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Verwaltungsgericht Karlsruhe: Kekse dürfen kein Sägemehl enthalten

Gerichtsurteil : Kekse dürfen kein Sägemehl enthalten

Für die meisten Verbraucher dürfte klar sein: Kekse dürfen kein Sägemehl enthalten. Das Verwaltungsgericht Karlsruhe hat dies nun auch in einem Urteil bestätigt. Ein Händler hatte das anders gesehen und zuvor gegen eine Verfügung der Stadt Karlsruhe geklagt.

Sägemehl sei kein "zum Verzehr durch den Menschen" geeignetes Lebensmittel, erklärte das Gericht am Montag. Vielmehr sei es ein "Füll- und Trägerstoff für technische Anwendungen" und werde "noch nicht einmal im Futtermittelbereich eingesetzt". Die Kekse dürften daher nicht in Verkehr gebracht werden.

Der Kläger stellt die Kekse seit rund 20 Jahren her und gibt Sägemehl auch als Bestandteil an. Er argumentiert, er verwende ausschließlich mikrobiologisch einwandfreies Holzmehl. Dies sei ein pflanzliches Produkt, das ähnlich wirke wie Getreidekleie. Schon in Notzeiten sei in Lebensmitteln Mehl durch Sägemehl ersetzt worden und auch zu normalen Zeiten gebe es solche Backrezepte.

Er wandte sich nun gegen ein Verbot durch die Stadt Karlsruhe, die 2017 eine Probe der Kekse untersucht und diese daraufhin untersagt hatte. Das Gericht folgte seiner Argumentation nicht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, es ist Berufung vor dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim möglich.

(felt/AFP)