Analyse der Stiftung Warentest Kapselmaschine, Vollautomat oder French Press – was braut günstiger Kaffee?

Berlin · Ein Morgen ohne Kaffee als Wachmacher ist für viele undenkbar. Doch von Filterkaffee bis Vollautomat gibt es zahlreiche Zubereitungsarten. Welche ist auf lange Sicht am günstigsten?

 Ein Kaffee-Vollautomat.

Ein Kaffee-Vollautomat.

Foto: dpa-tmn/Ragnar Schmuck

Duftender Kaffee ist für viele Menschen zum Start in den Tag unverzichtbar. Doch welche Zubereitungsart ist die kostengünstigste? Das kommt auch darauf an, wie viel Kaffee man trinkt, zeigt eine aktuelle Analyse der Stiftung Warentest.

Vollautomaten: teure Anschaffung, günstiger Genuss

Vollautomaten erfordern eine höhere Anfangsinvestition (durchschnittlich etwa 700 Euro). Während für Wenigtrinker mit einem Konsum von 3000 Tassen – bezogen auf eine angenommene Lebensdauer der Maschine von acht Jahren – der Preis pro Tasse bei 39 Cent liegt, sinken bei häufigem Gebrauch die Kosten pro Tasse deutlich. Für Vieltrinker, die in dem Zeitraum etwa 20.000 Tassen trinken, fällt der Analyse zufolge der Preis pro Tasse auf 19 Cent.

Filterkaffee und French Press: einfach und preiswert

Die klassischen Methoden der Kaffeezubereitung, wie Filterkaffee und French Press, erweisen sich als besonders kosteneffizient. Die Anschaffungskosten für diese Geräte sind vergleichsweise niedrig. Zusammen mit dem Einsatz herkömmlichen Röstkaffeepulvers ergibt sich für Vieltrinker unterm Strich eine Summe von 9 Cent pro Tasse.

Kapselmaschinen: bequem, aber teuer

Kapselmaschinen bieten zwar Bequemlichkeit, sind aber in der Langzeitbetrachtung teurer. Bei 20.000 Tassen Kaffee kostet die Tasse etwa 33 Cent. Die Kapsel macht dabei mit 31 Cent den allergrößten Kostenanteil aus. Eine Alternative bieten nachfüllbare Kapseln, die den Preis pro Tasse auf das Niveau einer French Press senken können, so die Berechnungen der Tester. Das gelte auch für Mehrweg-Pads in Pad-Geräten.

Die Energiekosten pro Tasse fielen bei allen Zubereitungsarten mit einem Cent oder weniger kaum ins Gewicht. Auch die Kosten für Wasser sind minimal. Die Hauptkostenfaktoren sind demnach das Gerät selbst und das Kaffeepulver bzw. die -bohnen.

Die Warentester verglichen die Gesamtkosten für fünf Methoden der Kaffeezubereitung: Filterkaffeemaschine, French Press (Pressstempelkanne), Kaffeevollautomat, Kapsel- und Padmaschine. Sie gingen dabei davon aus, dass die Zubereitungsgeräte acht Jahre durchhalten. Neben Anschaffungs- und Kaffeepreisen wurden auch die Kosten für Energie, Wasser und Wartung einkalkuliert. Unterschieden wurde in der Nutzung zwischen Viel- und Wenigtrinkern.

(mba/dpa)
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