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Vogelgrippe - Handel könnten die Freilandeier ausgehen

Stallpflicht in Niedersachsen : Handel könnten die Freilandeier ausgehen

Wer beim Einkaufen seiner Eier darauf achtet, Bio- oder zumindest Freilandqualität zu kaufen, könnte im Supermarkt bald vor leeren Regalen stehen. Der Bundesverband Deutsches Ei rechnet mit einem Engpass. Grund dafür ist der Ausbruch der Vogelgrippe.

Deutsche Eierproduzenten rechnen wegen des Ausbruchs der Vogelgrippe in Niedersachsen mit einem Engpass an Eiern aus sogenannter Freilandhaltung. In weiten Teilen der landwirtschaftlich wichtigen Weser-Ems-Region dürften Legehennen nach wie vor nicht ins Freie, sagte der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutsches Ei, Günter Scheper, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Montag.

Bislang habe eine Ausnahmeregelung den Landwirten erlaubt, ihre Eier trotz Stallpflicht als Freilandeier zu vermarkten, erläuterte er. Diese ende aber in den nächsten Tagen. Eier aus betroffenen Ställen ließen sich dann nur noch als "aus Bodenhaltung" verkaufen. Das bedeute für die Produzenten "einen erheblichen wirtschaftlichen Verlust", sagte Scheper.

Mitte Dezember war das Vogelgrippe-Virus H5N8 in einem Putenmastbetrieb in Niedersachsen nachgewiesen worden. Zuvor war es bereits in Mecklenburg-Vorpommern sowie in den Niederlanden und Großbritannien aufgetreten.

Vogelgrippe, auch Geflügelpest genannt, kann für die Tiere tödlich sein. Bestimmte Stämme können auch bei Menschen eine schwere Erkrankung auslösen. Der Typ H5N8 gehört nach Expertenangaben nicht dazu.

(AFP)