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Erbrechts-Tipp: Testament wird durch Zeichnungen unwirksam

Erbrechts-Tipp : Testament wird durch Zeichnungen unwirksam

Ein Testament wird durch Zeichnungen oder Pfeildiagramme als ungültig erklärt, weil sie für die Echtheitsprüfung nicht ausreichen. Eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main (OLG) zeigt welche Probleme das nach sich ziehen kann.

In dem verhandelten Fall setzte der Erblasser sein handgeschriebenes Testament auf. Er hinterließ eine weitläufige Verwandtschaft, eine Witwe und eine nichteheliche Lebensgefährtin. Seinen letzten Willen dokumentierte er zusätzlich durch Pfeilverbindungen zur Zuordnung von Personen in seiner Erbfolge. Nach seinem Tod beantragte die Witwe einen Alleinerbschein.

Testament ungültig

Nachdem das Nachlassgericht diesen verweigert hatte, hatte die Frau vor dem OLG Erfolg. Das Testament sei ungültig, da es nicht den Formvorschriften entspreche. Der Zweck des Schriftformerfordernisses liege darin, den Erblasser zu zwingen, den letzten Willen wohlüberlegt niederzulegen. Zudem dokumentiere die Handschrift nachprüfbar die Identität des Schreibers. Pfeilverbindungen oder zeichnerische Darstellungen könnten jedoch jederzeit abgeändert werden, ohne dass dies ein Gutachter prüfen könne.

(dpa)