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Bundesvergleich: Stromverbrauch in Deutschland gesunken

Bundesvergleich : Stromverbrauch in Deutschland gesunken

Laut einer Umfrage ist der Stromverbrauch in Deutschland seit 2009 um vier Prozent gesunken. Regional gibt es allerdings starke Unterschiede. In Ostdeutschland wird weniger Strom genutzt. Auch Familien konnten den Verbrauch drücken.

Zwischen 2011 und 2013 verbrauchten Kunden des CHECK24.de Vergleichsportals durchschnittlich 4.895 kWh Strom im Jahr. Dabei ist ein West-Ost-Gefälle erkennbar: Im Westen des Landes benötigte ein Vier-Personen-Haushalt im Schnitt 4.957 kWh pro Jahr. Eine ostdeutsche Familie brauchte im selben Zeitraum nur durchschnittlich 4.515 kWh - rund zehn Prozent weniger. Ein Grund dafür könnte das generell niedrigere Einkommensniveau in ostdeutschen Bundesländern sein, das die stark gestiegenen Strompreise noch weniger auffangen kann als im Westen.

NRW zweithöchster Stromverbrauch

Auch zwischen den Bundesländern gibt es große Unterschiede. Bewohner aus Rheinland-Pfalz benötigten den meisten Strom (5.145 kWh im Jahr), dicht gefolgt von Nordrhein-Westfalen (5.135 kWh). Am sparsamsten sind die Sachsen: Mit 4.237 kWh verbrauchen sie 21 Prozent weniger Strom als Rheinland-Pfälzer.

Insgesamt ist der Stromverbrauch der Stromverbrauch rückläufig. Seit der Erhebung im Jahr 2009 haben Mehrpersonenhaushalte ihren Stromverbrauch um bis zu vier Prozent reduziert. Dabei zeigt sich: je größer der Haushalt, desto größer die Einsparungen an Energie.

Familien brauchen weniger, Singles mehr Strom

Zwei-Personen-Haushalte verbrauchten 2007 bis 2009 im Schnitt 3.365 kWh pro Jahr. Zwischen 2011 und 2013 waren es nur mehr 3.275 kWh - das ist ein Rückgang von drei Prozent. Auch Drei-Personen-Haushalte reduzierten den Stromverbrauch um durchschnittlich drei Prozent. Mit vier Prozent sparten Vier-Personen-Haushalte gegenüber 2007 bis 2009 am meisten (4.895 kWh vs. 5.087 kWh) ein.

Nur bei Singlehaushalten ist der Trend gegenläufig: Sie erhöhten ihren Stromverbrauch sogar um vier Prozent: 2007 bis 2009 verbrauchten sie im Schnitt 1.902 kWh, von 2011 bis 2013 hingegen 1.984 kWh Strom.

"Die extremen Strompreiserhöhungen der vergangenen Jahre wirken sich offensichtlich auf das Verbrauchsverhalten der Mehrpersonenhaushalte aus", meint Isabel Wendorff vom unabhängigen Vergleichsportal CHECK24.de. "Durch den bewussten Umgang mit Energie und den Wechsel zu einem günstigeren Stromversorger lassen sich oft mehrere hundert Euro pro Jahr sparen."

(ots)