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Sommerzeit 2021: Zeitumstellung - werden die Uhrzeit vor oder zurückgestellt?

Zeitumstellung : Sommerzeit 2021 - das müssen Sie wissen

Jedes Jahr am letzten Sonntag im März wird die Uhr umgestellt, was bedeutet, dass die Sommerzeit beginnt. Doch wird die Uhr eigentlich vorgestellt, oder müssen wir die Zeiger mitten in der Nacht zurückdrehen?

Die Zeitumstellung findet zweimal im Jahr statt – entweder wird die Uhr eine Stunde vor (Sommerzeit) oder eine Stunde zurück (Winterzeit) gestellt. Um die Menschen nicht allzu sehr in ihrem Tagesablauf zu stören, passiert dies nachts.

Wann wird die Uhr umgestellt?

Die Uhr wird wie üblich am letzten Märzwochenende vorgestellt. Dieses Jahr muss die Uhr am Sonntag, 28. März um 2 Uhr morgens um eine Stunde vorgestellt werden.

Wann wird die Uhr vorgestellt und wann zurück?

Jedes Jahr wird die Uhr zweimal umgestellt und jedes Mal fragen sich viele: In welche Richtung muss der Zeiger nochmal?

Deshalb hier zur Übersicht:

Sommerzeit: Am letzten Märzwochenende wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt. Auf 1.59 Uhr nachts folgt also 3 Uhr statt 2 Uhr. Man hat daher eine Stunde weniger zum Schlafen.

Winterzeit: Am letzten Oktoberwochenende wird die Uhr eine Stunde zurückgestellt. Auf 2.59 Uhr folgt also 2 Uhr nachts statt 3 Uhr. Man kann also morgen eine Stunde länger im Bett bleiben.

Kann die Zeitumstellung zu gesundheitlichen Problemen führen?

Wenn die Uhren eine Stunde vor- und damit auf Sommerzeit umgestellt werden, bringt dies die „innere Uhr“ erst einmal durcheinander. Eine Art Mini-Jetlag macht manchen Menschen wochenlang zu schaffen und kann neben Müdigkeit und Schlafstörungen auch Kopfschmerzen, depressive Verstimmungen oder Appetitlosigkeit verursachen.

Laut Studien würde unsere innere Uhr eigentlich gerne einen 25-Stunden-Tag machen. In der Nacht der Zeitumstellung auf Sommerzeit muss sie allerdings mit nur 23 Stunden klarkommen. Die Forschung hat ergeben, dass eher Frauen und Menschen im mittleren Alter unter der Umstellung leiden.

Allerdings gibt es auch Wissenschaftler, die sich kritisch zu diesen Studien äußern: Die Auswirkungen der Zeitumstellung auf den menschlichen Körper seien noch zu wenig erforscht, um einen Kausalzusammenhang zu belegen. Außerdem weiß niemand, was der Wegfall davon für Auswirkungen auf uns haben könnte. Auch eine einheitliche Normalzeit könnte zu körperlichen und psychischen Problemen führen.

Kann man sich auf die Sommerzeit einstellen?

Ja, das geht. Hier einige Tipps:

  • Der "fehlenden" Stunde zum Trotz sollte man nach der Zeitumstellung möglichst früh raus ans Tageslicht. Experten empfehlen, am besten schon vor dem Frühstück etwas frische Luft und Sonnenlicht zu tanken – zum Beispiel bei einem morgendlichen Gang zum Bäcker, Kiosk oder bei einer Joggingrunde.
  • Wer tagsüber vor allem im künstlich beleuchteten Büro sitzt, könne seinem Körper auf dem Weg zur Arbeit etwas Tageslicht zukommen lassen, indem er früher aus Auto oder U-Bahn aussteigt und das letzte Stück Weges zu Fuß geht.
  • Es kann helfen, den Körper schon früher als sonst dem Tageslicht auszusetzen. Wer etwa nach der Zeitumstellung die Vorhänge im Schlafzimmer nachts offen lässt, kann die Sonnenstrahlen als Wachmacher nutzen. Auch das Verbringen der Mittagspause an der frischen Luft ist eine gute Idee.
  • Für den Abend empfehlen Experten, auf schwere Mahlzeiten zu verzichten und auch bei fehlender Müdigkeit zeitig schlafen zu gehen. Von Schlafmitteln raten sie ab.

Wie kann man sich die Zeitumstellung am besten merken?

Hierzu gibt es verschiedene Eselsbrücken. Die bekanntesten stellen wir Ihnen vor.

  • Thermometer: Die Temperaturen befinden sich im Sommer im positiven Bereich, also bekommt auch die Uhr eine Stunde mehr. Im Winter wird es kälter, die Temperaturen nehmen wieder ab. Daher wird auch die Uhr eine Stunde zurückgestellt.
  • Englisch: „Spring forward, fall back“ - das bedeutet übersetzt „Springe vor, falle zurück“ und zugleich „Frühling vor, Herbst zurück“. So merken sich die Briten, welche Uhrzeit sie einstellen müssen.
  • Sommer: Die Uhrzeit möchte immer näher zum Sommer, das heißt im Frühling eine Stunde vor und im Herbst eine Stunde zurück.
  • Jahreszeiten: Auch mithilfe der Jahreszeiten kann man es sich merken. Der Frühling kommt vor dem Herbst, weshalb auch die Uhr vorgestellt wird.

Warum gibt es die Zeitumstellung überhaupt?

Mit der Zeitumstellung möchte man das natürliche Tageslicht nutzen, um Strom zu sparen: Da die Tage im Sommer länger sind und die Sonne früher auf- und untergeht, muss man das Licht weniger anschalten. Beispielsweise würde die Sonne am 12. Dezember 2020 ohne Zeitumstellung erst um 9:25 Uhr aufgehen. Es würde also deutlich länger dunkel bleiben.

Übrigens ist die Normalzeit eigentlich die Winterzeit, die Sommerzeit ist also ergänzend hinzugekommen.

Wer hat die Zeitumstellung erfunden?

Bereits 1784 kam der amerikanische Wissenschaftler und Erfinder des Blitzableiters Benjamin Franklin auf die Idee, den Schlafrhythmus an das Tageslicht anzupassen.

Ende des 19. Jahrhunderts gab es erstmalig die Idee, die Uhrzeit je nach Jahreszeit umzustellen. Heutzutage gilt der Brite William Willet als Erfinder der Sommerzeit.

1916 fand die erste Zeitumstellung im Deutschen Reich und Österreich-Ungarn statt. Davon erhofft man sich in der Zeit des Ersten Weltkriegs Energie sparen zu können, weshalb sich auch andere Länder wie Großbritannien und Frankreich daran ein Beispiel nahmen.

Da sie bereits damals umstritten war, schafften die Länder sie nach Ende des Krieges erstmal wieder ab. Nur Großbritannien behielt die Zeitumstellung bei.

Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs führte Deutschland die Sommerzeit 1940 wieder ein und wagte sich sieben Jahre später sogar an die doppelte Sommerzeit heran: Die Menschen mussten ihre Uhren um zwei Stunden von Winterzeit auf Sommerzeit umstellen. Dies stellte sich jedoch als Flop heraus und sieben Wochen später wurde sie wieder abgestellt. Ab 1949 gab es 30 Jahre lang keine Sommerzeit mehr. Seit 1980 gibt es die Zeitumstellung bei uns in ihrer heutigen Form.

Was ist aus der Abschaffung der Zeitumstellung geworden?

Die EU-Länder haben sich eigentlich schon 2018 darauf verständigt, die Zeitumstellung abzuschaffen. Das Europaparlament stimmte für eine Umstellung auf Normalzeit im Jahr 2021. Bisher ist das Thema allerdings nicht weiter vorangeschritten. Ob die Zeitumstellung wirklich abgeschafft wird, bleibt nach wie vor unklar: Mutmaßlich auch deswegen, weil Europa derzeit wichtigere Probleme zu lösen hat – wie aktuell die Corona-Pandemie.

Wann findet die Zeitumstellung 2021 statt?

Die nächste Zeitumstellung ist am Sonntag, den 28. März. Dann werden Uhren wieder von Winterzeit auf Sommerzeit umgestellt. Menschen, die morgens schlecht aus dem Bett kommen, werden es erstmal wieder schwerer haben, da ihnen eine Stunde morgens „geklaut“ wird.

Erst am Sonntag, den 31. Oktober 2021 bekommen sie diese verlorene Stunde wieder zurück, denn dann gilt wieder die Winterzeit.

Hier lesen Sie die 10 wichtigsten Fakten zur Zeitumstellung.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Sommerzeit - 13 Fakten zur Zeitumstellung

(ham)