Ökotest: Eier von Lidl erhalten schlechte Noten

Küken geschreddert, schlechte Haltung : Diese Discounter-Eier fallen im Ökotest komplett durch

Pünktlich zu Ostern hat Ökotest 20 Eier verschiedener Marken getestet. Das Ergebnis: Selbst bei einigen Bio-Eiern werden männliche Küken geschreddert. Ein Discounter-Angebot schnitt besonders schlecht ab.

Das Verbraucherportal Ökotest hat Eier aus Bio-, Boden- und Freilandhaltung getestet. Kriterien waren eigenen Angaben zufolge Schadstoffe, Qualität und Haltungsbedingungen. Das Ergebnis: Die „10 Frische Eier aus Bodenhaltung“ von Lidl sind besonders negativ aufgefallen: Demnach töten die Betriebe dafür männliche Küken gleich nach der Geburt, außerdem würden Jung- und Legehennen zu schlecht gehalten. Bis zu neun Tiere sollen sich in der industriellen Haltung einen Quadratmeter Nutzfläche teilen. „Von den Lidl-Eiern aus Bodenhaltung raten wir deshalb mit dem Gesamturteil ,mangelhaft’ ab“, schreibt Ökotest.

Immerhin: Die Bio-Eier von Lidl schnitten im Test noch mit befriedigend ab. Auch wenn dabei ebenfalls die männlichen Küken getötet werden. Das sei eine weit verbreitete Praxis, heißt es: Bei 15 von 20 Eiern verschiedener Marken im Test werden die männlichen Küken geschreddert, auch für die meisten Bio-Eier.

Insgesamt erhalten fünf Eier die Note "mangelhaft" von Ökotest: Neben den Lidl-Eiern aus Bodenhaltung auch drei Produkte von Aldi sowie die Real „Bio Frische Deutsche Bio-Eier“. Elf Eier landen im Mittelfeld. Nur vier Produkte wurden mit „sehr gut“ oder „gut“ benotet. Dabei handelt es sich um Bio-Eier-Produkte mit Hahnenaufzucht.

(lukra)
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