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Hohe Heizkosten im Winter: Tipps - so kann man beim Heizen sparen

Hohe Kosten : So können Sie beim Heizen sparen

Der Sommer ist vorbei, es wird wieder kälter. Das heißt auch: Die Heizperiode beginnt. Doch diesen Winter wird das Heizen so teuer wie lange nicht. So können Sie trotzdem Geld sparen.

Das Heizen in diesem Winter wird teuer. Nach Angaben des Vergleichportals „Verivox“ haben 32 regionale Gasanbieter Für den September und Oktober Erhöhungen angekündigt – um durchschnittlich 12,6 Prozent. Auch 39 Grundversorger haben ihre Preise schon im August erhöht oder höhere Gaspreise angekündigt. Die Heizölpreise gehen ebenfalls immer weiter nach oben: Nach Angaben des Portals „fastenergy“ lag der Preis für 100 Liter Heizöl Ende September 2021 bei 78,65 Euro pro 100 Liter – 2020 waren es zum gleichen Zeitpunkt 39,28 Euro.

In Deutschland heizen die meisten Menschen noch immer mit fossiler Energie. Fast die Hälfte heizt mit Gas, 25 Prozent der Deutschen haben eine Ölheizung. Das heißt: Viele Menschen werden diesen Winter mehr Geld fürs Heizen bezahlen müssen als im Vorjahr. Fernwärme nutzen dagegen nur rund zehn Prozent der Bürger.

Doch Verbraucher können etwas dafür tun, um Geld zu sparen.

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Tarifvergleich und Anbieterwechsel „Kunden haben ein Sonderkündigungsrecht“, sagt Christina Wallraf, Referentin für den Energiemarkt bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Wenn ein Gasanbieter die Preise erhöhe, dürften Verbraucher sofort kündigen. Bei der Wahl neuer Anbieter rät Wallraf dazu, auf Vergleichsportale zurückzugreifen. Und sie empfiehlt, den Vertrag selbst zu kündigen – und das nicht vom neuen Anbieter übernehmen zu lassen. Beim Heizöl rät Wallraf auch zum Tarifvergleich – und sagt, Verbraucher sollten den Heizölmarkt dauerhaft beobachten. Und im Idealfall dann bestellen, wenn der Preis niedrig ist. „Der Zeitpunkt der Bestellung zählt, nicht derjenige der Lieferung“, sagt Wallraf.

So können Sie beim Heizen sparen

Thermostate „Eine weitere Möglichkeit, Geld zu sparen, sind smarte Thermostate“, so die Energieexpertin. Sie regeln die Temperatur in Haus oder Wohnung automatisch. Auch ein Heizungsthermostat, das für eine konstante Temperatur sorgt, hilft, Heizkosten zu sparen. Wichtig ist aber, die Wohnung keineswegs immer zu heizen: Wenn eine Familie tagsüber das Haus verlässt, sollte die Heizung heruntergefahren, aber dann abends wieder hochgefahren werden. Zudem lässt sich mit einem Thermostat auch regulieren, wie warm es in bestimmten Räumen sein soll. Laut dem Bundesverband der Verbraucherzentrale reicht in wenig genutzten Räumen auch eine Temperatur von 16 Grad, im Schlafzimmer sind 18 Grad oft völlig ausreichend.

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Richtig Lüften Es ist immer besser, ein Zimmer gelegentlich ganz zu lüften, als dauerhaft Fenster „auf Kipp“ zu haben. So kühlen die Wände nicht von innen aus.

Dämmung Viel Energie lässt sich auch durch eine gute Dämmung einsparen. Aber nicht jeder hat die Möglichkeit, sich für eine Dämmung zu entscheiden. Mieter sitzen hier nicht am längeren Hebel. Sie können nur darauf hoffen, dass die Hauseigentümer investieren. „Als Mieter ist man da leider vom Vermieter abhängig“, sagt Wallraf. Hauseigentümer können hier mehr tun, bei Neubauten ist eine Dämmung gar verpflichtend. Bei einer Fassadendämmung können bis zu 20 Prozent der Heizkosten eingespart werden. Auch das Dämmen der Heizungsrohre im Keller hilft, Energie zu sparen.

Erneuerbare Energien Das Heizen mit erneuerbaren Energien könne Kosten sparen, sagt Wallraf. Aber auch hier können Mieter nicht immer mitreden, wie sie in ihrem Zuhause für mehr Wärme sorgen. Es ist damit zu rechnen, dass die nächste Bundesregierung neue Förderprogramme auflegen wird.

Weitere Tipps Wenn der Heizkörper hinter einer Couch oder einem anderen Möbelstück steht, kann er die Wärme nicht richtig in den Raum abgeben – das kann die Kosten in die Höhe treiben. Auch das Entflüften das Heizkörpers kann für weniger Kosten sorgen. Ob die Heizung entlüftet werden muss, können Sie unter anderem erkennen, wenn diese nicht richtig warm wird – obwohl sie auf Hochtouren läuft.