Deo-Test von "Stiftung Warentest": Diese Marken schneiden am besten ab

Stiftung Warentest : Diese Deo-Marken schneiden am besten ab

Der nächste Sommer kommt bestimmt und damit auch die Schwitz-Saison. Die Stiftung Warentest hat jetzt 21 Deos geprüft. Eine Erkenntnis: Wer trockene Achseln will, kommt ohne Alu nicht aus.

Der Sommer kommt und mit ihm die Schwitz-Saison. Deos und Antitranspirantien sind dabei für viele ein Muss. Teurer Luxus ist das nicht, wie ein aktueller Test zeigt. Auch günstige Deos schützen zuverlässig vor Achselgeruch. Das hat die Stiftung Warentest ermittelt. Trockene Achseln gibt es mit regulärem Deo aber noch nicht: Wer neben dem Geruch auch Nässe bekämpfen will, muss zu sogenannten Antitranspirantien greifen. Hierbei gibt es aber ebenfalls für wenig Geld zuverlässigen Schutz, heißt es in der Juni-Ausgabe von „test“.

Sieger bei den reinen Deos ist „Deo Wasserlilie 48h“ von CD mit einem 100-Milliliter-Preis von 2,70 Euro. Knapp dahinter folgen drei Produkte von Greendoor („Deo Creme ohne Aluminium“, 15,90 Euro pro 100 Milliliter), Nivea („Fresh Natural 0% Aluminium Deodorant“, 3,10 Euro) und Sebamed („Balsam Deo Sensitive“, 4,80 Euro). Kaum schlechter und der günstigste unter den „gut“ bewerteten Kandidaten ist ein Deo von Aldi Nord („Biocura Body Care Pure Basic Deo Roll-On“) für einen umgerechneten Preis von 1,10 Euro.

Bei den Antitranspirantien, die schon die Entstehung von Schweiß verhindern sollen, sind die Testsieger von dm und Lidl auch mit die günstigsten: Das „Balea Anti-Transpirant Original Dry“ und das „Cien Naturla Minerals with Aloe Vera Antitranspirant“ kosten jeweils 1,10 Euro für 100 Milliliter.

Zwei Deos wurden mit „mangelhaft“ bewertet. Das „Persian Lime Natürliches Soda Deodorant“ von Ben&Anna (13,30 Euro pro 100 Gramm) schützt zwar vor Achselnässe, aber kaum vor Geruch. Außerdem bröselt der Stick schnell. „T’eo Festes Deo“ von Lush (9,95 Euro pro 100 Gramm) wirkt gegen Gerüche, der Beipackzettel verschweigt aber einen allergenen Duftstoff.

Bei den Antitranspirantien schnitt „Maximum Protection Anti-Transpirant Cream Clean Scent“ von Rexona (11,10 Euro pro 100 Milliliter) mit einer Note von 2,9 am schlechtesten ab. Der Grund: In der Creme wurde der kritische Duftstoff Butylphenyl Methylpropional nachgewiesen. Außerdem enthält das Antitranspirant Silikone, die in der Umwelt nur schwer abbaubar sind. Doch nicht nur das: Die Creme soll eine Mogelpackung sein – mehr Verpackung, weniger Inhalt.

Die Deos kommen in der Regel ohne Aluminium aus, verhindern aber keine Achselnässe. Bei den Antitranspirantien ist es andersherum. Wer trockene Achseln will, kommt laut den Warentestern nicht um Produkte mit Aluminium herum. Der Stoff ist umstritten, er kann giftig wirken, wenn er in großen Mengen über längere Zeit aufgenommen wird. Ob und wie auch das Aluminium in Antitranspirantien dem Körper schaden oder Krebs fördern kann, ist aber umstritten.

Für ihre Studie hat die Stiftung Warentest „Sniffer“ eingesetzt. Sie haben pro Produkt an 20 weiblichen und männlichen Probanden geschnuppert. Diese hatten vier Tage lang jeweils eine Achsel mit Deo besprüht oder eingerieben, die andere blieb unbehandelt.

Hier geht es zur Infostrecke: So bewertet die Stiftung Warentest Deos und Antitranspirantien

(dpa/jms)
Mehr von RP ONLINE