Stiftung Warentest: WetterApps - Diese sind am zuverlässigsten

Stiftung Warentest : WetterApps - Diese sind am zuverlässigsten

Heiß, kalt. Wüstentrocken, Regen - das Wetter fährt in diesen Tagen Achterbahn. Um so wichtiger ist es da für die Planung von Tages-Outfit bis zu Grillparty und Ausflug, sich auf die Wettervorhersage verlassen zu können.

Stiftung Warentest hat acht Apps unter die Lupe genommen.

Keine Wettervorhersage geht schneller als der Blick auf das Smartphone. Immer in der Tasche, sollen einem die installierten Apps teils auf die Stunde genau sagen, ob es am nächsten Tag regnen wird, wie hoch die Temperaturen klettern - und worauf man sich für den Rest der Woche einstellen kann.

Ein kritischer Punkt, vor allem in der Ferienzeit. Denn dann planen viele am Wochenende einen Ausflug mit den Kindern oder ein Grillparty im Park. Passend zum Jojo-Wetter diesen Sommer hat die Stiftung Warentest acht der gängigsten WetterApps auf ihre Funktion geprüft.

Für den Test haben die Verbraucherschützer an neun weltweiten Standorten (darunter Berlin, London und Istanbul) die von den Apps vorausgesagten Daten mit den tatsächlichen Werten verglichen.

Geprüft wurden:

  • WeatherPro
  • Wetter.info
  • Wetter.com
  • Wetter.de
  • WetterOnlineApp
  • AccuWeather
  • Weather (von Yahoo)
  • Weather Channel

Wie sich zeigte, erfüllten mehr als die Hälfte der Apps ihre Aufgabe recht ordentlich, so die Tester in ihrem Bericht. Grund für die insgesamt gute Verlässlichkeit bei den Temperaturen sei, dass die Meteorologen bei solchen Prognosen für zwei bis sieben Tagen in den letzten Jahren immer besser geworden seien. Anders ist die Verlässlichkeit allerdings bei Niederschlag.

Wolkenlage und Strömungen am Himmel können sich auch spontan noch deutlich ändern, sodass Regen deutlich schwerer verlässlich vorhersagbar ist. Nutzer merken das an Aussagen wie "30 Prozent Regenwahrscheinlichkeit", die die Verbraucherschützer als unpräzise und für den Alltag unbrauchbar beschreiben.

Ingesamt schneidet jedoch keine der Apps mit einem schlechteren Gesamtergebnis als "Befriedigend" (Note 3,3) ab. Tesverlierer ist die App Weather Channel, der die schlechteste Prognosefunktion zugeschrieben wird.

Testsieger sind die App WeatherPro (2,99 Euro) und Wetter.Info (kostenfrei). Sie bieten laut den Verbraucherschützern eine gute Vorhersage von bis zu sieben Tagen. Außerdem haben sich die Apps als sehr gut in der Handhabung bewiesen. Dritter Pluspunkt: Beide Programme bieten viele verschieden Informationsvarianten rund ums Wetter, dazu gehören je nach App Radar, Karten, Wettervideos und Satellitenbilder.

Vorsicht mit den persönlichen Daten

Kritik ernteten diese und auch fast alle anderen Apps allerdings im Bereich Datenschutz. Bis auf zwei Ausnahmen, senden alle Apps aus dem Test Informationen des Nutzers, die für die Funktion nicht relevant sind, an das Unternehmen. Möglich wird das durch die GPS-Funktion, die es der App erlaubt den Standort des Nutzers fast lückenlos zu protokollieren. Wer das nicht will, kann das zwar unter den Einstellungen seines Apple- oder Android-Handys abstellen, viele Verbraucher wissen das jedoch nicht.

Sechs der Apps senden zudem ohne Grund die Geräte-Identifikationsnummer weiter, teils sogar an Drittfirmen. Nur die auf dem iPhone vorinstallierte Wetter-App von Yahoo und die WetterOnline-App, geben solche Daten laut Stiftung Warentest nicht heraus. Beide liegen in der Bewertung aber im Bereich "befriedigend", weil es ihnen an Genauigkeit bei den Wetterangaben mangelt.

Hier geht es zur Infostrecke: So schonen Sie Ihr Datenvolumen

(ham )