die Umstellung schon 2019 nicht mehr nötig sein - allerdings gab es Probleme in der Absprache zwischen den Ländern. Nun soll der Wechsel spätestens im Jahr 2021 enden. Nach den aktuellen Überlegungen könnten die einzelnen Länder dann selbst entscheiden, ob sie die Sommer- oder Winterzeit dauerhaft einführen.

Wann wird die Uhr umgestellt?

Die Uhr wird also auch 2019 auf Winterzeit umgestellt - und zwar wie üblich am letzten Oktoberwochenende. Dieses Jahr muss die Uhr am Sonntag, 27. Oktober um 3 Uhr morgens um eine Stunde zurückgestellt werden.

Wann wird die Uhr vorgestellt und wann zurück?

Jedes Jahr wird die Uhr zweimal umgestellt und jedes Mal fragen sich viele: In welche Richtung muss der Zeiger nochmal?

Deshalb hier zur Übersicht:

Sommerzeit: Am letzten Märzwochenende wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt. Auf 1.59 Uhr nachts folgt also 3 Uhr statt 2 Uhr.

Winterzeit: Am letzten Oktoberwochenende wird die Uhr eine Stunde zurückgestellt. Auf 2.59 Uhr folgt also 2 Uhr nachts statt 3 Uhr.

Kann die Zeitumstellung zu gesundheitlichen Problemen führen?

Manche Menschen klagen nach der Umstellung auf Winterzeit über Antriebsstörungen, Schlafprobleme und Depressionen. Umgangssprachlich nennt man das auch den „Winterblues“. Dessen Hauptursache ist meist ein Mangel an Sonnenlicht.

Kann man sich auf die Winterzeit einstellen?

Ja, das geht. Hier einige Tipps:

  • Legen Sie sich am Abend vor der Zeitumstellung etwas später schlafen als sonst. Immerhin haben Sie am nächsten Tag auch eine Stunde mehr Zeit, um auszuschlafen.
  • Hilfreich ist es auch, am Abend vor der Umstellung noch etwas Licht zu tanken, beispielsweise bei einem ausgiebigen Spaziergang oder im Solarium. Die Einstellung sollte dabei möglichst mild sein, da es nicht um die Bräune der Haut geht, sondern darum, durch die Lichtbestrahlung den Vitamin-D-Haushalt aufzubauen und sich an die Winterzeit anzupassen.
  • Wer wegen der früheren Schlafenszeit in Schwierigkeiten gerät, sollte es zunächst mit Kräutertees versuchen. Hilfreich sind etwa Tees aus Baldrian, Hopfen oder Melisse.
  • Ähnlich wie bei einem Jetlag nach einer Reise sollten Sie auch bei einer Zeitumstellung vorerst auf einen Mittagsschlaf verzichten. Gönnen Sie sich lieber eine Ruhepause und einen kleinen Spaziergang. Nach etwa einer Woche können Sie sich dann auch wieder mittags schlafen legen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Winterzeit - 13 Fakten zur Zeitumstellung

(atrie/ham)
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