Stiftung Warentest teste Katzenfutter 2018: Nur ein Bio-Trockenfutter fällt durch

Stiftung Warentest: Nur ein Bio-Katzenfutter fällt durch

Die Verbraucherschützer von Stiftung Warentest haben 25 Trockenfutter für Katzen getestet. Die meisten Produkte liefern eine gute Nährstoffmischung. Ein Produkt fiel im Test jedoch mit "mangelhaft" durch.

Ist genügend Eiweiß enthalten? Stimmt der Mix aus Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen? Wie halten es die Hersteller mit den Fütterungsempfehlungen? Die Verbraucherschützer von Stiftung Warentest haben 25 Trockenfutter-Proben getestet.

20 der 25 Futter liefern demnach einen sehr guten Mix aus wichtigen Nährstoffen. Der Zuckeranteil sei meist "sehr gering und unbedenklich", heißt es in dem Test. Lockstoffe, die zum Fressen anregen, wurden ebenfalls nicht gefunden.

Der Testsieger kostet fünf Cent am Tag

Testsieger ist das Penny-Produkt "Bianca Knuspermix mit Huhn & Ente" (Gesamtnote 1,3). Das Futter versorge die Katze mit allen notwendigen Nährstoffen und sei zudem sehr günstig, schreiben die Tester. Die Tagesration gibt es bereits für fünf Cent am Tag. Auch die Fütterungsempfehlungen des Herstellers seien stimmig.

Ebenfalls überzeugt hat das Lidl-Trockenfutter "Coshida Knabberschmaus mit Rind, Huhn & Gemüse" (Gesamtnote 1,5). Es kostet auf die Tagesration berechnet ebenfalls nur fünf Cent und punktet mit einer ausgewogenen Zusammensetzung und "sehr guten" Fütterungsempfehlungen.

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Katzenhalter, die lieber Markenprodukte verfüttern, können die ebenfalls mit "sehr gut" bewerteten Futter von "Kitekat" und "Purina One" kaufen. Der Vorteil bei beiden Produkten: Die Beutel sind wiederverschließbar. Allerdings liegt der Preis pro Tagesration etwas höher (Kitekat circa 15 Cent; Purina One rund 22 Cent).

Der Testverlierer ist ein Bio-Produkt

Am schlechtesten schneidet im aktuellen Test ein Bio-Produkt ab: "Defu - Das Katzenfutter vom Bio-Bauern Adult Geflügel" (Gesamtnote 5,0). Es liefert nach Angabe von Stiftung Warentest zu wenig Kalium, aber viel Phosphor. "Bei dieser Kombination wurden Fälle von Nierenschäden beobachtet", schreiben die Tester.

Außerdem wirbt der Hersteller mit einer glutenfreien Rezeptur. Die Tester fanden in dem Futter allerdings "viel Gluten". Ähnliche Probleme hatten jedoch auch andere als glutenfrei ausgelobte Trockenfutter im Test. Eine mögliche Erklärung für die Funde: Rückstände von weizenhaltigem Futter in Geflügelmägen.

Weitere Tests von Stiftung Warentest finden Sie hier.

(ham)